Elektrofahrrad?

Dyrsian
Förderer 2018
Förderer 2018
Beiträge: 1638
Registriert: Mi 19. Okt 2011, 21:56
Familienstand: in einer Beziehung
Wohnort: Duisburg

Re: Elektrofahrrad?

#81

Beitrag von Dyrsian »

Specki hat geschrieben: Irgendjemand hat hier kürzlich geschrieben, er hat nen 10 km Arbeitsweg und will sich dafür ein Elektrorad holen. Das verstehe ich z.B. nicht. 10 km sind doch super zum fahren mit nem normalen Fahrrad. Dafür braucht man doch kein E-Bike. Den Vorteil darin sehe ich nicht. Ich wär froh, wenn ich nen 10 km Arbeitsweg hätte. Meiner ist leider 45 km. Das ist mir dann zuviel fürs Fahrrad, alleine schon wegen der Zeit. Deswegen muss die DB herhalten…
Gruß
Specki
Könnte ich gewesen sein. Nachdem ich ca. 2000 km mit meinem Trekkingrad (gut, neu) abgespult habe, hab ich mir ein Jahresticket gekauft. Hauptgrund: Ich möchte als Familienvater gerne noch ein paar Jährchen leben. Wir haben hier immer wieder tötliche Fahrradunfälle, hab ich selbst schon gesehen. Selbst mit dem Auto ist mir das teilweise Morgens zu stressig. Im Bus kann ich noch ein bisschen dösen, Musik hören. Allein, wenn man versucht nach 7 Uhr loszufahren, kommt oft kein Bus mehr :ohoh: Der versackt dann im Stau oder was, keine Ahnung.
10 km ist eine Strecke, die man auch ohne Elektro gut fahren kann, allerdings ist es ein Unterschied, ob du alle 500 m an einer Ampel halten musst oder sauber durchziehen kannst. Man muss auch, grade wenn es kalt ist und man dick eingepackt ist, ein Tempo finden bei dem man nicht schwitzt. Ich muss relativ langsam fahren, ansonsten schwitze ich und stinke ab Mittag wie ein Ziegenbock. Das war einer der Gründe weswegen ich ein E-Fahrrad erwägt hatte.
Was mich auch genervt hat, sind die ständigen Reparaturen an dem Fahrrad. Andauernd waren irgendwelche Kleinigkeiten, Schaltung einstellen, Kette fetten, Lenker lose und son Kram. Ich meine mit nem Auto oder Moped machste halte alle paar Monate deine Inspektion und hast ansonsten Ruhe, aber wenn ich alle zwei Wochen da rumbasteln muss, geht mir das echt auf den Keks.
Benutzeravatar
Specki
Förderer 2019
Förderer 2019
Beiträge: 1132
Registriert: Mo 26. Mär 2012, 16:40
Familienstand: verheiratet

Re: Elektrofahrrad?

#82

Beitrag von Specki »

Also natürlich kann ich nur von meiner Meinung und Sichtweise sprechen. Dass andere Leute andere Randbedingugnen und Prioritäten haben ist so und kann zu anderen Ergebnissen führen ;)

Eins verstehe ich aber nicht. Deine Reparaturen... Dann hast du kein anständiges Fahrrad!
Ich habe mir vor 6 Jahren ein Mountainbike gekauft mit dem jährlich im Schnitt ca. 2000 km gefahren werden, an dem ich zwei Anhängerkupplungen habe (Kinderanhänger und Lastenanhänger) und ne Vorrichtung für Kindersitz. Somit wird es zum einkaufen genutzt, zum Kindertransport, für längere Touren alleine (letztes Jahr mal wieder 74 km) und für "Geländefahrten" durch den Wald am Flussufer mit meist 20 bis 30 km um einfach Sport zu machen.
Was bisher dran gemacht wurde:
Einmal nen neuen Kettensatz und neue Kette bekommen.
Zweimal neue Bremsbeläge, einmal Bremsflüssigkeit.
Einmal neuen Satz Reinfmäntel.
Zwei mal Schaltung einstellen.
Drei mal einen neuen Schlauch wegen Platten.
Nach bedarf alle paar Monate etwas Luft in die Reifen.
Das wars so weit.
Im Endefekt ne Jährliche Inspektion machen und gut ist, aber selbst das mach ich nicht mal.

