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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: Fr 2. Dez 2016, 13:46
von Rati
emil17 hat geschrieben:
Rati hat geschrieben:bleiben für mich nur zwei Fragen
1. Zu welcher Gruppe gehören den die, welche die Obrigkeit sind?
zur zweiten, die Kader oft zur Dritten)..
i.O. :hmm: also fängt die Obrigkeit bei dir schon mit dem kleinen Beamten an und dann gibt es da noch einen Kader obendrauf.
Wie ein fauler allerdings an die Spize kommt und was als Drek (den sie andere machen lassen) def. werden kann wäre schon interessant zu erfahren.... aber hey, ich mag ganz viele Sachen von dir, außerdem ist jetzt Wochenende also formuliere ich keine neue Frage.
:grinblum:
emil17 hat geschrieben:
Rati hat geschrieben:2. gilt dieser Gruppenstempel lebenslang (das Volk)?
statistisch gesehen überwiegend ja...
ach Statistik ;) statistisch gesehen sind Statistiken ein ziemlich ungenaues Abbild der Realität, weil statisch. :)

Grüße Rati

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: Fr 2. Dez 2016, 21:08
von emil17
Rati hat geschrieben: Wie ein fauler allerdings an die Spitze kommt und was als Dreck (den sie andere machen lassen) def. werden kann wäre schon interessant zu erfahren.
wie ein fauler an die Spitze kommt? Durch Klugheit, wie denn sonst ...
Die Tatsache, dass du so fragst, zeigt schon, dass du nie dazugehören wirst. Manches muss einem gegeben sein. es braucht nicht nur Klugheit, sondern auch einen bestimmten Typ Charakter.
Rati hat geschrieben:außerdem ist jetzt Wochenende also formuliere ich keine neue Frage.
Kein Problem. die Fragen hier im Forum sind geduldig.
Rati hat geschrieben: statistisch gesehen sind Statistiken ein ziemlich ungenaues Abbild der Realität
Sie erklären ja nicht die Realität, sie beschreiben sie nur. Als Werkzeug ganz brauchbar. Die Statistik besagt z.B. nur, dass von 100 Personen aus der Unterschicht 80 - 90 da unten bleiben. Warum das so ist, ist eine ganz andere Frage, und ob Mitleid angebracht ist mit denen die es nicht schaffen, ist nochmals eine andere, denn ob und wie sie es versucht haben weiss man ja noch nicht.

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: Sa 3. Dez 2016, 14:26
von viktualia
@Emil, du bist zwar meist genial, aber manchmal auch bissl eklig.
Als ob die Bandbreite von Klugheit mit "Faulheit denkt scharf" abgedeckt sei; als ob "Obrigkeitstreu" nicht auch noch Spielraum von Loyalität bis Kadavergehorsam hätte; und arbeitsam ist auch mal hohl, mal engagiert.
Schere, Stein, Papier, mehr is das nicht.

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: Sa 3. Dez 2016, 18:10
von emil17
viktualia hat geschrieben:@Emil, du bist zwar meist genial, aber manchmal auch bissl eklig.
Als ob die Bandbreite von Klugheit mit "Faulheit denkt scharf" abgedeckt sei; als ob "Obrigkeitstreu" nicht auch noch Spielraum von Loyalität bis Kadavergehorsam hätte; und arbeitsam ist auch mal hohl, mal engagiert.
Schere, Stein, Papier, mehr is das nicht.
Wenn du hier nicht recht hättest, wäre die Welt langweilig.
Selten genial, oft eklig trifft es vermutlich besser :holy:
Schere Stein Papier funktioniert im Haushalt mit Kindern ganz gut. Wer macht den Abwasch? Keiner will, Stein Schere Papier, der Gewinner ist erst morgen dran, und schon haben die lieben Kinder vergessen, dass eigentlich keiner wollte. Das funktioniert in der Gesellschaft auch erstaunlich oft.

Es ging ja eigentlich nur um die Frage, wie man für den Notfall vorsorgen soll und dann darum, dass es einem in der Not auch bleibt.
Dann gings darum, wieso ein Teil der Notvorsorge von Geld unabhängig sein sollte, und von da warum Geld als Wertaufbewahrungsmittel so seine Tücken hat.
Dann kam man auf die Probleme von Gesellschaften, die zu gross sind, als dass sich alle persönlich kennen. Hier taugt mein Schema als ganz grobe Klassifikation für Verhaltensmotive.
Was nicht heisst, dass andere Schemen falsch sind, von individuellen Unterschieden und weiteren Charaktereigenschaften gar nicht zu reden.
Was du auch noch nicht erwähnt hast: In gewissen Bereichen bin ich obrigkeitsgläubig und vertraue auf die Behörden, in anderen nicht, und in noch anderen habe ich keine Lust, mich zu engagieren. Das dürften viele so halten. Schon wird es komplizierter.

