Fred hat geschrieben:Manfred hat geschrieben:Ich weiß schon, wieso ich die Jagd verteidige.
In deinem Anliegen weniger Widschaden zu haben stimme ich dir zu. Nur bist du dir sicher, daß du das richtige verteidigst, wenn du mit der Jagd auch das derzeitige Jagdsystem verteidigst?
Wobei, unsere Obstwiese auch ab und an Wildschwein Spuren zeigt (wenn bislang noch nie so massiv). Nachdem ich beim Pflanzloch ausheben letzten Winter die Engerling-Population dort gesehen habe, sehe ich deren Besuche jedoch nicht mehr nur negativ.
Ich denke an ersterem ist was drann.
Jagd als Nutzung von Resourcen, Erhaltung von Wildbeständen, und Schutz der Landschaften macht Sinn.
Das Jagdsystem als solches allerdings, ist ne andere Sache und könnte Reformen vertragen. Bei Naturvölkern ist es so, dass die jungen kräftigen Männer zur Jagd gehen und die alten am Feuer sitzen. Ich geb zu, wenn ich heute einen Jäger sehe, denke ich bei mir: Opa du gehörst mit deinen Enkeln auf ne Parkbank und solltest Enten im Park füttern, aber nicht mit nem Ballermann in den Wald. Früher war die Jagd eine königliche Angelegenheit. Hochwild für den Hochadel und Niederwild für den niederen Adel. Damals machten die Wildhüter, die Treiber und Hunde die Arbeit, trieben das Wild in Gatter und der Adel konnte drauf los Ballern. Die Dercksarbeit im Anschluss machten wieder andere. Davon ist noch heute viel übrig. Hochrangige, Staatsmänner, Politiker, Industrieelle usw.
Auf ner Gesellschaftsjagd werden wohl mehr Geschäftsabschlüsse getätigt als auf einem Golfplatz. Allein das Recht hier bei uns eine Waffe besitzen und tragen zu dürfen, macht die Sache schon wieder etwas für "Auserwählte". Jagd ist teuer und somit wieder etwas elitäres. Warscheinlich ist das auch der Grund warum Jagdgegner wenig ausrichen können. Der vorsitzende Richter geht bestimmt auch zur Jagd
Vieleicht sollte wir hier differenzieren, zwischen Jagd und Jagdsystem.
Wobei, unsere Obstwiese auch ab und an Wildschwein Spuren zeigt (wenn bislang noch nie so massiv). Nachdem ich beim Pflanzloch ausheben letzten Winter die Engerling-Population dort gesehen habe, sehe ich deren Besuche jedoch nicht mehr nur negativ
Hier muss man unterscheiden.
Auf meiner Streuobstwiese ist das auch nicht tragisch. Bei Manfred, der für seine Tiere Futter brauch, ist das schon ärgerlich.
Stell dir vor du hast einen Laden von dem du lebst. Anstelle von Wildschweinen kommen bei dir Kiddys und zerdeppern ein paarmal im Jahr die Scheiben.
Wetten du ärgerst dich

Anstelle vom Jäger ist es bei dir die Polizei, die für Abhilfe sorgen soll. Jetzt kommt anstelle vom Tierschützer ein Kinderschützer, der verhindern will, dass die Polizei gegen die Kiddys ermittelt. Würdest du den Kinderschützer unterstützen oder auch nur Verständniss aufbringen, für dass was er macht?? Wenn es um die eigene Existenz geht??
Ansonsten hab ich Spellons Rat mal beherzigt und mich auf diversen Websites der Antijagd mal umgesehen.
Erschreckend was man da so lesen kann.
Eine Seite gibt Tipps, wie man den Jägern das Leben schwer machen kann.
Als Naturfreund soll man darauf achen, dass die aufgestellten Schilder, bei einer Jagd, nicht selbstgemacht sind sondern den Regeln der Verkehrszulassung unterliegen. Wenn man einen Jäger mit Waffe im Wald sieht, soll diese geknickt sein, weil das tragen einer gespannten Waffe verboten ist. Sofort Polizei rufen. Daran kann man sehen wie DUMM die sind. Wenn ich nen 8mal57 Mauser Karabiner habe, brauch in zum knicken ne Eisensäge
Und um der Sache die Krone aufzusetzen, wird dem lesenden "Tierschützer" geraten sich auf den Websites der Verkäufer von Jagdzubehör in den AGBs umzusehen und nach Fehlern selbiger zu suchen. Das Internetrecht schreibt korrekte AGBs vor und wenn nur ein Satz falsch formuliert ist, kommt gleich ein Abmahnanwalt, der erstmal nen 1000er verlangt.
WIe kann ich als Mensch, dessen IQ auch nur etwas höher ist, als der eines Toastbrotes, diese Vereinigungen mit meinem Geld unterstützen??
Oder auch nur ansatzweise deren Ansichten vertreten??
Diese Art von Bandagen, mit denen die kämpfen sind pervers und das absolut letzte. Da halt ich es mit Grönemeyer, der da singt: Meine Faust will unbedingt in sein Gesicht
