Glyphosat-Diskussion

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Buchkammer
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Re: Glyphosat-Diskussion

#871

Beitrag von Buchkammer »

Neuerdings brauchen konventionelle Kulturen auch Schwefel - bestimmt wegen der Haltbarkeit? :pfeif:
Brauchen_Pflanzen_Schwefel.jpg
Brauchen_Pflanzen_Schwefel.jpg (73.44 KiB) 1698 mal betrachtet
Das Schild entdeckte ich auf dem gestrigen Walkabout. Sicher auch mehr als Werbetafel für die Firma einzustufen - sah ich aber früher selten solche Hinweise.
Gestern war ich klug und wollte die Welt verändern. Heute bin ich weise und möchte mich verändern. (Rūmī)
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Benutzer 4754 gelöscht

Re: Glyphosat-Diskussion

#872

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

Buchkammer hat geschrieben:Neuerdings brauchen konventionelle Kulturen auch Schwefel - bestimmt wegen der Haltbarkeit? :pfeif:
Brauchen_Pflanzen_Schwefel.jpg
Das Schild entdeckte ich auf dem gestrigen Walkabout. Sicher auch mehr als Werbetafel für die Firma einzustufen - sah ich aber früher selten solche Hinweise.
Das brauchen die Pflanzen schon immer.

Früher gabs den Schwefel kostenlos,
das schimpfte sich saurer Regen... ;)

Aber in Zeiten von entschwefeltem Diesel und Heizöl, Abgaswäschen in Kohlekraftwerken und kaum mehr Private Kohleöfen kommt eben nicht mehr ausreichend Schwefel vom Himmel
strega
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Re: Glyphosat-Diskussion

#873

Beitrag von strega »

aber vor den Zeiten des sauren Regens gabs auch schon Getreideanbau. Wie ging das dann?
Ja, war halt nicht das hochgezüchtete Hochleistungsgetreide von heute, schon klar. Aber was für damit Brot machen hatten sie früher doch auch...
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Benutzer 4754 gelöscht

Re: Glyphosat-Diskussion

#874

Beitrag von Benutzer 4754 gelöscht »

Vulkane und ihre Verwandten sind schon immer Schwefeldioxid-"Schleudern".

Dazu kommt das seit dem der Mensch Metalle (das erste war Kupfer) verarbeiten kann, es immense Emissionen in diesem Bereich gibt,
denn die Erze sind und waren meist sulfidische Erze.
strega
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Re: Glyphosat-Diskussion

#875

Beitrag von strega »

auch Vulkane die seit Jahrmillionen erloschen sind? Hier auf der Insel gibts bis auf zwei relativ winzige Betriebe keinerlei Industrie, aber es gab schon lange vor Glyph-Zeiten Getreideanbau.... oder braucht unser Getreide hier den römischen Mief, ein paar hunderte Kilometer weiter von Osten her? :eek:
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Peterle
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Re: Glyphosat-Diskussion

#876

Beitrag von Peterle »

strega hat geschrieben:auch Vulkane die seit Jahrmillionen erloschen sind? Hier auf der Insel gibts bis auf zwei relativ winzige Betriebe keinerlei Industrie, aber es gab schon lange vor Glyph-Zeiten Getreideanbau.... oder braucht unser Getreide hier den römischen Mief, ein paar hunderte Kilometer weiter von Osten her? :eek:
@Strega,
Schwefel ist in Gülle und Mist (Wirtschaftsdünger) enthalten, ca 10% der enthaltenden Stickstoffmenge. Schwefel beeinflusst die Wirkung von Stickstoff.
Wie Oelkanne schon schrieb ist Schwefel durch die jetzt weniger stark belastete Luft zum Thema geworden. Tierischer Dünger entschärft das wieder.

@Viktualia,
alles gut, Schwamm drüber.

Ich werde versuchen, in diesem Jahr ein Mist/Laub/Grasschnitt Beet auf dem Rasen über den Winter anzulegen und zu kompostieren. Dazu brauche ich viel Laub, um eine Höhe von ca 100cm zu erreichen. Das Gras soll die Rotte verlängern (Hitze), der tierische Anteil ebenfalls und die fehlenden Elemente beisteuern.
Im Frühjahr will ich dann in dieses Beet Kartoffeln legen. ich rechne mir aus, dass die Wurzeln in den Boden gehen werden und die Knollenbildung fast ausschließlich im Laubhaufen stattfindet.