Mein Klapprad, das ich mir letzts Jahr im März gekauft habe für den Arbeitsweg hatte bisher noch nichts, nur nach Bedarf alle 2 Monate etwas Luft anchfüllen.
Die Bremsbeläge kommen jetzt dann neu. Gefahrene km hab ich jetzt in dem Knappen Jahr ca. 1300 drauf.

Sind beides keine total teuren Räder, aber halt auch kein Billigklump. Mountainbike hat damals knapp 1000€ gekostet, das Klapprad 500€.

Hält sich also alles in Grenzen finde ich ;)
Bei nem E-Bike könnte ich mir vorstellen, dass es vielleicht etwas mehr Wartung ist.

Gruß
Specki
Olaf
Beiträge: 12098
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 14:25
Familienstand: glücklich verheiratet
Wohnort: Havelland BRB

Re: Elektrofahrrad?

#83

Beitrag von Olaf »

Bislang nicht. Bei 1000 km hab ichs mal geputzt und geölt und die Bremsen nachgestellt. Luft muss ich auch ab und zu auffüllen, zumal es ja hinen sehr schwer ist.
Und ja, natürlich braucht man für meine albernen Strecken kein E-Rad. Aber, lacht von mir aus, ich bin ganz glücklich, dass ich es zumindest mit dem halbwegs konsequent durchziehe, es ist besser als nichts......und mir fehlt für solche Dinge jeglicher Ehrgeiz.....
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
WernervonCroy
Beiträge: 506
Registriert: Sa 12. Nov 2011, 18:37
Familienstand: ledig
Wohnort: Thundorf

Re: Elektrofahrrad?

#84

Beitrag von WernervonCroy »

Eine Bekannte und eine wenigkeit haben eine Radtour gemacht, sie Elektrobike, ich Rennrad....

Mal abgesehen davon dass ich null ausdauer mehr habe, aber sie ist schön gemütlich jeden Berg hochgezogen und hat netter weise oben auf mich gewartet. Ich bin bei etlichen Bergen abgestiegen und gelaufen. Von daher ist zu empfehlen, allerdings zu bedenken, wenn man radelt um abzunehmen oder Kondi auf zu bauen ist das wenig förderlich mit dem E-Bike zu radeln.

Gruss Franky
Kirschkernchen
Beiträge: 488
Registriert: Di 9. Jun 2015, 17:25
Wohnort: Hügel

Re: Elektrofahrrad?

#85

Beitrag von Kirschkernchen »

Kann leider nicht alles durchlesen...

Braucht man in D. für ein Elektrofahrrad eine Versicherung oder Zulassung und was kostet das etwa?

Braucht man in D. für ein Elektromoped eine Versicherung oder Zulassung und was kostet das etwa?
Olaf
Beiträge: 12098
Registriert: Mi 4. Aug 2010, 14:25
Familienstand: glücklich verheiratet
Wohnort: Havelland BRB

Re: Elektrofahrrad?

#86

Beitrag von Olaf »

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit / Richtigkeit:
Bis 25 km/h nein, drüber im Prinzip fast wie Benzinmoped, sowohl E-Fahrrad (da ist das mit der Helmpflicht etwas anders) als auch E-Moped. Also Moped-versicherungs"kennzeichen".
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
Benutzeravatar
fuxi
Förderer 2019
Förderer 2019
Beiträge: 5486
Registriert: Di 3. Aug 2010, 10:24
Wohnort: Ruhrgebiet, Klimazone 8a
Kontaktdaten:

Re: Elektrofahrrad?

