Planen fuer den Notfall oder nicht?

Was halt nirgendwo passt
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emil17
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#881

Beitrag von emil17 »

Maeusezaehnchen hat geschrieben:Also ich würde im Haus bleiben und das so verbarikatieren, dass keiner so leicht rein kann.
Also alle Türen und Fenster bereits einbruchhemmend RC6 ausgeführt? Brandlast minimiert (wenn sie mit einem Flammenwerfer kommen)? Tote Ecken, in denen sich der Gegner verstecken kann, um Abzug vorzutäuschen und dich dann von hinten zu packen, zugemauert oder mit Stacheldraht gesichert?
Maeusezaehnchen hat geschrieben:Mein Mann ist Jäger... als Munition ist auch einiges da.
Mein Opa war Zahlmeister bei einer Panzerkompanie :lol:
Mal im Ernst, bei Naturkatastrophen zählt und funktioniert Nachbarschaftshilfe. Bist du allein, hast du schon verloren.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Maeusezaehnchen
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#882

Beitrag von Maeusezaehnchen »

Bei uns hält die fast die ganze Siedlung zusammen. Auf unseren Hügel kommt keiner rauf :nudel: :lala:
Und dann sind wir unsere eigene Republik :engel:
Ihr könnt bei uns ja um Asyl ansuchen :mrgreen:
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emil17
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#883

Beitrag von emil17 »

Rati hat geschrieben:na ja, in den beiden Fällen ist die sinnvollste Vorbereitung sich ne angenehme Eutanasiemethode zu suchen.
Wenn Mama Erde aus der Bahn geschmissen, von Gezeitenkräften durchgeknetet oder bei Achsenkippung nem Klimakollaps unterworfen wird, is eh nicht mehr viel zu machen.
Gegen Angst vor solchen Ereignissen hilft die Lektüre eines Physikbuches. Nach heutigen Erkenntnissen unmöglich. Warum soll man sich durch sein eigenes Kopfkino verrückt machen? Wenn du dauernd guckst, ob gerade der Meteorit kommt, wirste vermutlich plattgefahren.
Meine Strategie ist, in irgend ein Kuhdorf in den Schweizer Bergen zu gehen (Name verrate ich nicht), dort kommt alles zehn Jahre später und dauert etwas länger. Ach so, da bin ich ja schon.
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Benutzer 146 gelöscht

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#884

Beitrag von Benutzer 146 gelöscht »

Es gibt da einen grundsätzlichen Aspekt, der auch in dieser Blackout-"Doku" zur Sprache kam, und zufällig auch in irgendeinem 0815 - Katastrophenfilm, den ich kürzlich sah:
Rechnet man im "Ernstfall" eher mit kooperativ-solidarischem Verhalten seiner Mitmenschen, oder mit aggressiv-egoistischem Verhalten? Die Pre..er gehen von Letzterem aus, die Funktionäre des Katastrophenschutzes offiziell von Ersterem.
In dem Film ging es um eine Kleinstadt oder größeres Dorf, wo der Bürgermeister in einer Versammlung anlässlich des eingetretenen Zusammenbruchs der Versorgung, alle Bürger aufforderte, alle ihre Vorräte an Nahrungsmitteln und Ausrüstung abzugeben, damit sie dann bedarfsgerecht an alle Bürger verteilt werden können, also gewissermaßen eine verordnete Solidarität. Das entspricht in etwa dem Szenario, das in "Die Lerchen singen so schön" zu Anfang von Einigen angestrebt wird, - natürlich eine Horrorvision für jeden Pre..er :pfeif:

Es ist aber sicher eine grundsätzliche Frage, ob man im Stil von "Einzelkämpfer mit Familie gegen den Rest der Welt" einer Krisensituation begegnen möchte, oder sich auf eine solidarische Nachbarschaft und Dorfgemeinschaft verlässt, oder, als Kombination, eine lokale Solidargemeinschaft gegen eine "von oben" Erzwungene (Notstandsgesetze) anstrebt.
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Maeusezaehnchen
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#885

Beitrag von Maeusezaehnchen »

Grundstätzlich mach mir erst darüber Sorgen, wenn es soweit ist.
Es hat ja schon immer Kriesen auf der Welt gegeben... man denke nur an Großeltern und so... die haben Kriege erlebt und es auch mit kleinen Rationen überstanden.
Ich glaub am schwierigsten haben es die Kinder die immer alles "reingesteckt" bekommen und extrem Ich-bezogen sind.
Alle anderen kommen schon zurecht.
Und wir hoffen ja darauf, dass es kein Utopie-Film-Szenario ala Walking Dead oder so sein wird.
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emil17
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#886

Beitrag von emil17 »

frodo hat geschrieben: ... wo der Bürgermeister in einer Versammlung anlässlich des eingetretenen Zusammenbruchs der Versorgung, alle Bürger aufforderte, alle ihre Vorräte an Nahrungsmitteln und Ausrüstung abzugeben, damit sie dann bedarfsgerecht an alle Bürger verteilt werden können, also gewissermaßen eine verordnete Solidarität.
Das ist eine Schnapsidee, denn es belohnt diejenigen, welche sich vorher um nichts sorgen. Ich pflege nicht meine Vorräte um sie dann abzugeben und per Lebensmittelkarte wieder teilweise zugeteilt zu kriegen, und ich will selber entscheiden, mit wem ich teile.

