Re: Nutztiere als "Haustiere"
Verfasst: Do 1. Nov 2012, 18:18
Hi, melde mich auch mal wieder,
hatte eine Freundin, die 2 Ziegen aus Mitleid gekauft hat, die hatten jeweils 1 Lamm, die geschlachtet wurden (vom Vorbesitzer der Ziegen). Dieser riet ihr, die Ziegen noch eine Zeit lang zu melken. Das tat sie. Aus dieser "Zeit lang" wurden mehr als 10 Jahre. Anfangs dachte sie, daß die Ziegen von selber aufhören würden Milch zu produzieren, aber es ging immer weiter. Im Winter weniger als im übrigen Jahr. Die Ziegen sollten eigentlich der Gesellschaft für das Pferd sein. Es klappte auch ganz gut, trotzdem bekam das Pferd dann doch noch eine perdige Gesellschaft. Die Ziegen waren jedoch so anhänglich, daß sie sogar bei kleineren Ausritten mitliefen.
Also die Milch war deshalb anfangs gar nicht erwünscht, aber meine Freundin fand Geschmack daran und belieferte auch eine Nachbarin, deren Sohn eine Kuhmilchallergie hatte. Die Ziegen haben sich immer wohlgefühlt und waren nie krank. Erst in hohem Alter wurden sie trocken und sind inzwischen an Altersschwäche gestorben.
Ihr kriegt Euch in die Haare was nun artgerechter sei, jedes Jahr ein Lamm oder Dauermelken. Ich nehme doch an, daß ihr Eure Tiere kennt. Da merkt man doch, wenn dem Tier etwas fehlt oder nicht. Vielleicht ist das auch von Tier zu Tier unterschiedlich; wie bei meinen Pferden. Das Pony seht sich überhaupt nicht nach Nachwuchs. Wird nie merkbar rossig und bevorzugt keine männlichen Artgenossen. Das Vollblut tut alles um ein Fohlen zu bekommen. Bei fremden Pferden wird sie sofort rossig, egal wie groß oder ob männl. od. weiblich. Bisher wurde sie jedoch immer enttäauscht. Nun hat sie einen Wallach, der sie tatsächlich bespringt und beide sind glücklich. Ich hoffe nur, daß der Fohlenwunsch nun nicht zur Scheinschwangerschaft führt.
Im Übrigen macht sich doch auch keiner Gedanken, ob es artgerecht ist, wenn Hühner Eier legen und diese nicht bebrüten können. Im Gegenteil, es werden dann halt Rassen bevorzugt, die einen niedrigen od. gar keinen Bruttrieb haben. Vielleicht ist das bei Ziegen ja auch rasseabhängig.
Meine Großeltern haben 3 Milchkühe gehalten, die auch jeweils mehr als 1 Jahr (für ein Kalb) Milch gaben. Die 3 Kühe wurden im Wechsel gedeckt, so daß es jedes Jahr nur ein Kalb gab. Das heißt, die Kühe gaben mehr als 2 Jahre Milch ohne neues Kalb. Die Milchleistung wurde jedoch kontinuierlich weniger, aber durch diese Wirtschaft konnte sie dennoch auf einem gewissen Level bleiben, ließ sich aber natürlich nicht mit der üblichen Hochleistungs-Milchkuhhaltung vergleichen. Für meine Großeltern war es aber die beste Haltungsform. Sie hatten ein kleines Nebeneinkommen und genügend für den Eigenbedarf und die Kühe wurden älter als jede mir bisher bekannte Kuh. Sie wurden nach über 10 Jahren geschlachtet bzw. verkauft, weil meine Großeltern sie aus alters- und gesundheitlichen Gründen nicht weiter halten konnten. Kuhkälber wurden verkauft. Stierkälber bis zur Geschlechtsreife gezogen, dann durfte er eine Kuh decken und wurde dann tränenreich an den Metzger verkauft.
Dieser Planet ist halt die Erde und nicht das Paradies und die Erde existiert nur in stetem Wandel von Werden und Vergehen oder von Geburt und gefressen werden oder sonstiger Tod (leider). Das Einzige was uns bleibt ist achtsam mit allen Lebewesen umzugehen. Dazu gehört auch machmal das Töten. Ideal fände ich es, alles leben zu lassen, bis es krank oder altersschwach ist und erst dann zu essen. Aber ehrlich gesagt, nur Suppenhühner oder so zähes Rindfleisch, daß man Schuhe besohlen könnte schmeckt auch nicht. Aber Leute, die aus Vergnügen töten ekeln mich an. Also bleibt die Suche nach dem goldenen Mittelweg und der sieht bei jedem etwas anders aus.
