Vernünftige Wege zum Leben auf dem Lande?
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Picassa
Re: Vernünftige Wege zum Leben auf dem Lande?
Wenn ich die Überschrift lese (Vernünftige Wege zum Leben auf dem Lande), dann muss es doch auch Möglichkeiten für diejenigen geben, die NICHT alles selber machen können.
Dürfen Schwerbehinderte, die eben NICHT auf Leitern rumturnen und ihr Dach selbst reparieren können, nicht mehr auf dem Land leben? Oder die, die NICHT die Kraft haben, ihr Holz selbst zu hacken? Oder die, die etliche Stunden am Tag -sagen wir mal- in einer Fabrik im Schichtdienst Autoteile herstellen? Oder die, die als Altenpfleger arbeiten und denen nach ihrer Schicht weder Zeit noch Kraft übrig bleibt und die eben ihr Haus von Dachdecker, Elektriker, Maurer usw. in Schuss halten lassen (müssen) und ihre Lebensmittel größtenteils in Geschäften kaufen statt selber zu produzieren?
Auch für die alle muss doch ein Leben auf dem Lande möglich sein.
Auch für die Menschen, die Computer entwickeln oder bauen, die, die Leitungen in die Erde bringen, damit wir schnelles Internet haben, diejenigen, die uns ermöglichen, Zucker, Salz und Mehl kaufen zu können...
Nicht jeder dieser Menschen hat die Zeit oder das Können oder das Wissen, autark zu leben und sich ausschließlich selbst zu versorgen.
Baut ihr eure Photovoltaik-Anlagen selbst? Oder eure Traktoren, oder die Reifen für eben diese? Mauert ihr eure Öfen ausschließlich selbst, schraubt eure Autos (aus selbst hergestellten Teilen???) selbst zusammen? Bohrt ihr nach dem Kraftstoff, der eure Kettensäge betreibt? Oder schmiedet ihr den Hammer selbst, mit dem ihr euren Gartenzaun baut?
Für all diese Dinge sind unzählige Menschen nötig, die irgendwo in einer Entwicklungsabteilung, Werkstatt, am Band arbeiten, oder die die alten Eltern desjenigen pflegen, der den ganzen Tag Elektrokabel herstellt und dem die Zeit fehlt, sich selbst um seine Eltern zu kümmern.
Dürfen diese Menschen alle nicht mehr auf dem Land wohnen, weil sie nicht autark sind oder die Infrastruktur dort zusammengebrochen ist?
Auch viele dieser Menschen wohnen lieber auf dem Land statt in einer Stadt.
Und auch für die müssen doch Wege gefunden werden (oder besser gesagt: erhalten bleiben), dass sie auf dem Land weiter existieren können.
Oder meint ihr mit "auf dem Land leben" abgeschieden und in einer Einsiedelei zu wohnen?
Dürfen Schwerbehinderte, die eben NICHT auf Leitern rumturnen und ihr Dach selbst reparieren können, nicht mehr auf dem Land leben? Oder die, die NICHT die Kraft haben, ihr Holz selbst zu hacken? Oder die, die etliche Stunden am Tag -sagen wir mal- in einer Fabrik im Schichtdienst Autoteile herstellen? Oder die, die als Altenpfleger arbeiten und denen nach ihrer Schicht weder Zeit noch Kraft übrig bleibt und die eben ihr Haus von Dachdecker, Elektriker, Maurer usw. in Schuss halten lassen (müssen) und ihre Lebensmittel größtenteils in Geschäften kaufen statt selber zu produzieren?
Auch für die alle muss doch ein Leben auf dem Lande möglich sein.
Auch für die Menschen, die Computer entwickeln oder bauen, die, die Leitungen in die Erde bringen, damit wir schnelles Internet haben, diejenigen, die uns ermöglichen, Zucker, Salz und Mehl kaufen zu können...
Nicht jeder dieser Menschen hat die Zeit oder das Können oder das Wissen, autark zu leben und sich ausschließlich selbst zu versorgen.
Baut ihr eure Photovoltaik-Anlagen selbst? Oder eure Traktoren, oder die Reifen für eben diese? Mauert ihr eure Öfen ausschließlich selbst, schraubt eure Autos (aus selbst hergestellten Teilen???) selbst zusammen? Bohrt ihr nach dem Kraftstoff, der eure Kettensäge betreibt? Oder schmiedet ihr den Hammer selbst, mit dem ihr euren Gartenzaun baut?