#87

Beitrag von fuxi »

Dagmar hat geschrieben:ich glaube, das das ein gefährlicher Irrtum ist, als Fahrradfahrer in der Mitte der Straße zu fahren.
Und da wirft man Radfahrern immer vor, keine Ahnung von der StVO zu haben :roll:
Dagmar hat geschrieben:Also bitte nicht mittig fahren, wenn ich mir hier in Stuttgart und Umgebung vorstelle, welcher Stau und welche Aggressionen sich hinter dem Fahrradfahrer aufstauen würden (bestimmt auch von mir :rot: ), das kann nur schlimm enden.
Bitte macht euch schlau, wo man als Radfahrer fahren sollte bzw. darf. Bei Straßen ohne rechtsseitige Hindernisse, sollte der Abstand (gemessen immer von Außenkante des Fahrrads/Radfahrenden) zum Bordstein mindestens 70 cm betragen, da wo Autos am Rand parken, ist es stellenweise lebensgefährlich, näher als 1 Meter an diesen entlang zu fahren. Nach Gesetzesurteilen sind 1,5 Meter empfehlenswert! Damit bin ich bereits voll mittig auf der Fahrspur (und kann in vielen Fällen den aufgepinselten Radstreifen nicht nutzen, da er direkt in dieser "Dooring Zone" (Türzone) liegt.
Überholanstand (und auch für entgegenkommende Autos!) ist ebefalls 1,5 Meter minimum. Damit ist StVO-konformes Überholen in den meisten Fällen ausschließlich dann möglich, wenn der Autofahre komplett auf die Gegenfahrbahn wechselt.
Weitere Hinweise unter "Wo radfahren" vom ADFC
strega hat geschrieben:Ich würde es gegebenenfalls noch pimpen, verlängern und irgendeinen markanten Schlusspunkt setzen.... eventuell ein Schilfrohr zur Verlängerung quer aufn Gepäckträger spannen und was Flatterndes an dessen Ende pinnen? Oder nen Schädel eines Tieres ans Ende des Schilfrohrs.... für die Halloween-Begeisterten und sonst auch irgendwie unerschrocken Schamlosen.... da gibts ne Menge Möglichkeiten :grr:
Gibt Leute, die sich so eine Schwimmnudel aus Schaumstoff dranschnallen.

Da Autofahrer aber erfahrungsgemäß äußerst schlecht schätzen können, habe ich eine kleine Schätzhilfe, die das Problem zwar noch nicht komplett löst, aber das Fahren doch um einiges entspannter macht. Übrigens, wer so überholt, dass er das Fähnchen gerade eben verfehlt, hat einen kompletten Meter zu wenig Abstand zu meinem linken Vorderrad gehalten!
Abstandsassistent.
Abstandsassistent.
DSCN5004_web.jpg (106.17 KiB) 2885 mal betrachtet
Und was die Aggressionen von Autofahrern angeht, so ist es doch äußerst pikant, den schwächeren Verkehrsteilnehmern die Verantwortung zuzuschieben, die armen, überforderten, Autofahrer mit ihrer bedauernswert geringen Frustrationstoleranz bloß nicht zu provozieren. :kaffee:

Nachdem mir vorgestern ein SUV-Fahrer die fahrtrichtungsanzeigende Hand angefahren hat und einfach weitergebrettert ist und auch die Polizei mir resigniert mitgeteilt hat, dass es ohne körperlichen oder finanziellen Schaden lediglich eine Ordnungswidrigkeit wegen mangelndem Sicherheitsabstand wäre, selbst wenn man den Fahrer dingfest machen könnte, rüste ich jetzt mit fingerlosen Nietenhandschuhen auf. Beim nächsten Mal wird es finanziellen Schaden geben. Und zwar nicht bei mir.
We have normality. Anything you still can’t cope with is therefore your own problem.
ronja
Förderer 2019
Förderer 2019
Beiträge: 223
Registriert: Mo 10. Jan 2011, 12:08

Re: Elektrofahrrad?

#88

Beitrag von ronja »

Danke für die Info. Ich dachte immer als Fahrradfahrer muss man möglichst weit rechts fahren. Aber dem ist ja gar nicht so.

In den letzten drei Jahren bin ich zweimal gegen eine sich öffnende Autotür gefahren und zweimal ist jemand gegen meine fahrtrichtungsanzeigende Hand gefahren. Ich werde mein Fahrverhalten jetzt anpassen.

