Peter wir reden aneinander vorbei.
Du redest von Bodenfruchtbarkeit, Bewirtschaftungsmöglichkeiten usw.
Ich rede vom absoluten Nährstoffgehaltes pro Gewichtseinheit des Bodens.
Und ich will natürlich nicht behaupten (und habe auch nicht behauptet), dass der Boden keinen Dünger braucht. Ich hatte nur versucht darzulegen (aufgrund des zitierten Links), dass ein Betrieb ab einer relevanten Größe durchaus in der Lage ist, auf zugekauften Dünger zu verzichten, ohne Einbußen beim Ertrag.
Das mag eine Weile lang gut gehen, aber am Ende hast du immer ausgelaugte Flächen.
Ein Beispiel:
Du hast eine Schale (der Boden) mit Murmeln (ganz abstrakt die Nährstoffe) vor dir.
Jedes Mal wenn eine Pflanze auf deinem Boden wächst, nimmst du zwei Murmeln (eine für Stängel/Blätter/Wurzeln und eine für die Körner) aus der Schale und legst sie daneben auf den Tisch.
Jetzt kommt der Tag der Ernte,
du erntest eine Murmel, die kannst du deinem Kind zurück geben (das Erntegut ist verkauft).
Die andere Murmel kommt zu rück in die Schale, das Stroh verblieb ja auf dem Acker.
Wenn du jetzt X Jahre das durchspielst ist deine Schale am Ende leer.
Jetzt kommst du und sagst:
Wir bauen Zwischenfrüchte an.
Gesagt getan,
zwei Murmeln aus der Schale genommen, die Zwischenfrucht ist ja gewachsen und hat Nährstoffe aus dem Boden aufgenommen.
Da du das Grünzeug nicht verwerten kannst, pflügst du es unter:
die zwei Murmeln kommen in die Schale zurück.
Hat sich die Anzahl der Murmeln in der Schale erhöht, ist also der Nährstoffgehalt in deinem Boden gestiegen?
Leider nein, das wär zu schön um wahr zu sein.