hatte eine Freundin, die 2 Ziegen aus Mitleid gekauft hat, die hatten jeweils 1 Lamm, die geschlachtet wurden (vom Vorbesitzer der Ziegen). Dieser riet ihr, die Ziegen noch eine Zeit lang zu melken. Das tat sie. Aus dieser "Zeit lang" wurden mehr als 10 Jahre. Anfangs dachte sie, daß die Ziegen von selber aufhören würden Milch zu produzieren, aber es ging immer weiter. Im Winter weniger als im übrigen Jahr. Die Ziegen sollten eigentlich der Gesellschaft für das Pferd sein. Es klappte auch ganz gut, trotzdem bekam das Pferd dann doch noch eine perdige Gesellschaft. Die Ziegen waren jedoch so anhänglich, daß sie sogar bei kleineren Ausritten mitliefen.
Also die Milch war deshalb anfangs gar nicht erwünscht, aber meine Freundin fand Geschmack daran und belieferte auch eine Nachbarin, deren Sohn eine Kuhmilchallergie hatte. Die Ziegen haben sich immer wohlgefühlt und waren nie krank. Erst in hohem Alter wurden sie trocken und sind inzwischen an Altersschwäche gestorben.
Ihr kriegt Euch in die Haare was nun artgerechter sei, jedes Jahr ein Lamm oder Dauermelken. Ich nehme doch an, daß ihr Eure Tiere kennt. Da merkt man doch, wenn dem Tier etwas fehlt oder nicht. Vielleicht ist das auch von Tier zu Tier unterschiedlich; wie bei meinen Pferden. Das Pony seht sich überhaupt nicht nach Nachwuchs. Wird nie merkbar rossig und bevorzugt keine männlichen Artgenossen. Das Vollblut tut alles um ein Fohlen zu bekommen. Bei fremden Pferden wird sie sofort rossig, egal wie groß oder ob männl. od. weiblich. Bisher wurde sie jedoch immer enttäauscht. Nun hat sie einen Wallach, der sie tatsächlich bespringt und beide sind glücklich. Ich hoffe nur, daß der Fohlenwunsch nun nicht zur Scheinschwangerschaft führt.
Im Übrigen macht sich doch auch keiner Gedanken, ob es artgerecht ist, wenn Hühner Eier legen und diese nicht bebrüten können. Im Gegenteil, es werden dann halt Rassen bevorzugt, die einen niedrigen od. gar keinen Bruttrieb haben. Vielleicht ist das bei Ziegen ja auch rasseabhängig.
Meine Großeltern haben 3 Milchkühe gehalten, die auch jeweils mehr als 1 Jahr (für ein Kalb) Milch gaben. Die 3 Kühe wurden im Wechsel gedeckt, so daß es jedes Jahr nur ein Kalb gab. Das heißt, die Kühe gaben mehr als 2 Jahre Milch ohne neues Kalb. Die Milchleistung wurde jedoch kontinuierlich weniger, aber durch diese Wirtschaft konnte sie dennoch auf einem gewissen Level bleiben, ließ sich aber natürlich nicht mit der üblichen Hochleistungs-Milchkuhhaltung vergleichen. Für meine Großeltern war es aber die beste Haltungsform. Sie hatten ein kleines Nebeneinkommen und genügend für den Eigenbedarf und die Kühe wurden älter als jede mir bisher bekannte Kuh. Sie wurden nach über 10 Jahren geschlachtet bzw. verkauft, weil meine Großeltern sie aus alters- und gesundheitlichen Gründen nicht weiter halten konnten. Kuhkälber wurden verkauft. Stierkälber bis zur Geschlechtsreife gezogen, dann durfte er eine Kuh decken und wurde dann tränenreich an den Metzger verkauft.
Dieser Planet ist halt die Erde und nicht das Paradies und die Erde existiert nur in stetem Wandel von Werden und Vergehen oder von Geburt und gefressen werden oder sonstiger Tod (leider). Das Einzige was uns bleibt ist achtsam mit allen Lebewesen umzugehen. Dazu gehört auch machmal das Töten. Ideal fände ich es, alles leben zu lassen, bis es krank oder altersschwach ist und erst dann zu essen. Aber ehrlich gesagt, nur Suppenhühner oder so zähes Rindfleisch, daß man Schuhe besohlen könnte schmeckt auch nicht. Aber Leute, die aus Vergnügen töten ekeln mich an. Also bleibt die Suche nach dem goldenen Mittelweg und der sieht bei jedem etwas anders aus.