@fuxi: Du hast wahrscheinlich gerade ein Leben gerettet :daumen:
Benutzeravatar
emil17
Beiträge: 10492
Registriert: Di 21. Sep 2010, 08:07
Wohnort: In der Schweiz da, wo die Berge am höchsten sind

Re: Elektrofahrrad?

#89

Beitrag von emil17 »

Egal wie recht du juristisch gesehen hast, die Physik ist nicht auf deiner Seite.
Man kann bei solchen Duellen nichts gewinnen.
Du kannst ähnliche Erfahrungen machen, wenn du dich im Stadtverkehr mit einem Fiat Panda oder einem Citroen 2CV (Ente) inmitten eines Rudels von grossen dicken SUVs tummelst.
Letztlich wäre ich in meinem Auto fast in den Graben gefahren worden von einem überbreiten LKW mit Tieflader und Planierraupe drauf, weil der gerade so sehr mit seinem Mobiltelefon beschäftigt war, dass er nicht mehr auf den Verkehr achten wollte.
Eine ebenfalls gefährliche Situation: Wenn randseitig eine Baustelle oder Absperrung ist (kaputter Schatdeckel oder ähnlich) und Gegenverkehr herrscht, muss derjenige anhalten, auf dessen Seite das Hindernis ist. Wenn derjenige ein dicker Geländewagen ist und du ein Fahrrad bist, hast du allerdings oft schlechte Karten.
Dritte Situation: Du wirst mit dem Fahrrad auf schmaler Strasse von Auto mit Anhänger an eher unübersichtlicher Stelle überholt und es kommt einer entgegen. Der Überholende zieht nach rechts und du bist irgendwo zwischen Böschung und Anhänger.

Für all diese Delikte aus Mangel an Rücksicht gegenüber dem leichteren und langsameren Verkehrsteilnehmer gäbe es das Strafrechtsdelikt der eventualvorsätzlichen Tötung ...
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Benutzeravatar
fuxi
Förderer 2019
Förderer 2019
Beiträge: 5486
Registriert: Di 3. Aug 2010, 10:24
Wohnort: Ruhrgebiet, Klimazone 8a
Kontaktdaten:

Re: Elektrofahrrad?

#90

Beitrag von fuxi »

ronja hat geschrieben:Danke für die Info. Ich dachte immer als Fahrradfahrer muss man möglichst weit rechts fahren. Aber dem ist ja gar nicht so.
"Möglichst weit rechts" unter Berücksichtigung der eigenen Sicherheit. Wissen aber leider viele nicht und es gibt immer den einen oder anderen Autofahrer, der einen "erziehen" will. Da hilft das Fähnchen meisten. Könnte ja Lackkratzer geben :roll:
emil17 hat geschrieben:Wenn randseitig eine Baustelle oder Absperrung ist (kaputter Schatdeckel oder ähnlich) und Gegenverkehr herrscht, muss derjenige anhalten, auf dessen Seite das Hindernis ist. Wenn derjenige ein dicker Geländewagen ist und du ein Fahrrad bist, hast du allerdings oft schlechte Karten.
Seit ich das Seitenfähnchen habe, funktioniert das besser. Aber auch nur, wenn ich demonstrativ die Fahrspur dicht mache (mittig fahre).
emil17 hat geschrieben:Dritte Situation: Du wirst mit dem Fahrrad auf schmaler Strasse von Auto mit Anhänger an eher unübersichtlicher Stelle überholt und es kommt einer entgegen. Der Überholende zieht nach rechts und du bist irgendwo zwischen Böschung und Anhänger.
Ja, kenn ich. Was da hilft: weiter mittig fahren! ...und LAUT sein. Deshalb rüste ich jetzt die druckluftbetriebene Airzound nach. Natürlich nur als "Ladung", denn am Fahrrad wäre es ja nicht StVO-konform *hust*
We have normality. Anything you still can’t cope with is therefore your own problem.
Antworten

Zurück zu „Geräte und Werkzeuge“