Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Beim Irrsinn der Ackerstatus-Erhaltung scheint endlich eine Erleichterung in Sicht:
https://www.topagrar.com/news/Home-top- ... 70998.html
Das wäre das, wofür ich mich seit Jahren einsetze.
Man könnte als Bewirtschafter endlich wieder Acker in Grünland umwandeln und so lange man will als Grünland belassen.
Die Flächen alle 5 Jahre umbrechen und eine Ackerkultur anbauen zu müssen kostet Grünlandbetriebe wie meinen jedes Jahr sehr viel Geld und verhindert, dass sich auf diesen Flächen ökologisch wertvolles Dauergrünland überhaupt erst entwickeln kann. Und alles nur, damit mit Wert dieser Flächen als Ackerflächen erhalten bleibt.
https://www.topagrar.com/news/Home-top- ... 70998.html
Das wäre das, wofür ich mich seit Jahren einsetze.
Man könnte als Bewirtschafter endlich wieder Acker in Grünland umwandeln und so lange man will als Grünland belassen.
Die Flächen alle 5 Jahre umbrechen und eine Ackerkultur anbauen zu müssen kostet Grünlandbetriebe wie meinen jedes Jahr sehr viel Geld und verhindert, dass sich auf diesen Flächen ökologisch wertvolles Dauergrünland überhaupt erst entwickeln kann. Und alles nur, damit mit Wert dieser Flächen als Ackerflächen erhalten bleibt.
- Herbstelfe
- Beiträge: 213
- Registriert: Fr 17. Mär 2017, 11:47
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Passend zum ökologischen Wert von Agrarflächen kam heute eine Pressemitteilung...
Die Zahl der Vögel in Deutschland und Europa ist drastisch zurück gegangen. Potzblitz!
Vor allem (aber nicht nur) sind davon Feldvögel betroffen. Als Gründe hierfür werden Lebensraumverlust und Insektensterben (Pestizideinsatz...) angegeben. Eigentlich nicht sonderlich neu und auch nicht sonderlich überraschend. Aber die Grünen haben dazu tatsächlich mal eine kleine Anfrage gestellt und die Bundesregierung hat "mal ein paar Zahlen zusammengetragen".
Mehr Infos z.B. hier:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 46021.html
Die Zahl der Vögel in Deutschland und Europa ist drastisch zurück gegangen. Potzblitz!
Vor allem (aber nicht nur) sind davon Feldvögel betroffen. Als Gründe hierfür werden Lebensraumverlust und Insektensterben (Pestizideinsatz...) angegeben. Eigentlich nicht sonderlich neu und auch nicht sonderlich überraschend. Aber die Grünen haben dazu tatsächlich mal eine kleine Anfrage gestellt und die Bundesregierung hat "mal ein paar Zahlen zusammengetragen".
Mehr Infos z.B. hier:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 46021.html
Keine Zeit für dumme Späße, ich hab zu tun mit Älterwerden.
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viktualia
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Aha, daher weht der Wind....
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/ ... tenvoegel/
hab ich eben im Städtchen gesehn und mich gewundert....
(Aufruf, eine Stunde lang die Vögel zu zählen, die man sieht und dies dann zu melden.)
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/ ... tenvoegel/
hab ich eben im Städtchen gesehn und mich gewundert....
(Aufruf, eine Stunde lang die Vögel zu zählen, die man sieht und dies dann zu melden.)
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Benutzer 4754 gelöscht
- Herbstelfe
- Beiträge: 213
- Registriert: Fr 17. Mär 2017, 11:47
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Die Stunde der Gartenvögel gibt es aber schon recht lange. Auch die Bemühungen, dass Hobby-Beobachter ihre Sichtungen zentral melden wurde in den letzten Jahren stark forciert und wird mit Ornitho im nicht ganz kleinen Maßstab umgesetzt. Stichwort citizen science 
Keine Zeit für dumme Späße, ich hab zu tun mit Älterwerden.
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Die Aktion des NABU dient hauptsächlich dem Adressensammeln.
Wenn du mitmachst, wirst du danach mit Werbung für Mitgliedschaft oder Spenden zugeschissen.
Der Werbemüll des NABU ist nämlich heiliger Müll. Die dürfen das.