Für all diese Dinge sind unzählige Menschen nötig, die irgendwo in einer Entwicklungsabteilung, Werkstatt, am Band arbeiten, oder die die alten Eltern desjenigen pflegen, der den ganzen Tag Elektrokabel herstellt und dem die Zeit fehlt, sich selbst um seine Eltern zu kümmern.
Dürfen diese Menschen alle nicht mehr auf dem Land wohnen, weil sie nicht autark sind oder die Infrastruktur dort zusammengebrochen ist?
Auch viele dieser Menschen wohnen lieber auf dem Land statt in einer Stadt.
Und auch für die müssen doch Wege gefunden werden (oder besser gesagt: erhalten bleiben), dass sie auf dem Land weiter existieren können.
Oder meint ihr mit "auf dem Land leben" abgeschieden und in einer Einsiedelei zu wohnen?
- Rallymann
- Beiträge: 1226
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Re: Vernünftige Wege zum Leben auf dem Lande?
[quote="Picassa"]Wenn ich die Überschrift lese (Vernünftige Wege zum Leben auf dem Lande), dann muss es doch auch Möglichkeiten für diejenigen geben, die NICHT alles selber machen können.quote]
Natürlich MIT GELD
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hobbygaertnerin
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Re: Vernünftige Wege zum Leben auf dem Lande?
Vernünftige Wege zum Leben auf dem Lande?
Darüber habe ich schon oft und viel nachgedacht.
Meine Meinung- wir stecken in einem Umbruch, der mir gar nicht lustig vorkommt.
In der Landwirtschaft z.B. sehe ich einen gewaltigen Strukturwandel - und eher das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft-
während der Weltagrarbericht von kleineren Einheiten ausgeht- und eine vollkommen andere Form der Landbewirtschaftung als zukunftsfähig sieht.
Es werden massivst Arbeitsplätze abgebaut und die neuen Arbeitsplätze sind im Bereich der Dienstleistung, aber wirklich sichere Arbeitsplätze scheinen immer weniger zu werden- viele ländliche Gegenden werden sich entvölkern.
Die landw. Flächen werden mit Sicherheit immer bewirtschaftet werden (landw. Nutzflächen und grössere Waldflächen werden von Investoren gesucht, ausserdem wird das Landgrabbing auch in unserem Land einmal zum Alltag dazugehören, Restgehöfte und leerstehende Häuser - Abbrissunternehmen werden sicher eine zukunftsträchtige Branche.
Wer sein Geld mit Direktvermarktung verdienen will, muss zuerst massiv investieren- habe schon zu viele Projekte sterben sehen.
Ich vermute- kann mich allerdings auch gewaltig irren, dass handwerkliche Kenntnisse, die vor Ort gebraucht werden, ein wichtiges Standbein werden können,
die vollkommene Autarkie gabs auch früher nicht, keiner kann alles wissen und können.
Landlustzeitschriften sind keine Zukunfts- und Trendrichtungsgeber- aber die Sehnsucht nach einem überschaubareren Leben scheint viele Menschen umzutreiben.
Aus wenig viel machen können und den Euro den man nicht ausgeben muss, braucht man auch nicht verdienen.
Sparsam leben und trotzdem eine hohe Lebensqualität zu erreichen versuchen-
überhaupt sich klar zu machen, wie viel an Geld gebraucht und was nicht benötigt wird-
denn eigentlich wäre unser wichtigster Beitrag zum Bruttosozialprodukt-
nur zu "shoppen".
Ein Dach über dem Kopf, es im Winter auch warm zu haben, genug zu essen, im Vergleich zu den vielen Menschen auf dieser Erde sind das Güter, die oft gar nicht mehr geschätzt, aber einen hohen Wert haben.
Mein Spruch (hab ihn irgendwo gelesen)- von der Lust auf dem Land zu leben und von der Kunst davon zu leben.
Darüber habe ich schon oft und viel nachgedacht.
Meine Meinung- wir stecken in einem Umbruch, der mir gar nicht lustig vorkommt.
