Bienensterben

Eberhard
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Re: Bienensterben

#721

Beitrag von Eberhard »

Die Betrachtung, was Tatsachen sind, dürfte recht unterschiedlich sein.
Die "Tatsache", dass ein Landwirt plötzlich seine Tiere nicht mehr ordentlich füttern kann, ist nun auch etwas dahingehustet.
Mit freundlichem Glück Auf!

Eberhard
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emil17
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Re: Bienensterben

#722

Beitrag von emil17 »

Eberhard hat geschrieben: Do 7. Dez 2023, 20:23 Die Betrachtung, was Tatsachen sind, dürfte recht unterschiedlich sein.
NEIN
Ohne saubere Trennung von Tatsachen, Interpretationen und Schlussfolgerungen ist jede zielführende Diskussion unmöglich. Deshalb ist das eine Standard-Anforderung wissenschaftlicher Publikationen und ein Qualitätsmerkmal von seriösem Fachjournalismus.
Wie man Tatsachen innterpretiert, in welchen Kontext man sie stellt, und was man daraus folgert, ist jedem selbst überlassen, solange eine nachvollziehbare Logik dahintersteht, aber diese sollte klar erkennbar sein.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Eberhard
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Re: Bienensterben

#723

Beitrag von Eberhard »

Die "neutralere" von Rohana verlinkte Information scheint vom Zeitraum her jene Studie der TU München zu sein, die bei ihrer öffentlichen Präsentation von Glöckner und Kollegen auf Grund massiver Verfremdungen in den Bedingungen zerrissen wurde, wo also beim Fütter-Versuch z.B. der halbe Bestand der Rinder ausgetauscht wurde.
Das kommt selbstredend in der gezeigten populärwissenschaftlichen Darstellung nicht vor.
Wie bewertet der Wissenschaftler das Weglassen von Tatsachen, die man nun als Studiendurchführender nicht übersehen kann?
Mit freundlichem Glück Auf!

Eberhard
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emil17
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Re: Bienensterben

#724

Beitrag von emil17 »

Nun ja, ich finde es schon bedenklich wirklichkeitsfremd, dass man Maissilage in Einmachgläsern simuliert und nicht als Hauptfutter verwendet hat. Daraus kann man also noch keine Schlüsse darauf ziehen, dass es in der Praxis nie zu Gentransfer käme, wenn das das Zeil der Studie war.
Das haben die Autoren der Studie aber nicht behauptet.
On es zulässig ist, einen Teil der Tiere auszutauschen, wenn das Versuchsdesign eine bloss einmalige Gabe dieser "Silage" vorsieht, wäre getrennt zu diskutieren und macht für mich im Kontext dieser Studie keinen Sinn.
Die Ergebnisse, dass nämlich sowhl DNA wie Protein unter diesen Bedingungen bis unter die Nachweisgrenze abgebaut wurden, werden deklariert; die Autoren ziehen daraus nicht den Schluss, dass man Bt-Mais bedenkenlos zulassen könne. Insofern alles korrekt.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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