Dass sich in einem arschkalten Winter mit langer Frostperiode weniger Vögel in D aufhalten als in den milden Vorwintern ist auch eine ganz erstaunliche Erkenntnis.
Und Abhilfe ist leicht zu schaffen. Der NABU sollte einfach die Weidetierhalter unterstützen statt sie massiv zu bekämpfen.
Ich konnte die Tage meiner Beobachtungsliste jedenfalls mit Schwanzmeise und Feldschwirl zwei weitere Arten hinzufügen. Bin jetzt bei 77 Vogelarten, die sich zumindest zeitweise auf meinen Flächen herumtreiben.
Und im Winter (28. Dezember 2016) hört sich die Weide so an (Lautstärke etwas aufdrehen):
https://www.aforst.com/Sonstiges/Schaf- ... -12-28.m4a
Mit all den schönen Millionen, die der NABU jedes Jahr für Werbung und Büroarbeitsplätze verprasst, wäre durch Landwirte sehr viel zu erreichen.
Es kann aber jeder tatkräftig mithelfen. z.B. indem er im Garten wieder mit der Kleintierhaltung anfängt. Das war früher eine der Hauptnahrungsquellen für viele Vogelarten, besonders im Winter. Seit die Kleintierhaltung zur Nahrungserzeugung aus den Gärten verschwunden ist, sind die entsprechenden Arten massiv eingebrochen.
Aber die meisten kaufen sich halt lieber ein gutes Gewissen durch Spenden an fragwürdige (zum Selbstzweck verkommene) Organisationen mit einfachen Antworten, statt selbst mal etwas bewusster zu leben und darauf zu achten, wo das her kommt, was man jeden Tag konsumiert, und wie es produziert wird.
Wenn du mitmachst, wirst du danach mit Werbung für Mitgliedschaft oder Spenden zugeschissen.
Der Werbemüll des NABU ist nämlich heiliger Müll. Die dürfen das.
Dass sich in einem arschkalten Winter mit langer Frostperiode weniger Vögel in D aufhalten als in den milden Vorwintern ist auch eine ganz erstaunliche Erkenntnis.
Und Abhilfe ist leicht zu schaffen. Der NABU sollte einfach die Weidetierhalter unterstützen statt sie massiv zu bekämpfen.
Ich konnte die Tage meiner Beobachtungsliste jedenfalls mit Schwanzmeise und Feldschwirl zwei weitere Arten hinzufügen. Bin jetzt bei 77 Vogelarten, die sich zumindest zeitweise auf meinen Flächen herumtreiben.
Und im Winter (28. Dezember 2016) hört sich die Weide so an (Lautstärke etwas aufdrehen):
https://www.aforst.com/Sonstiges/Schaf- ... -12-28.m4a
Mit all den schönen Millionen, die der NABU jedes Jahr für Werbung und Büroarbeitsplätze verprasst, wäre durch Landwirte sehr viel zu erreichen.
Es kann aber jeder tatkräftig mithelfen. z.B. indem er im Garten wieder mit der Kleintierhaltung anfängt. Das war früher eine der Hauptnahrungsquellen für viele Vogelarten, besonders im Winter. Seit die Kleintierhaltung zur Nahrungserzeugung aus den Gärten verschwunden ist, sind die entsprechenden Arten massiv eingebrochen.
Aber die meisten kaufen sich halt lieber ein gutes Gewissen durch Spenden an fragwürdige (zum Selbstzweck verkommene) Organisationen mit einfachen Antworten, statt selbst mal etwas bewusster zu leben und darauf zu achten, wo das her kommt, was man jeden Tag konsumiert, und wie es produziert wird.
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viktualia
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Manfred, wenn ich im/ab November einen Eimer vom Misten (meiner Wutzen) auf ein freies Beet kippe,
(anstatt auf´m Kompost das Grasige nach oben zu sortieren, damit die nicht so rumwühlen, die Viechers..),
dann ist das ne Winterfütterung für weitere Arten Vögel?
Also die lieber Kleinvieh suchen als Körner?
Klar, eigentlich.
Danke für die Idee; gut, das wir drüber geredet haben...
