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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Verfasst: Sa 1. Jul 2017, 20:28
von hobbygaertnerin
Die Pilze sehen megalecker aus.
Hab ja keine Wachteleier mehr, aber aus den kleinen Hühnereiern könnte ich auch mal wieder solche Pilze machen.
Wünsch euch einen schönen Grillabend.
Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Verfasst: Sa 1. Jul 2017, 22:03
von mot437
taubeneier gen auch lol
Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Verfasst: So 2. Jul 2017, 13:51
von Olaf
Das hab ich nun davon:
DIe Pilze waren der Partyknaller. Jetzt meint Cristina, ich soll die zu unserer Party auch machen.
Hallo? Ich hab für die 36 Stück ne Stunde gebraucht.
Na mal sehen: Wenn ich die Eier einen Tag vorher schäle und in ner Plasteschachtel im Kühlschrank lagere mag es gehen, der Rest geht ja schnell.
Weitere 5 Schachteln haben wir bei der Party verschenkt, also die Leute wollten bezahlen, aber das machen wir nicht, 3 haben wir an der Strasse verkauft, waren wir erst mal auf 0. Aber die haben ja schon wieder fast 4 Schachteln gelegt.
Nun ja, Holgers Schwester und ihr Mann sind total sympatische Leute, wir haben eben noch Garten und (Streichel?-quatsch)Zoobegehung gemacht. Holgers Schwester hat daraufhin befunden, dass ihr Garten zu klein ist und das Grundstück hinter ihr grad zum Verkauft steht. Und sie wollen sich ein Ställchen bauen, und dann bringt ihr Holger von uns paar Wachteln mit, sie wohnen irgendwo in Bayern. Ha, wieder paar Leute, die bald keine Industrieeier mehr kaufen müssen. Das sind dann auch schöne Momente eines Hilfsselbstversorgers.
SO, jetzt wollen wir mal gucken, was mit Pilzen ist, Cristina hat im Straßengraben paar Täublinge gesehen, aber das Zeug von da vorne sollte man wohl besser nicht essen. Schönen Aufkleber haben die übrigens am Auto:

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LG
Olaf
Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Verfasst: So 9. Jul 2017, 08:06
von hobbygaertnerin
Wir waren eine Woche im Urlaub, war sehr schön und habe meine Augen an vielen schönen Gärten vorbeiwandern lassen.
Zu Hause hat meine Freundin sich um die Pflanzen und alles Lebendige gekümmert.
Die Freude des Nachhausekommens, alles wächst, blüht, reift, das kann ich gar nicht beschreiben.
Wie schön es ist, mit der Schüssel in den Garten zu gehen und aus der Vielfalt eine Auswahl treffen zu können.
Die Himbeeren sind dieses Jahr wirklich sehr fleissig, eine sehr frühe Sommerbrombeerensorte hat die ersten reifen Früchte,
bräuchte eigentlich nur noch bei den Erdbeeren mittels gestaffelter Sorten eine längere Ernteperiode.
Die Bienen waren sehr fleissig dieses Jahr, es gibt das erste Mal in meiner Imkerzeit Waldhonig, aber sie sind auch fleissig beim Bestäuben- Brombeeren hängen sehr viele dran, weil die Damen sich da auch fleissig betätigt haben, ebenso bei den jap. Weinbeeren.
Es sah so aus, als wäre mit Obst dieses Jahr gar nichts los, aber es hängt doch einiges in den Bäumen.
Was mich so freut, es ist dieses ineinandergreifen im Garten, die Bienen und anderen Insekten tun ihre Arbeit, dafür gibts Honig und Wachs, die Hühner bekommen die Drohnenmaden und freuen sich ganz ganz besonders darüber, das Gras unter den Obstbäumen bekommen die Kaninchen, dafür gibts Mist und Fleisch, für die Hühner fällt auch einiges aus dem Garten an, wir haben viele Beerensträucher für die Vögel gepflanzt, dafür holen sie sich die Schädlinge aus dem Garten, aus dem Totholz gibts für Igel und andere Lebewesen Wohnungen, die aufgelesenen Steine vom Acker nutzen als Steinhaufen den Eidechsen, Blindschleichen und sonstigem Getier als Unterkunft, aus dem Strauchschnitt von den Beerensträuchern wird zuerst Kaninchenfutter, dann kleines Hackgut für den Kompost, Sitzplätze im Garten als Erholungsorte zum Auftanken, Kräuter blühen dann wieder, die Bienen freuen sich.
An den Wandspalierbäumen hängen Pfirsiche und Aprikosen dran, die Reben haben schön geblüht und von den Johannisbeeren kann ich dieses Jahr 3 verschiedene Weine ansetzen, in der Kühltruhe lagern bereits viele Beeren, die ersten Stangenbohnen warten auf die Ernte, das Beet mit den 3 Schwestern wächst sehr üppig, .....................
könnte noch vieles schreiben-
ich weiß, dass so ein Garten nicht von selbst wird, es hängt auch einiges an Arbeit dran, aber ich kann nicht verstehen, dass für die Meisten in meinem Umfeld der Garten nur ein Anlass von Jammerei ist, der Rasen muss gemäht werden und das jede Woche, die Blumen müssen gegossen werden und das jeden Tag, am Liebsten alles mit Steinen zupflastern, das würde keine Arbeit machen.
Heute gibts gegrillte Kaninchenkeulen und mediterranes Grillgemüse, eine grosse Schüssel Salat, als Nachspeise Himbeereis- es ist schön, was auf so einem kleinen Fleckchen Erde alles heranwächst.
Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Verfasst: So 9. Jul 2017, 10:35
von Irsnn
...schön ge(be)schrieben! Danke dafür!
(der BUND plant hier Vororts-Begehungen und Infostände,um bez ''Betongärten'' Aufklärungsarbeit zu leisten und dagegenzuwirken...scheint wohl echt n Problem zu werden/sein...

