Neues Anbaujahr, das alte Problem.
Auch wenn man noch so sorgfältig die Queckenwurzeln rausgepuhlt und abgeharkt hat - spätestens nach den ersten
wirklich warmen Tagen plus Regen findet man vor lauter Quecke das Beet nicht mehr. Das ist frustrierend. Und logischerweise schaffen es nicht allzu viele Samen aufzulaufen bei der Konkurrenz.
1. Mein Mann hat eine neue Anbaufläche für Kartoffeln urbar gemacht und gemäß Empfehlung im Abstand von einigen Tagen immer wieder durchgefräst, zwischendurch die Wurzeln auf der Erde antrocknen lassen und dann abrechen. Pro Rechenvorgang ernten wir bestimmt 4 Schubkarren voll Wurzeln. Wieviele insgesamt aus diesem Beet zusammenkamen ist unbestimmt, Biomasse ohne Ende und dabei ist das neue Beet eher klein, 50qm oder so. Nach einigen Tagen ist wieder alles grün. Und wir sind wirklich sorgfältige Arbeiter.
2. Eine andere Fläche von 50qm haben wir mit Erde abgedeckt, darauf etwa 20 cm gehäckseltes Stroh, darauf Kartoffeln und darauf wieder 10 cm Erde. Mal sehen was das wird. An der Stelle ist Quecke allerdings nicht sooo sehr das Problem, da wächst anderes.
3. Ein einzelnes Beet von etwa 6qm habe ich 'archäologisch' bearbeitet. Das heisst, etwa 30cm tief alle Erde samt Queckenwurzeln mit der Grabegabel rausgehoben und manuell selektiert. Zumindest solange, bis ich ein Sieb bekommen habe.
Ich habe irgendwann nicht mehr mitgezählt, wieviele Tage wir alleine an diesen 6qm gearbeitet haben, aber es waren viele.
Für den gesamten Nutzgarten kann man sowas nur nach und nach durchziehen (während von aussen wieder die Wurzeln reinwachsen ...) oder mit so einigen Helfern.

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Unser Problem ist nicht, dass hier und da Quecken in den Beeten auftauchen, sondern dass die Beete flächendeckend voller Quecken sind, wenn man nicht entweder ständig oder von Grund auf säubert.
So, wenn die Beete eingesät sind, mag ich nicht mehr groß zupfen weil ich damit die Saat wieder rausreisse. Mulchen funktioniert zu dem Zeitpunkt auch noch nicht weil der Boden sich ja noch erwärmen soll und die frisch aufgegangenen Pflanzen auch mal die Sonne sehen sollen erstmal.
Wir werden noch irre.

Eine Anbaupause mit kompletter Abdeckung kommt auch nicht in Frage weil wir keinen Bedarf haben, solange gekauftes Gemüse zu essen.
Schweine oder Hühner könnten wir erst im Herbst auf die Flächen tun und überlegen diesen Punkt ernsthaft.
Ich beneide jeden, der alteingesessene Beetflächen nutzen kann oder seinen Gemüsegarten auf stinknormalem RASEN anlegen konnte. Die Variante mit-Quecken-eingesäte-Koppel-urbar-machen ist eine echte Strafe meiner Meinung nach und ich wundere mich, dass hier nicht ständig Leute abk***en deswegen.
Danke für's Zuhören.
