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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Verfasst: Mi 30. Nov 2016, 19:24
von Buchkammer
Krisen-Vorbereitung: Regierung will im Notfall Bauernhöfe beschlagnahmen
Demnach können Bauernhöfe oder andere Lebensmittelbetriebe beschlagnahmt werden, um die Ernährung der Bevölkerung sicherzustellen. Die Notfallpläne sollen greifen, wenn ein Großteil der Deutschen sich nicht mehr über den freien Markt mit Lebensmitteln eindecken können. Als Beispiele für Katastrophen gelten kriegerische Auseinandersetzungen, ein großflächiger Stromausfall, eine Pandemie oder ein Anschlag mit großflächiger Freisetzung radioaktiver Strahlung.
Quelle:
https://deutsche-wirtschafts-nachrichte ... astrophen/
Ob als zu beschlagnahmtes Gut nur die lebenden Viecher und das was auf dem Feld wächst, gemeint ist oder dürf(t)en die auch an die eingemachten Gläser im Keller ran, um die zu versorgen, die nicht vorgesorgt haben?

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Verfasst: Mi 30. Nov 2016, 19:43
von osterheidi
das gabs ja schon mal.
meine mutter mußte als kind mit verdecktem selbst angebauten getreide zur mühle im leiterwagen laufen, weil es verboten war selbst was für sich zu haben.
ich denk dass es im notfall schnell vorbei ist mit individuellem schutz, legal oder weil andere plündern etc.
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Verfasst: Mi 30. Nov 2016, 19:51
von Benutzer 3991 gelöscht
Buchkammer hat geschrieben:Krisen-Vorbereitung: Regierung will im Notfall Bauernhöfe beschlagnahmen
Diese Meldung gabs schon zig - mal Ende August
DWN kramt halt auch oft gern irgendwelche uralt Meldungen hervor.
Fukushima kam schon lang nimmer.

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Verfasst: Mi 30. Nov 2016, 19:59
von viktualia
Der link funktioniert bei mir nicht, aber ich nehme an, es ist derselbe, der im Sommer schon ein paar mal verlinkt wurde.
Und ich muss es jetzt echt mal loswerden:
Ja denkt ihr denn wirklich, es wäre mal anders gewesen?
Wann soll denn bitte der Staat, der Kaiser, der Fürst XY beschlossen haben, dass er im Katastrophen/Kriegs- oder Notfall nicht auf die vorhandenen Ressourcen seiner Bürger zurückgreift?
Irgendwie hab ich die Grundlage eurer Aufregung da nie nachfollziehen können.
Einzig Oelkanne hat, im Glauben, dies sei neu, zur Entrüstung aufgerufen, das fand ich ja noch o.k.;
bei allen andern hab ich mich gefragt - ja was denn nu?
Da ich den Staat nicht als von mir isoliertes Gebilde verstehe, halte ich es für logisch, dass er mit dem umgeht, was da ist.
@Osterheidi, das war Stress für deine Mutter, es war gemein, aber das lag doch an der Gesamtsituation.
Fändest du es im Katastrophenfall angenehmer, der Staat hielte sich zurück?
Was soll denn das, dafür ist er doch entstanden!
Wegen mir können wir den Rest davon weglassen, aber dass ich alte Anarchistin grad die Notwendigkeit eines Regulariums im Krisenfall verteidigen muss, himmel, was für Zeiten....
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Verfasst: Mi 30. Nov 2016, 21:19
von Benutzer 3991 gelöscht
viktualia hat geschrieben:Wann soll denn bitte der Staat, der Kaiser, der Fürst XY beschlossen haben, dass er im Katastrophen/Kriegs- oder Notfall nicht auf die vorhandenen Ressourcen seiner Bürger zurückgreift?
Wir hatten das alles schon mal weiter hinten.
Deutschland hat Nahrungsreserven, die über den Daumen zur Not ein Jahr reichen könnten.
Und wenn der Staat den Bauernhof beschlagnahmt, dann kommt der Bürohengst vom Amt zum melken

oder wer macht das dann. Wer soll den Hof bewirtschaften, der Bauer wird ihnen was husten. Muss man ned alles so ernst nehmen, glaub ich.
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Verfasst: Mi 30. Nov 2016, 21:40
von Rohana
Wer nix hat, der braucht nix fürchten. Super.