In der Landwirtschaft z.B. sehe ich einen gewaltigen Strukturwandel - und eher das Ende der bäuerlichen Landwirtschaft-
während der Weltagrarbericht von kleineren Einheiten ausgeht- und eine vollkommen andere Form der Landbewirtschaftung als zukunftsfähig sieht.
Es werden massivst Arbeitsplätze abgebaut und die neuen Arbeitsplätze sind im Bereich der Dienstleistung, aber wirklich sichere Arbeitsplätze scheinen immer weniger zu werden- viele ländliche Gegenden werden sich entvölkern.
Die landw. Flächen werden mit Sicherheit immer bewirtschaftet werden (landw. Nutzflächen und grössere Waldflächen werden von Investoren gesucht, ausserdem wird das Landgrabbing auch in unserem Land einmal zum Alltag dazugehören, Restgehöfte und leerstehende Häuser - Abbrissunternehmen werden sicher eine zukunftsträchtige Branche.
Wer sein Geld mit Direktvermarktung verdienen will, muss zuerst massiv investieren- habe schon zu viele Projekte sterben sehen.
Ich vermute- kann mich allerdings auch gewaltig irren, dass handwerkliche Kenntnisse, die vor Ort gebraucht werden, ein wichtiges Standbein werden können,
die vollkommene Autarkie gabs auch früher nicht, keiner kann alles wissen und können.
Landlustzeitschriften sind keine Zukunfts- und Trendrichtungsgeber- aber die Sehnsucht nach einem überschaubareren Leben scheint viele Menschen umzutreiben.
Aus wenig viel machen können und den Euro den man nicht ausgeben muss, braucht man auch nicht verdienen.
Sparsam leben und trotzdem eine hohe Lebensqualität zu erreichen versuchen-
überhaupt sich klar zu machen, wie viel an Geld gebraucht und was nicht benötigt wird-
denn eigentlich wäre unser wichtigster Beitrag zum Bruttosozialprodukt-
nur zu "shoppen".
Ein Dach über dem Kopf, es im Winter auch warm zu haben, genug zu essen, im Vergleich zu den vielen Menschen auf dieser Erde sind das Güter, die oft gar nicht mehr geschätzt, aber einen hohen Wert haben.
Mein Spruch (hab ihn irgendwo gelesen)- von der Lust auf dem Land zu leben und von der Kunst davon zu leben.
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Manfred
Re: Vernünftige Wege zum Leben auf dem Lande?
Eine Familie zieht in die kanadische Wildnis:
http://www.youtube.com/watch?v=PwQxqBBut8s
http://www.youtube.com/watch?v=PwQxqBBut8s
- Spottdrossel
- Beiträge: 1888
- Registriert: Mi 4. Aug 2010, 10:15
- Wohnort: Alsfeld
Re: Vernünftige Wege zum Leben auf dem Lande?
Nightshade bezog sich mit dem Thread hier ja auf die alle Jahre wieder hier eintrudelnden Projektstarts, die sich die erträumte Romantik gegenfinanzieren wollen.
Von daher gibt es kein "richtig" oder "falsch" - wer sich ein günstiges Haus kauft mit brauchbarem Garten, der macht einfach und muß nicht erst mühsam auf den Boden der Tatsachen geholt werden.
Darum ging´s doch ursprünglich, oder?
Von daher gibt es kein "richtig" oder "falsch" - wer sich ein günstiges Haus kauft mit brauchbarem Garten, der macht einfach und muß nicht erst mühsam auf den Boden der Tatsachen geholt werden.
Darum ging´s doch ursprünglich, oder?
- emil17
- Beiträge: 8383
- Registriert: Di 21. Sep 2010, 08:07
- Wohnort: In der Schweiz da, wo die Berge am höchsten sind
Re: Vernünftige Wege zum Leben auf dem Lande?
Mein Leben dort draussen läuft etwa so:
Um 8 Uhr aufstehen, schön wie die Vögel zwitschern, den Frühstückskaffee nehmen wir heute bei der Sitzecke im Südwesten, weil ja vielleicht die Nichte endlich mal mit ihrem neuen Freund zu Besuch kommt und ich den nicht verpassen möchte, dann ein bisschen Rosen schneiden gehen. Ich bitte meine Frau, sie soll schon mal einen Kuchen backen. Dann muss ich noch den Tierarzt wegen meinem unglücklichen Lieblingspferd anrufen. Der Gärtner hat die Ränder vom Rasen hinten beim Brunnen schon wieder unsauber geschnitten, den muss ich auch noch anrufen. Abends bin ich rechtschaffen müde. Was für ein Tag!