(anstatt auf´m Kompost das Grasige nach oben zu sortieren, damit die nicht so rumwühlen, die Viechers..),
dann ist das ne Winterfütterung für weitere Arten Vögel?
Also die lieber Kleinvieh suchen als Körner?
Klar, eigentlich.
Danke für die Idee; gut, das wir drüber geredet haben...
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Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Leben schafft Nischen für weiteres Leben.
Wollte der NABU wirklich etwas für die Vielfalt tun, würde er dabei helfen, die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe massiv von Bürokratie und Kosten zu entlasten. Leider tut er mit seiner Lobbyarbeit genau das Gegenteil. Er schafft beschleunigten Wandel hin zu immer größeren Strukturen und Reinkulturen. Alleine durch die katastrophale Wolfspolitik verlieren wir derzeit fast täglich Weidebetriebe, die mit ihren Tieren Nischen für tausende Vögel geschaffen haben.
Und die Vögel sind ja nur auffällige Zeigerarten. Die Vor- und Nachgelagerte Vielfalt, die mit verloren geht, ist noch viel größer.
Je mehr unterschiedliche Bewirtschafter und Betriebskonzepte wir hätten, desto mehr Varianten und Nischen würden auf den Flächen entstehen.
Wollte der NABU wirklich etwas für die Vielfalt tun, würde er dabei helfen, die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe massiv von Bürokratie und Kosten zu entlasten. Leider tut er mit seiner Lobbyarbeit genau das Gegenteil. Er schafft beschleunigten Wandel hin zu immer größeren Strukturen und Reinkulturen. Alleine durch die katastrophale Wolfspolitik verlieren wir derzeit fast täglich Weidebetriebe, die mit ihren Tieren Nischen für tausende Vögel geschaffen haben.
Und die Vögel sind ja nur auffällige Zeigerarten. Die Vor- und Nachgelagerte Vielfalt, die mit verloren geht, ist noch viel größer.
Je mehr unterschiedliche Bewirtschafter und Betriebskonzepte wir hätten, desto mehr Varianten und Nischen würden auf den Flächen entstehen.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
nicht wirklich Viktualia.viktualia hat geschrieben:Manfred, wenn ich im/ab November einen Eimer vom Misten (meiner Wutzen) auf ein freies Beet kippe, ...dann ist das ne Winterfütterung für weitere Arten Vögel?
Der frische Mist wird ja im November keine Mieter mehr finden (es sei den deine Schweindel hätten Parasiten
Ein schöner großer ganzjährig vorhandener Kompost oder Misthaufen hingegen bringt da einiges.
Na ja und natürlich Totholz und Steinhaufen so wie stehen lassen von Samenständen diverser Pflanzen und anschaffen von Sträuchern mit brauchbaren Früchten.
Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]
[Einstürzende Neubauten 1996]
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viktualia
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Moooment, Rati, wieso soll "mein" Schweinekot kein Leben enthalten ausser Parasiten, also Krankheitserregern?
Verdauung ist Verdauung und die ist nicht steril.
Symbionten werden da ja wohl noch drin sein, zumindest meiner Fütterung nach haben die eine wunderbar ausgewogene Darmflora.
Aber 100pro!
Klar, im Oktober wächst da mehr als im Januar, vielleich könnt ich dann doch was dicker streuen...?
(Manfred!!! Wie simulier ich ganzheitliche Kompostweidewirtschaft für Vögel?)
Ich hatte dieses Bild vor Augen, von in der Wiese stehenden und in Fladen pickenden Vögeln....
Die anderen Sachen die du beschreibst hab ich natürlich schon.
Verdauung ist Verdauung und die ist nicht steril.
Symbionten werden da ja wohl noch drin sein, zumindest meiner Fütterung nach haben die eine wunderbar ausgewogene Darmflora.
Aber 100pro!
Klar, im Oktober wächst da mehr als im Januar, vielleich könnt ich dann doch was dicker streuen...?
(Manfred!!! Wie simulier ich ganzheitliche Kompostweidewirtschaft für Vögel?)
Ich hatte dieses Bild vor Augen, von in der Wiese stehenden und in Fladen pickenden Vögeln....
Die anderen Sachen die du beschreibst hab ich natürlich schon.
