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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 5. Mär 2017, 11:16
von mot437
eh ich hate schon erlebt das auf dem stiel des neuen spalthamers n ablaufdatum eingestanzz^t war
das is die heutige zeit ....

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 5. Mär 2017, 11:45
von viktualia
Bei der "Zielgruppe" ging es doch um die Antwort auf die Frage, was man/frau davon denkt.
Und ich denke, liebe Rohana, dass das nicht besser ist:
weil ich genauso wenig weis, ob es tatsächlich Bio ist,
kein Vorteil energiemässig zu sehen ist,
mir das Lasern suspekt ist:
da die Verletzung der Schale für mich keinen Bezug zum Grundgedanken des Biologischen Anbaus hat,
und ein Bezug zum "Zeitgeist" (Post-Fakten-Hautverletzung) schlicht zuwenig ist, um mich von einer "innewohnenden Qualität" zu überzeugen.
Jetzt klarer?
Man löst meiner Ansicht nach Probleme nicht, indem man eine nicht funktionierende Lösung aufpeppt.
Es geht um Vertrauen: ist Bio drin, wenn Bio draufsteht.
(Einbrennen statt draufschreiben ist bissl wie Schreien statt argumentieren.)
Nachvollziehbarkeit der Herkunftswege ist dadurch nicht gegeben,
Lasergeräte-Hersteller profitieren, der Bauer um die Ecke nicht.
Wo soll denn da bitte der Vorteil sein?
(Danke, Tom. Wenigstens einer, der mich versteht...)
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 5. Mär 2017, 11:56
von Benutzer 2354 gelöscht
solange der Produzent und Konsument sich nicht kennen bedarf es halt solcher Krücken um zu wissen das es Bio ist. Das es da wie überall Braune Schafe gibt ist leider so. gibt es aber auch beim Nachbarn um die Ecke hier hat einer 5 Hühner und verkauft vor Ostern über 2000 Eier natürlich alles eigene

. Wer sich so bescheisen lässt der will vielleicht auch nicht sehen was offensichtlich ist.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 5. Mär 2017, 12:11
von Benutzer 4754 gelöscht
Warum vertraust du einem auf Pappe/Plastik gedrucktem Label mehr, als einem in die Schale gebranntem?
Ein Farbdrucker hat (fast) jeder zuhause, so eine Laseranlage nicht.
Ja, Plastikfolie drumtun kostet auch Energie, deshalb hatte ich gedacht, eine bessere Alternative sollte mit weniger Energie auskommen.
Und danach hab ich gesucht, bei der Idee und nix gefunden.
Kunststofffolie zu produzieren, zu transportieren, sie um das Produkt zu packen und danach auch wieder zu entsorgen braucht sicher mehr Energie als für wenige Hundertstelsekunden da ein Lichtstrahl auf die Schale zu lenken.
da die Verletzung der Schale für mich keinen Bezug zum Grundgedanken des Biologischen Anbaus
Aber Plaste ist "mehr bio" als Licht?
schlicht zuwenig ist, um mich von einer "innewohnenden Qualität" zu überzeugen.
Jetzt klarer?
ne
Nachvollziehbarkeit der Herkunftswege ist dadurch nicht gegeben,
Ist durch den Aufdruck auf der Pappe/Plaste "Bio nach EG-Ökoverordung" auch nicht gegeben.
Lasergeräte-Hersteller profitieren, der Bauer um die Ecke nicht.
Wenn du deine Lebensmittel im Supermarkt kaufst, profitiert er auch mit einer Plastikverpackung nicht.
Ich denke das die Lasergeschichte im Endeffekt günstiger ist,
umsonst macht Rewe sicher nix.
viktualia hat geschrieben:da ist dann kein Fitzelchen Plastik mehr da, das in die Tonne müsste

