Mal an der Körperpflege-Abteiliung eines mittleren Supermarktes vorbeigehen und staunen, was sich die Leute freiwillig ins Gesicht und sonstwohin schmieren! Was da steht wird auch verkauft.
Tscharlie hat geschrieben:Ich persönlich rieche echte menschliche "Ausdünstungen" lieber als die parfümierten Meschen
Allerdings muss man sagen, dass Körperhygiene nicht nur eine Frage des persönlichen Wohlbefindens ist, sondern durchaus eine soziale Komponente hat. Wer schon mal das Vergnügen hatte, im öV neben so jemandem zu sitzen der/die es damit nicht so eng sieht (zuwenig oder zuviel), der weiss, was ich meine. Wobei ich Haarseife gegenüber Roggenmehl durchaus als Fortschritt empfinde.
àhnlich ist es mit manchen Frauen, die mit ihrem Gesicht in bester Absicht, aber missglückter Praxis Dinge machen, für die eine Autolackiererei Schadenersatz zahlen müsste ...
Grauwasser ist ein anderes Thema, da werden z.B. hier schon von einigen Gemeinden Regenwassersammealanlagen gefördert. Und es gibt Leute, die trotz Wasserknappheit und Reglemente der Gemeinde zur Wasserverwendung in knappen Zeiten vor Gericht gehen, weil es sich bei der Einschränkung der zulässigen Wasserverwendung um eine Teilenteignung ihrer Grundstücke handle, da die Gemeinde eine Wasserversorgungspflicht habe. Hier kann man wohl mit Vernunftappellen nicht mehr viel ausrichten.
woidler hat geschrieben: Mi 24. Aug 2022, 23:03
aber damit lässt sich kein Putin sanktionieren.
Ich muss gestehen, dass es auch für mich ein Schock war, dass sich Staaten nach den beiden Weltkriegen weiterhin nicht an Vertragswerke halten, Pseudo-Aggressionsgründe konstruieren und einfach Nachbarn überfallen. Das und nicht bloss die Knappheit, die sich daraus ergibt ist eins der grossen Probleme. Ob hier bloss die Diplomatie versagt hat? In Europa hat man auf die harte Tour gelernt, dass Staaten Nachbarn sind, gemeinsame Interessen haben und Zusammenarbeit für alle das beste Rezept ist - weshalb ich auch viel Respekt vor der zurückhaltenden deutschen Aussenpolitik habe. Hier gilt es, politischem Druck der Rechtspopulisten standzuhalten, die wegen der Krise wieder mehr Eigenstaaterei wollen (Die Schweizer Rechten: Wieso sollen wir mehr für den eigenen Strom bezahlen, bloss weil die Deutschen ihre Energieversorgung nicht im Griff haben? Keine Stromexporte mehr! Nächster Schritt wäre, das Klimaproblem ist, weil die Autos der Ausländer die hier wohnen so viel CO2 produzieren. Auch das würden die dümmsten 30% der Stimmbürger vermutlich glauben.)
Ich hoffe, dass dieser unsägliche Ukrainekrieg wenigstens die nachhaltige Energieverwendung rascher weiter bringt als alle Versuche der Regierung, das auf dem üblichen Weg (Förderung, Information, Vorschriften) zu bewirken.
Was den wirklichen Umgang mit Energie und Wasser angeht, so sehe ich kurzfristig schwarz, denn viel hängt von allgemeinen Strukturen ab, die man nicht rasch ändern kann: lange Pendlerwege, Häuser die baulich nach wie vor nicht darauf eingerichtet sind, mit weniger Energieverbrauch angemessenen Wohnkomfort zu bieten, extrem arbeitsteilige Wirtschaft die entsprechend viele eigentlich vermeidbare Transporte verursacht, Werbung, welche die Ziele einer nachhaltigen Wirtschaft direkt unterläuft und so weiter.
Das einzige was man hier merkt, ist dass praktisch alle Neubauten inzwischen eine PV-Anlage auf dem Dach haben. Vor wenigen Jahren wurde man noch oft darauf angesprochen, wenn man das als Privater hatte.