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Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Fr 15. Jul 2016, 11:40
von der.Lhagpa
Stimmt schon. Alle regen sich drüber auf, das lenkt ganz fein ab. Nächste Woche wird ein neues Schwein durchs Dorf getrieben. Gammelfleisch hatten wir schon lange nicht mehr... Hühnerelend? Es ist so langweilig und durchschaubar...

Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Fr 15. Jul 2016, 11:53
von Rohana
viktualia hat geschrieben:Ich hab nen Nachbarn, der mit über 80 und Lungenemphysem die Beikräuter in unserm Hof plättet.
Ernsthaft? Die Anwendung von Glyphosat auf befestigten (Hof)flächen ist mit gutem Grund verboten, kannst ihm das ja mal stecken...
Glyphos sind jetzt in der Arena, das Volk kann sich dran abreagieren, was im Feld pasiert ist aus dem Fokus?
Schau dich um. Was passiert jetzt auf dem Feld? Die Gerstenernte hat begonnen, auch Raps ist bald dran. Wenn du JETZT irgendwen mit ner Spritze in den (Gersten oder Raps) Bestand fahren siehst und nicht mit dem Mähdrescher, dann hast du gute Chancen auf Glyphosat. Allerdings bezweifle ich dass du irgendwen sehen wirst, Sikkation ist nämlich in Deutschland verboten.
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Fr 15. Jul 2016, 13:39
von viktualia
Der tuts auch auf seine Kartoffeln, die er dann auch isst.
Und ich weiß, dass er weiß, dass das verboten ist. Restbestände aufbrauchen nennt sich das. (Und der Hof ist nicht gepflastert...)
Aber meine Frage war nicht polemisch gemeint - ist da noch was hinter, wollt ich wissen;
erläutern, warum ich das Zeug nicht mag, auch wenn mich Oelkanne schon fast davon überzeugen konnten, dass es, wenn nicht vom Opa aufgebracht, ein vergleichsweise kleines Übel ist.
Ob ich mich instrumentalisieren lasse, wenn ich es mit andern/allen anderen Spritzmitteln gleichsetze, ist im Moment meine Überlegung.
Ich hatte mich ja kurz gefreut, als die Disskusion aufkam und selbst "Normalos" sich dagegen einschiessen.
Da ich aber grad merke, dass ich von den Dimensionen der heutigen Landwirtschaft gar kein klares Bild habe, dämmerte mir die Sache mit dem Nebenschauplatz.
Wenn das Zeug verboten wird, wegen so kleiner Lichter wie meinem Nachbarn, und die Großen Bauern müssen was noch giftigeres nehmen, dann möcht ich mir nicht die Finger dran schmutzig machen.
Könntet ihr diesen Aspekt beantworten/relativieren, bitte?
Ein Hinweis, wo in den 76 Seiten des Freds dies schon versteckt sein könnte, würde auch reichen. (Sorry, ich schaff höchstens 50 Seiten pro Woche und eigentlich interessiere ich mich mehr für TP und PK ...)
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Fr 15. Jul 2016, 13:54
von Rohana
Ich fürchte es gibt keine wahnsinnig kurze Antwort auf diese Frage. Das Problem bzw. die Probleme, zu deren Lösung Glyphosat eingesetzt wird, bleiben bestehen auch wenn Glyphosat verboten wird, mit der Folge dass unter Umständen noch kritischere Produkte vermehrt eingesetzt werden könnten.
Ob ich mich instrumentalisieren lasse, wenn ich es mit andern/allen anderen Spritzmitteln gleichsetze, ist im Moment meine Überlegung.
Würde ich persönlich mit ja beantworten. Details gerne im Chat, wenn du abends mal Zeit und Lust hast.
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Fr 15. Jul 2016, 14:22
von Benutzer 72 gelöscht
kann mich dunkel erinnern, dass da mal was war - also hab ich den Anfang dieses threads durchsucht. Ob weiter hinten noch was kommt, weiß ich dann nicht mehr, aber es dürfte generell das Problem sein, dass wenn ein Gift verboten wird, eben ein anderes verwendet wird.
Warum schießen sich immer alle so auf Glyphosat ein?

Es gibt toxikologisch deutlich bedenklichere Wirkstoffe...
auch in Herbiziden.
(Ölkanne auf Seite 6)
Im Übrigen:
Schimpft jemand gegen
Kresoxim-Methyl
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kresoxim-?
Ein wichtiges Fungizid in Zuckerrüben.
Isoproturon (IPU)
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Isoproturon?
Ein Getreideherbizid
die müssen beide mit H351 ("Kann vermutlich Krebs erzeugen (Expositionsweg angeben, sofern schlüssig belegt ist, dass diese Gefahr bei keinem anderen Expositionsweg besteht).") beschriftet werden.
Glyphosat nicht.
(Ölkanne auf Seite 7)
Rohana hat geschrieben:Die Anwendung von Glyphosat auf befestigten (Hof)flächen ist mit gutem Grund verboten,
Ich hoffe, meine Frage klingt nicht allzu dumm - aber: warum ist es auf befestigten Flächen schädlicher als am Acker?
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Fr 15. Jul 2016, 19:56
von Rohana
In der Regel sind Herbizide auf befestigten Flächen nicht zugelassen, weil sie dort nicht aufgenommen werden und somit eher ab/ausgewaschen werden können.
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Sa 8. Okt 2016, 11:34
von Buchkammer
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Sa 8. Okt 2016, 12:40
von strega
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Sa 8. Okt 2016, 12:44
von Benutzer 4754 gelöscht
Es ist einfach uninteressant das Markenprodukt zu verwenden.
Diese "No-Name" Glyphosatprodukte sind wesentlich preiswerter und wirken gleich gut.
Und dem Unkraut ist es egal ob es mit RoundUp Rekord, oder mit Clinic/DuranoTF und wie sue alle heißen abgetötet wird,
Hauptsache man bekommt 2kg Wirkstoff aufs ha.
Re: Glyphosat-Diskussion
Verfasst: Sa 8. Okt 2016, 12:51
von strega
schon klar, die Überzeugten von dieser Anbaumethode werden jetzt sicherlich die billigsten Produkte aus China aufs Feld werfen, wenn Glypho nicht mehr darf...
nur schätz ich halt, dass ein Verbot doch vielleicht ein paar Leute dazu bringt, mal etwas nachzudenken.
Und ich freu mich, dass es ein paar Politiker gibt, die bereits nachdenken.