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 5. Mär 2017, 13:36
von viktualia
Das wüsst ich jetzt gern genauer:
kann ich euren Aussagen also entnehmen, dass ihr, Manfred, Rohana, Ihno und Oelkanne,
lieber ein gelasertes Logo möchtet,
von dem ihr wisst, das ihr euch genauso wenig drauf verlasen könnt,
dass aber (möglicherweise) ein klein wenig weniger Energie verbraucht,
und ihr ähm, Licht "sympatischer" findet als Erdöl?
Tut mir leid, mir geht es nicht so.
Ich sag nicht, es sei viel schlechter, ich sag, es löst das Problem nicht.
(o.k., ich find es schlechter, weil es Augenwischerei ist, für mein empfinden;
sagen wollt ich, dass es keinen Unterschied macht, nur neue Maschinen braucht.)
Also, ihr findet das gut?
Warum denn?
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 5. Mär 2017, 13:54
von Benutzer 2354 gelöscht
Genau lösen kannst das " Problem " für dich nur du .
Ich wüsste auch wie, nämlich in dem du dir selber einen Apfelbaum pflanzt dann kannst du dir sicher sein was mit dem Apfel vorher gewessen ist.
Ob jetzt lieber geläsert oder in Plastik verpackt ist mir wurscht da ich eh nicht im Bio Supermarkt einkaufe.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 5. Mär 2017, 14:01
von Benutzer 4754 gelöscht
Also, ihr findet das gut?
Warum denn?
-keine unnötige Extraverpackung d.h.
· geringeres Produktionsvolumen für Kunststofffolien
· weniger Transport
· kein unnötiger Abfall (den ich die Treppe runtertragen muss und der dann Entsorgt werden muss)
- vermutlich kostengünstiger als die Plastefolie
- es auch nicht "sicherer" ist als die gedruckten Label, eher sogar sicherer.
Lösung zur Umgehung der ganzen Labelgeschichte der du ja offensichtlich misstraust:
- selber machen
- in Hofläden ausschließlich eigenproduziertes kaufen
oder
- normale Ware kaufen
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 5. Mär 2017, 16:22
von Tika
Oelkanne hat geschrieben:Lösung zur Umgehung der ganzen Labelgeschichte der du ja offensichtlich misstraust:
- selber machen
- in Hofläden ausschließlich eigenproduziertes kaufen
oder
- normale Ware kaufen
Ohne jetzt darüber diskutieren zu wollen warum, ich misstraue der Labelgeschichte auch. Und wende genau die o.g. Lösungen an, je nach Produkt bzw. Verfügbarkeit.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 5. Mär 2017, 19:41
von Pastinake
Hm, die Frage wäre jetzt, was billiger kommt: Verpackung mit Plastik oder Branding? Und wer verdient mehr an seiner Ware: Der Biobauer oder der konventionell Wirtschaftende? Ich muß gestehen, daß ich keine Ahnung habe, welchen Weg z.B. die Biokartoffeln nehmen, bis sie im Supermarkt abgepackt sind. Welche Maschinen gibt es da? Welche Arbeiten werden von Wem per Hand gemacht usw.? Wenn jede Kartoffel einzeln gekennzeichnet werden muß, ist das sicherlich ein höherer Aufwand als jetzt.
Wenn mir hier Jemand ein nettes Filmchen oder eine weitere Info dazu geben könnte... muß ich nicht dumm sterben

.
Wenn in Supermärkten Beides angeboten wird: Bio und konventionell ist ja meistens die Bioware abgepackt und die Konventionelle lose.
Insofern könnte da kein Kunde mehr mogeln. Ich hab schon beobachtet, daß Leute Bio-Eier umpacken und nur die billigen Eier bezahlen.
Noch krasser finde ich die Leute, die sich bei Erdbeeren, die ohne Rundumverpackung verkauft werden, die Schönsten rauspicken und sich so eine "Premiumschale" zusammenstellen. Das habe ich wirklich schon oft gesehen und finde es jedes Mal wieder dreist und unverschämt!
Möglicherweise ist beim Branding dann sogar weniger Betrug möglich als beim Zusammenpacken? Ob das dann tatsächlich bio ist? Betrüger gibt es ja jetzt auch schon massenweise. So wie schon geschrieben: Das kann man nur beurteilen, wenn man es selbst angebaut hat oder den Anbauer kennt.
Dem Bio-Logo muß man ja jetzt auch schon trauen - oder eben nicht.
Leider hat ja nicht Jeder die Möglichkeit neben einem Biohof zu wohnen. Zum nächsten Demeter-Hof mit Laden muß ich 15 km fahren. Deswegen bin ich froh, wenn es im "normalen" Supermarkt auch ein paar Sachen in Bio-Qualität gibt. Und wenn da keine Verpackung mehr drumrum ist, wäre das ja durchaus positiv! Sofern die Bioware durch den Laser keinen Schaden in der Qualität oder von der Haltbarkeit her hat, würde ich das wohl bevorzugen.
Aber das ist eben die Frage ...

Muß mal nen Medizintechniker fragen, wie Laser auf Obst und Gemüse wirken könnte?
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: So 5. Mär 2017, 20:21
von Rohana
Wer verdient mehr? Weder der Bio noch der Konvi, sondern der LEH...
Wenn "Bio" der goldene Weg wär um reich zu werden, würd's jeder machen. Ist (leider) nicht so - das was an mehr Geld rauskommt, wurde vorher auch ziemlich sicher an Zeit/Arbeit/Geld reingesteckt. Natürlich ist von Bauer zu Bauer unterschiedlich wie gut sie wirtschaften (können!), allein schon durch die Umgebung. Ob ein Label auf dem Endprodukt steht, sagt nicht viel über den Gewinn des Bauern aus - allerdings bekommen Bios mehr Geld aus Subventionstöpfen.
Zur Labelgeschichte: Ich "vertraue" höchstens Verbands-Bio aus D. Ausländisches Bio? ... zum einen gelten da andere Regeln und Produktionsbedingungen, zum anderen ist die Wahrscheinlichkeit (mMn) wesentlich höher, dass da was geschwindelt wurde. Bleibt also Laser oder Plastik - und da find ich Laser durchaus sympathisch. Fälschungssicherer auch, eine Schale kann man schlechterdings "umetikettieren", oder?