Vom Spinner zum Winner – Johannes Gutmann
Verfasst: Do 23. Feb 2017, 11:40
Ich finde, ein gelungenes Interview mit SONNENTOR-Gründer Johannes Gutmann von einfachbewusst.de Hier ein paar Ausschnitte:
Quelle und das ganze Interview: http://www.einfachbewusst.de/2017/02/so ... s-gutmann/... dass es ihm vielmehr um die Heilkraft der Tees und Gewürze, um die Biobauern, um seine Heimat, dem Waldviertel in Niederösterreich, um Nachhaltigkeit und um das Etablieren einer Gemeinwohl-Ökonomie ging und geht.
Meine Idee, vom Verkauf von Bio-Kräutern leben zu wollen, wurde am Anfang belächelt. Viele hielten mich für einen „Spinner“, als ich als Einmann-Unternehmen mit meinen Kräutern von Bauernmarkt zu Bauernmarkt zog. Ich lies mich aber nicht beirren.
Mein Ziel, von meiner Arbeit leben zu können, habe ich im ersten Jahr erreicht. Ich wollte leben und leben lassen, Wertschöpfung mit Wertschätzung verbinden, Freude und Gleichgewicht in meinem Leben und das steht von Anfang an in unserem Leitbild.
Weltweite Finanz- und Wirtschaftskrisen, Überstunden und Burnout von Millionen Mitarbeitern – es läuft zweifellos etwas falsch in vielen Unternehmen. Merkwürdig nur, dass scheinbar alles beim Alten bleibt.
Wir brauchen endlich Unternehmen, die erfolgreich sind, weil sie sich für die Belange der Natur sowie der Menschen – der Mitarbeiter, der Verbraucher und der breiten Öffentlichkeit – verantwortlich zeigen. Wir müssen statt egoistischem Wettbewerb ein besseres Miteinander fördern, von dem alle profitieren. Wir müssen in Zukunft Fairness, Transparenz und Nachhaltigkeit statt Konkurrenz belohnen.
In unserer Gesellschaft ist das Individuum leider meist von Egoismus getrieben und hat Angst davor, benachteiligt zu werden. Jeder will für sich das Maximum herausholen und dabei ist egal wer oder was dafür draufzahlt.
Unser Permakultur-Garten soll die Gäste inspirieren, es uns nachzumachen, Kreisläufe zu schließen und den eigenen Garten zu revolutionieren. Von der aufwändigen Planung, über die richtige Pflanzung bis hin zur lohnenden Ernte ...
Zehn oder zwölf Milliarden Menschen können durch kleinstrukturierte vielfältige Landwirtschaft ernährt werden. Die Agrarindustrie auf den Monokulturwüsten mit Gentechnik und Chemie führt dagegen in die Sackgasse der Welternährung.