)
Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Verfasst: So 9. Jul 2017, 16:09
von hobbygaertnerin
Jede Zeit hat ihre Gartenmode,
die Buchsgärten in der Barockzeit, dann die englischen Landschaftsgärten, in Notzeiten muss der Garten dann wieder als Nahrungsreserve her, in den 70iger Jahren die Koniferenwüsten und jetzt eben die Steinwüsten.
Viele Steine haben schon Vorteile, sie wärmen sich an der Sonne auf und strahlen es am Abend ab, wenn das Haus klimatisiert ist, dann mag so ein abendliches Draussensitzen angenehm sein.
Wir haben einen alten grossen Baum vor dem Haus, der natürlich sehr viel Arbeit macht, weil er Laub abwirft, aber sein angenehmes Klima im Sommer, darauf hoffe ich nicht verzichten zu müssen.
Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Verfasst: So 9. Jul 2017, 21:01
von strega
Steinkrater nutzen sie auf den Kanaren, hab ich auf Lanzarote gesehen, zum Weinanbau, jede Rebe bekommt nen Krater aus schwarzem Vulkangestein... hält warm und fängt wohl auch Tau und generell Feuchtigkeit ein, wenn ich das richtig in Erinnerung hab.
Könnte man also mit gutem Willen kombinieren mit SV, wenns schon Steinwüste sein soll im Vorgarten

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Verfasst: So 9. Jul 2017, 23:26
von Olaf
und von den Johannisbeeren kann ich dieses Jahr 3 verschiedene Weine ansetzen,
Wir verzweifeln grad ein bisschen an unserer Johannisbeerernte. Marmelade essen wir nicht, für Joghurt (Cristina) oder aufs Eis (ich) haben wir jetzt schon genug ,tiefgefroren. Eigentlich mag ich keinen Johannisbeerwein, die Fusel, die ich anderswo bekommen habe waren nicht meins. Trotzdem hab ich heute beschlossen, Wein davon zu machen. Ich wäre für eine gute Rezeptur dankbar!
Ansonsten, ja, wir schwelgen auch grad etwas im Glück, was der Garten alles so abwirft.
Ich hab auch schon paar Bilder vorbereitet, um mal wieder von meinem Garten zu berichten, aber jetzt auch keine Kraft mehr für längeren Text.
Weil Strega das mit dem Tau schrieb:
Meine Baumchilies aus Gomera, da haben ja -nach 5 Jahren oder so- nur drei gekeimt, die hüte ich wie meinen Augapfel. Nicht nur die, andere liegen mir auch am Herzen, aber die machten mir Sorgen. Ich hab die Bodenrezeptur verändert, und die so gestellt, dass sie den Tau morgens abbekommen. Plötzlich wachsen die Scheißdinger!
Man muss sich reindenken, auch in ne Pflanze. Wenn es dann irgendwann funktioniert, dann ist das Glück pur.
Wenns nicht funktioniert, das passiert mir oft, Schulterzucken, weiterüben.
LG
Olaf
Edit: Ich hab die Fotos ja schon, unten sieht man noch son trauriges gelbliches Blatt, so sah die von Anfang an aus:

- k-5Gom_bc.jpg (86.01 KiB) 3407 mal betrachtet
Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Verfasst: Mo 10. Jul 2017, 06:26
von hobbygaertnerin
@Olaf,
ich trockne rote und schwarze Johannisbeeren, kommen in den Wintertee dazu, aus roten Johannisbeeren mache ich noch Schütteljohannisbeeren, schmecken wie eingemachte Preiselbeeren, die gibts bei uns zu Wiener Schnitzel oder ausgebackenen Camenbert dazu,
das Weinrezept such ich dir raus, bei uns macht ausser mir niemand Wein aus welchen Beeren auch immer, kann deswegen nicht vergleichen. Der Jostawein aus meiner Herstellung wird auf alle Fälle von Gästen gerne getrunken. Als Fusel möchte ich ihn keinesfalls bezeichnen, allerdings hat er schon seine Prozente.
Hab in der Zeitung einen Beitrag über den derzeitigen Modebegriff "Hygge" gelesen, soll bedeuten, sich rundum wohl zu fühlen, dem Stress des Alltages den Rücken kehren und sich auf die einfachen Dinge zu konzentrieren. Im Mittelpunkt steht das gemütliche Beisammensein mit Familie und Freunden.
Hab mir so überlegt, dass wir einen sehr hyggeligen Garten haben und unser Lebensstil diesem dänischen Begriff in vielem entspricht.
Bin gespannt, wann das "neueste Gartenbuch" über den hyggeligen Garten rauskommt

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens
Verfasst: Mo 10. Jul 2017, 09:26
von MeinNameistHASE
hobbygaertnerin hat geschrieben:@Olaf,
aus roten Johannisbeeren mache ich noch Schütteljohannisbeeren, schmecken wie eingemachte Preiselbeeren, die gibts bei uns zu Wiener Schnitzel oder ausgebackenen Camenbert dazu,
Das klingt fantastisch... Kannst du das Rezept bitte auch mit raussuchen? Das Preiselbeeren-Sammeln ist immer so aufwendig und meistens verpasse ich den besten Termin, sodass ich die wenigen Gläser für die weihnachtliche Festtafel aufhebe. Das übrige Jahr muss ich dann auf gekaufte ausweichen

da wären die Johannisbeeren trotz Kernen eine bessere Alternative. Zumal die sowieso im Überschuss vorhanden sind.