Da war doch ein paar Beiträge vorher der Tierarzt zitiert, der sich über die 50-Std. Woche und Lohndumping beklagt.
Ich habe noch nie meine Arbeitsstunden gezählt, ich mache nämlich gerne was ich mache. Wenn dieser Tierarzt also 8-12 und 14-17Uhr-Betrieb mit 6 Wochen Urlaub will, dann soll er in der Stadt eine Kleintierpraxis aufmachen.
Dienstleistungsberufe auf dem Land orientieren sich an der Landwirtschaft, und da hat man Feierabend wenn die Arbeit gemacht ist, egal um wieviel Uhr das ist.
Wenn du als selbständig erwerbender Land- oder Tierarzt oder Landmaschinenmechaniker auf die Uhr schaust, wenn jemand etwas Dringendes hat, dann bist du sehr schnell weg vom Fenster. Von den Angestellten in solchen Berufen werden in Spitzenzeiten beliebig viele Überstunden erwartet.
Was heisst schon "Pendler"? Wenn jemand in der Nähe in der Krankenpflege im Regionalspital oder Altersheim arbeitet oder als Grundschullehrer oder was weiss ich, dann ist er noch nicht Pendler. er hat aber das Problem gelöst, wie das Geld reinkommt für all das, was man nicht selber machen kann oder zweckmässigerweise nicht selber macht.
Wenn man vom Verkauf seiner selbergemachten Landesprodukte oder Kunstgewerbeobjekte lebt, dann pendelt man eben den Märkten nach.
Als Zugewanderter kommt man in die typischen Landberufe nicht rein, man muss als Spezialkenntnisse haben, einen ortsungebundenen Beruf haben oder eben doch ein paar Dörfer weiter auf die Arbeit.
Als Selbständigerwerbender hat man am Anfang eine heftige Durststrecke, bis die Einnahmen kommen. Wenn man kein Eigenkapital hat, wird es sehr, sehr schwer. Ausserdem braucht es als Selbständigerwerbender, der seine Produkte oder Dienstleistungen anpreisen muss, eine bestimmte Art Charakter.
Um 8 Uhr aufstehen, schön wie die Vögel zwitschern, den Frühstückskaffee nehmen wir heute bei der Sitzecke im Südwesten, weil ja vielleicht die Nichte endlich mal mit ihrem neuen Freund zu Besuch kommt und ich den nicht verpassen möchte, dann ein bisschen Rosen schneiden gehen. Ich bitte meine Frau, sie soll schon mal einen Kuchen backen. Dann muss ich noch den Tierarzt wegen meinem unglücklichen Lieblingspferd anrufen. Der Gärtner hat die Ränder vom Rasen hinten beim Brunnen schon wieder unsauber geschnitten, den muss ich auch noch anrufen. Abends bin ich rechtschaffen müde. Was für ein Tag!
Da war doch ein paar Beiträge vorher der Tierarzt zitiert, der sich über die 50-Std. Woche und Lohndumping beklagt.
Ich habe noch nie meine Arbeitsstunden gezählt, ich mache nämlich gerne was ich mache. Wenn dieser Tierarzt also 8-12 und 14-17Uhr-Betrieb mit 6 Wochen Urlaub will, dann soll er in der Stadt eine Kleintierpraxis aufmachen.
Dienstleistungsberufe auf dem Land orientieren sich an der Landwirtschaft, und da hat man Feierabend wenn die Arbeit gemacht ist, egal um wieviel Uhr das ist.
Wenn du als selbständig erwerbender Land- oder Tierarzt oder Landmaschinenmechaniker auf die Uhr schaust, wenn jemand etwas Dringendes hat, dann bist du sehr schnell weg vom Fenster. Von den Angestellten in solchen Berufen werden in Spitzenzeiten beliebig viele Überstunden erwartet.