Weitere Effekte:
Der Boden wird von allen Beikräutern gesäubert und durch die Kartoffeln gut durchwurzelt und gelockert. Das reiche Nahrungsangebot sollte viele Regenwürmer anziehen. Die Ernte wird vermutlich einfach vonstatten gehen, nach Bedarf vorgenommen werden können und das Erntegut wird kaum verschmutzt sein. Ich rechne mit gesunden Pflanzen ohne Schädlingsbefall aufgrund der guten Versorgung.
Nachteil:
Schädlinge wie Mäuse und Ratten, hoher Wasserbedarf (das Laub darf nicht austrocknen). Gegen die Schädlinge werde ich Estrichmatte mit Mäusegitter einsetzen. Möglicherweise Stickstoffmangel aufgrund des hohen Anteils an Biomasse. Möglicherweise muss ich vorher eine Gründüngung einsähen?

Gruß

Peter
viktualia

Re: Glyphosat-Diskussion

#877

Beitrag von viktualia »

@Viktualia,
alles gut, Schwamm drüber.
Schön, aber nur, wenn das hier ein Schreibfehler war:
Das Gras soll die Rotte verlängern (Hitze), der tierische Anteil ebenfalls
Hier ist ne Tabelle, vielleicht hilft die weiter. http://www.natuga.de/kompostieren.html
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Peterle
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Re: Glyphosat-Diskussion

#878

Beitrag von Peterle »

@Viktualia

ich meinte damit den Zeitraum verlängern :rot:
Nehme ich nur Laub, dann erhitzt sich der Haufen nicht so stark, als wenn ich Grasschnitt und Mist mit reinmische.
Soll ja über den Winter schon ein paar Nährstoffe verfügbar machen.

Gruß

Peter
viktualia

Re: Glyphosat-Diskussion

#879

Beitrag von viktualia »

Versteh ich nicht.
Soll ja über den Winter schon ein paar Nährstoffe verfügbar machen.
Das Wort "schon" deutet doch auf einen kürzeren Zeitraum, also schneller.

Was du da machst, Gras und Mist zu Laub, beschleunigt dessen Rotte, verkürzt die Zeit, bis "Boden" fertig ist. Nix langsamer.
Nehme ich nur Laub, dann erhitzt sich der Haufen nicht so stark, als wenn ich Grasschnitt und Mist mit reinmische.
Da hast du es doch selber gesagt.

Ausserdem hast du da ja 2 Kreisläufe: das Rotten und das Wachsen. Beides geht im Winter langsamer, sind dennoch 2.

Wolltest du das Wachsen durch die Rotte beschleunigen, a la´ Mistbeet?

Dein Laub wird, wenn es bedeckt ist, feucht bleiben, vor allem im Winter.
Sorgst du dich nicht ums Auswaschen der Nährstoffe?

(Nein, wir zanken nicht, wir üben jetzt das mit dem Fragen.....)
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Peterle
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Re: Glyphosat-Diskussion

#880

Beitrag von Peterle »

Ich stelle mir das so vor:

Mein Haufen
- Haufen aufsetzen
- Heißrotte beginnt (2-4Wochen) 70°C schnell abnehmend
- Winter beginnt, Haufen kühlt ab und Regenwürmer ziehen ein
- Haufentemperatur im Kern um 25°C, zu den Rändern hin abnehmend

Reiner Laubhaufen
- Haufen aufsetzen
- Erhitzt sich bis 40°-50°
- Winter beginnt, Haufen kühlt ab auf unter 15°C
Bei diesen Temperaturen bleiben die Regenwürmer sehr träge, eine Umsetzung wird erst im Frühjahr stattfinden mit dem dann zu erwartenden Stickstoffmangel.

Ich meinte also den aktiven Zeitraum nach dem Aufsetzen im alten Jahr verlängern. Sonst beginnt die Rotte erst im Folgejahr.
Ist aber nur meine Vorstellung und ich bin für Anregungen dankbar. (Ev. muss ich Kalk beigeben, aber das sehe ich wenn das Laub da ist).

(Wo siehst du die Gefahr für Zank?)

Gruß

Peter
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