A geht in den Urlaub, B füllt den Brennholzvorrat auf. Nachher kommt A und fordert Holz von B, weil A friert und B ja hat.
So geht das nicht.

Zudem würde jeder, der nicht ganz naiv ist, nur einen Teil abgeben. Solidarität beruht darauf, dass alle am gleichen Strick ziehen, das ist was grundsätzlich anderes als das Verteilen des Vorhandenen nach Giesskannenprinzip.
Die gleiche Diskussion gabs hier mal nach einer Katastrophe mit vielen Gebäudeschäden, wo nachher, wie für die Schweiz typisch, sehr viel Geld fürs Berggebiet gespendet wurde.
Wie verteilen? Diejenigen, die keine Gebäudeversicherung abgeschlossen haben, kriegen alles ersetzt, diejenigen, welche eine hatten, gar nichts weil ja die Versicherung zahlt? Also ist man blöd, wenn man Versicherungsprämien zahlt?
Ich glaube, letztlich haben dann die unteren Behörden nach persönlicher Kenntnis der Härtefälle entschieden. Diese Entscheide waren transparent und wurden vorher zur Diskussion gestellt. Wer über Zuwendungen an Verwandte usw. zu entscheiden hätte, tritt selbstverständlich in den Ausstand.
Da hat natürlich der die besseren Karten, der vorher bei gemeinnützigen Vereinen war. Auch hier, von nix kommt nix. Wer im Alltag zu verstehen gibt, dass ihm die anderen wurscht sind, der soll sich nicht beschweren, wenn es umgekehrt auch so ist.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Benutzer 146 gelöscht

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#887

Beitrag von Benutzer 146 gelöscht »

emil17 hat geschrieben:
frodo hat geschrieben: ... wo der Bürgermeister in einer Versammlung anlässlich des eingetretenen Zusammenbruchs der Versorgung, alle Bürger aufforderte, alle ihre Vorräte an Nahrungsmitteln und Ausrüstung abzugeben, damit sie dann bedarfsgerecht an alle Bürger verteilt werden können, also gewissermaßen eine verordnete Solidarität.
Das ist eine Schnapsidee, denn es belohnt diejenigen, welche sich vorher um nichts sorgen. Ich pflege nicht meine Vorräte um sie dann abzugeben und per Lebensmittelkarte wieder teilweise zugeteilt zu kriegen, und ich will selber entscheiden, mit wem ich teile.
Ich weiß ja nicht, ob Ihr in der Schweiz auch sowas habt, aber bei uns gibt's z.B. sowas:
https://www.bgbl.de/xaver/bgbl/text.xav ... 2&nohist=1
Das übliche Juristendeutsch, aber im Kontext der sog. Notstandsgesetze aus '68 passt das ganz gut in diese erwähnte Film-Fiktion..

§1, speziell auch Punkt 7 klingt, als wäre er für uns hier relevant... :hmm:
Olaf
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#888

Beitrag von Olaf »

Grundstätzlich mach mir erst darüber Sorgen, wenn es soweit ist.
Ach, Mäusezähnchen, in diesem Forum werden mit Genuss sozusagen Katastrohenszenarien durchdacht und teilweise sogar vorhergesagt. Letzteres bislang nicht sonderlich erfolgreich, scheint aber Spass zu machen. Bin da auch eher entspannt, bin immer mit dem Arsch an die Wand gekommen, mal besser, mal schlechter. Meine Vorfahren auch, sonst würde ich ja nicht leben.
Ich hab eben meine Nachbarin gerettet, die mit ihrem Schrotthaufen liegengeblieben ist, während ihr Mann auf Spitzbergen das Ozonloch für uns beobachtet. Nur eine kleine Katastrophe, aber die würden sich für uns genauso den Arsch aufreißen, gut, sich darauf verlassen zu können. Und so ist die Zeit vermutlich besser investiert, als über mögliche Szenarien nachzudenken. Erst mal rankommen lassen, genau!
LG
Olaf
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
woidler
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#889

Beitrag von woidler »

@ frodo
entweder ich bin zu doof den link richtig aufzumachen, aber bei mir erscheint nur ein Übersicht des Bundesanzeigerverlags, und kein Gesetzesverweis.

Meinst Du das "Bundesleistungsgesetz". Nach dem Gesetz können in D Behörden in Kriegs- und Katastrophenfällen von Privatpersonen
"Leistungen" verlangen , kann Arbeitsleistung sein , odere zur Verfügungstellung von Sachen : Fahrzeuge, Baumaschinen, Benzinvorräte
zB in Tankstelle oder Raffinerie, Lebensmittelvorräte.

In den 80´ Jahren gabs da mal eine gewisse Aufregung, da einige KFZ-Zulassungstellen die damals vermehrt aufkommenden zivilen/privaten
Geländewagen besonders registrieren wollten.

woidler
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emil17
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#890

Beitrag von emil17 »

Das Grundproblem ist, dass ohne Mitwirkung der Betroffenen der Staat bei der Beschlagnahme von Dingen, die schwer zu zählen und leicht zu verbergen sind, ziemlich machtlos ist.
Ihr Deutschen habt darin leider mehr Erfahrung als wir Schweizer.
In Wirklichkeit läuft das dann so, dass man nicht alles angibt und der bedürftigen Nachbarin, die man persönlich kennt, eben mal was zusteckt.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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