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Verfasst: Mi 30. Nov 2016, 21:59
von Benutzer 4754 gelöscht
Einzig Oelkanne hat, im Glauben, dies sei neu
Neu war mir das nicht, aber es sollte keine Selbstverständlichkeit sein.
Dein Heizöl in deinem Heizöltank wirst du in einem solchen Fall schließlich auch nicht freiwillig rausrücken...
Aber genau das, das der Staat im Krisenfall mit aller Gewalt dann die Landwirtschaft an sich reist (reisen könnte) zeigt doch die immense Bedeutung von ihr!
Warum jetzt ihr keinen Krümelchen Wertschätzung gegeben wird ist mir ein Rätsel, denn in Krisenzeiten kann sicher nicht effektiver produziert werden.
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Verfasst: Mi 30. Nov 2016, 22:11
von Benutzer 3991 gelöscht
Oelkanne hat geschrieben:Aber genau das, das der Staat im Krisenfall mit aller Gewalt dann die Landwirtschaft an sich reist (reisen könnte) zeigt doch die immense Bedeutung von ihr!
Das ist auch klar, wenn man schaut, wohin fast das halbe EU - Budget geht.
Ich plaudere oft mit meinem bäuerlichen Nachbarn drüber, und dass sie mit den Subventionen in die Falle gelockt wurden. Die gibt es nur mehr, wenn Rechnungen für das Saatgut vorgewiesen werden können, wer eigenes verwendet, kriegt nix.
Weiß nicht, ob das so stimmt, aber er hat mir erzählt, das Saatgutlager - hier bei Raiffeisen - sei komplett aufgelöst.
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Verfasst: Mi 30. Nov 2016, 22:14
von Rohana
Lysistrata hat geschrieben:Ich plaudere oft mit meinem bäuerlichen Nachbarn drüber, und dass sie mit den Subventionen in die Falle gelockt wurden. Die gibt es nur mehr, wenn Rechnungen für das Saatgut vorgewiesen werden können, wer eigenes verwendet, kriegt nix.
Weiß nicht, ob das so stimmt, aber er hat mir erzählt, das Saatgutlager - hier bei Raiffeisen - sei komplett aufgelöst.
Komisch, wir kriegen Flächenprämie auch wenn wir selbst nachgebautes Saatgut nutzen... es gibt auch Flächenprämie ganz ohne Saatgut

Es gibt allerdings bestimmte Programme wo festgelegte Kriterien für Saatgut nachzuweisen sind, da muss man dann nen Zettel vorzeigen können oder anderweitig entsprechende Nachweise führen.
Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?
Verfasst: Mi 30. Nov 2016, 22:54
von Thomas/V.
Was soll denn das, dafür ist er doch entstanden!
Der Staat ist nicht entstanden, um im Notfall das Überleben der Staatsangehörigen zu sichern. Das ist nur ein weit verbreiteter Mythos.
Der Staat ist entstanden, weil arbeitscheue Leute andere dazu bringen wollten, für sie zu arbeiten. Mit Hilfe von Gewalt.
Logische Konsequenz ist dann, das im Notfall wieder die unproduktiven die anderen dazu zwingen, sie durchzufüttern. Weil selber bringen sie ja nichts zustande.
Allerdings zeigt die Geschichte, das der Staat die denkbar ungeeignetste Institution ist, das Produktionsniveau von vor der Krise aufrecht zu erhalten.
Siehe ehemalige sozialistische Staaten. Wenn ich weiß, das mir/meiner Familie der größte Teil meiner Produktion weg genommen wird, dann produziere ich eben so wenig wie möglich, und nicht so viel wie möglich.