Letztlich geht es um das alte Problem, dass bei zu grossen Gruppen Egoismus belohnt wird, weil man den Vorteil sofort und persönlich und ungeteilt hat, während der Nachteil auf die ganze Gemeinschaft (meist eine Zwangsgemeinschaft) übewälzt wird und oft unmerklich klein ist.
Es ist die Logik der Warenhausdiebe: 5% des Preises ist Aufschlag wegen Verlusten durch Klauen, Veruntreuung usw., Also ist man blöd, wenn man nicht klaut - solange man nicht erwischt wird, denn andere klauen auch und das Warenhaus hält sich sowieso an allen schadlos.
Ich hab an mich den Anspruch, auch in Notzeiten moralisch akzeptabel leben und handeln zu können, deshalb sorge ich vor. Überleben um des Überlebens willen - ein Bunker voll Fressalien und eine Knarre um ihn zu verteidigen - ist keine Perspektive, denn es stellt sich die Sinnfrage.

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: Sa 3. Dez 2016, 19:40
von viktualia
@Emil, seh ich das richtig, einmal spielen - zweimal spülen geregelt?
der Gewinner ist erst morgen dran
auch ne Art, sich zu rüsten.

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: Sa 3. Dez 2016, 22:41
von emil17
na ja, geeregelt ... wenn man nicht hintendran steht, passt die Überschwemmung, aber das Zeug ist weder sauber noch verräumt.
Ist halt eben so.

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: Sa 7. Jan 2017, 18:49
von Buchkammer
Bei Bedarf jede Menge TV-Dokumentationen zum Thema Blackout - aus der Schweiz:

http://www.srf.ch/play/tv/suche?query=Blackout

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: Di 21. Feb 2017, 16:20
von Buchkammer
Gestern lief eine Doku im WDR. Der Titel: Wie überlebe ich im Ernstfall?
Sie ist noch bis zum 20.02.2018 in der Mediathek verfügbar.
Wie gut sind wir auf Katastrophen vorbereitet? Der Chemieunfall in Oberhausen hat vor Augen geführt, wie schnell es zu einer bedrohlichen Situation vor der eigenen Haustür kommen kann. In Zeiten von Hackerangriffen, Terrorbedrohungen und einer zunehmenden Abhängigkeit von Technik gibt es das Bedürfnis mehr für die eigene Sicherheit zu tun. Was machen die Menschen in NRW?
Quelle: http://www1.wdr.de/mediathek/video/send ... l-100.html

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: Di 21. Feb 2017, 18:21
von emil17
Aufschlussreich wie die jungen Ferkel aufwachsen müssen, gleich am Anfang des Films.
Der Bauer sagt dort, sie hätten nach dem Stromausfall im Winter 2005 viele Ferkelverluste gehabt, weil sich die Jungtiere im kalten Stall an die Mutter gedrängt hätten und manche dann von dieser erdrückt worden seien. Zitat "Die Natur lässt sich nicht aufhalten" :eek:
Ich vermute mal, bei besseren Haltungsbedingungen (mehr Strukturen im Abferkelstall) passiert sowas nicht - aber dann wird die Wurst im Supermarkt etwas teurer ...

Sonst muss man das ganze etwas differenziert sehen. Gegen Naturkatastrophen hilft nur Vorbereitung, und diese ist auch machbar. Gegen hausgemachte Katastrophen wie Chemieunfälle oder geplatzte Atomkraftwerke halte ich Vorbereitung wie Vorräte horten für ziemlich sinnlos, hier wäre politischer Druck die bessere Strategie. Die Verantwortung der Industrie kann doch nicht darin bestehen, dass jeder Bürger Gasmasken und Dosenfutter horten muss.

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: Mi 22. Feb 2017, 13:20
von Buchkammer
Hm, hat mir eigentlich auch nicht so richtig gefallen die Doku. Ich sah sie mir erst nach der Verlinkung hier an. Mal abgesehen von der Ferkelei, die eben größtenteils leider nur noch in solchen Buchten verläuft ... einen Teekerzenofen für 129 Euro? Da ist wohl etwas aus dem Ruder gelaufen.

Auch der Hausfrauen-Tratsch war eher belustigend: Da pack ich meinen Kindern doch eine Maske mit in die Schultasche. :roll: Und die ganzen Schutzanzüge. :ohoh: Wer sich in den 14 Tagen nach einem atomaren Unfall in der Nähe oder ungünstigen Windrichtungen auf die Straße wagt ist selbst dran Schuld - da hilft auch kein 08/15 Schutzanzug.

Gut finde ich allerdings, das die Menschen mit solchen Sendungen für das Thema Vorsorgen sensibilisiert werden. In den letzten Jahren wurden die sogenannten Prepper eher belächelt oder verspottet.