Was heisst schon "Pendler"? Wenn jemand in der Nähe in der Krankenpflege im Regionalspital oder Altersheim arbeitet oder als Grundschullehrer oder was weiss ich, dann ist er noch nicht Pendler. er hat aber das Problem gelöst, wie das Geld reinkommt für all das, was man nicht selber machen kann oder zweckmässigerweise nicht selber macht.
Wenn man vom Verkauf seiner selbergemachten Landesprodukte oder Kunstgewerbeobjekte lebt, dann pendelt man eben den Märkten nach.
Als Zugewanderter kommt man in die typischen Landberufe nicht rein, man muss als Spezialkenntnisse haben, einen ortsungebundenen Beruf haben oder eben doch ein paar Dörfer weiter auf die Arbeit.
Als Selbständigerwerbender hat man am Anfang eine heftige Durststrecke, bis die Einnahmen kommen. Wenn man kein Eigenkapital hat, wird es sehr, sehr schwer. Ausserdem braucht es als Selbständigerwerbender, der seine Produkte oder Dienstleistungen anpreisen muss, eine bestimmte Art Charakter.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Little Joe
Re: Vernünftige Wege zum Leben auf dem Lande?
... manchmal bleibt nicht mehr zu sagen, wieemil17 hat geschrieben:Was heisst schon "Pendler"? Wenn jemand in der Nähe in der Krankenpflege im Regionalspital oder Altersheim arbeitet oder als Grundschullehrer oder was weiss ich, dann ist er noch nicht Pendler. er hat aber das Problem gelöst, wie das Geld reinkommt für all das, was man nicht selber machen kann oder zweckmässigerweise nicht selber macht.
Wenn man vom Verkauf seiner selbergemachten Landesprodukte oder Kunstgewerbeobjekte lebt, dann pendelt man eben den Märkten nach.
Re: Vernünftige Wege zum Leben auf dem Lande?
Ein gelerntes Handwerk das jedermann nützlich ist oder wenn ungelernt sich nicht blöd bei solchem anstellt ist auf jeden Fall sehr nützlich wenn nicht sogar Bedingung
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Picassa
Re: Vernünftige Wege zum Leben auf dem Lande?
Aber genau darum ging es doch mit diesen Beispielen, Emil. Dass ich eben NICHT glaube, dass Tierärzte auf dem Land die Zeit haben, neben ihrem Job noch einen eigenen "Betrieb" aufzubauen, von dem sie sich komplett ernähren können. Und auch nicht, dass sie GENUG verdienen, um einen Bauernhof von 1 Million Euro zu erwerben. Die meisten haben nicht mal die Zeit, eine Familie zu gründen, die am Hof mithelfen könnte. Musst auch richtig lesen, Emil, und nicht ein Beispiel in das Gegenteil verkehren von dem, für das es gedacht war.emil17 hat geschrieben: Da war doch ein paar Beiträge vorher der Tierarzt zitiert, der sich über die 50-Std. Woche und Lohndumping beklagt.
Ich habe noch nie meine Arbeitsstunden gezählt, ich mache nämlich gerne was ich mache. Wenn dieser Tierarzt also 8-12 und 14-17Uhr-Betrieb mit 6 Wochen Urlaub will, dann soll er in der Stadt eine Kleintierpraxis aufmachen.
Dienstleistungsberufe auf dem Land orientieren sich an der Landwirtschaft, und da hat man Feierabend wenn die Arbeit gemacht ist, egal um wieviel Uhr das ist.
Wenn du als selbständig erwerbender Land- oder Tierarzt oder Landmaschinenmechaniker auf die Uhr schaust, wenn jemand etwas Dringendes hat, dann bist du sehr schnell weg vom Fenster. Von den Angestellten in solchen Berufen werden in Spitzenzeiten beliebig viele Überstunden erwartet.
Ausnahmen gibt es bestimmt auch da (reich geboren?), aber die Regel ist das sicher nicht.
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Benutzer 2354 gelöscht
Re: Vernünftige Wege zum Leben auf dem Lande?
warum jeder der aufs Land zieht Millionär sein muss erschließt sich mir jetzt noch nicht so recht. Wir haben auch keine Millionen ausgegeben und Leben auf dem Lande. Auch hier gibt es Tätigkeitsfelder neben dem Tierarzt und Großlandwirt. Das Leben ist hier sehr viel günstiger wie in der Stadt das ist nun mal Fakt. 
