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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: Fr 3. Mai 2013, 11:49
von emil17
(OT) Es gibt vieradrige Drehstromkabel für symmetrische Last (Motoren). Da fehlt der Neutralleiter, weil bei Drehstrom unter solcher Last die Summe der fliessenden Ströme in den drei Leitern immer Null ist und also kein Strom durch den Neutralleiter fliessen würde.
Vielleicht ist auch nur das Kabel für 400V Spannung isoliert. Drehstrom mit nur den drei Polleitern ohne Neutralleiter und ohne Schutzleiter würde ich jedenfalls freiwillig nie in Betrieb nehmen.
Die Farben der Litzen geben Aufschluss: gelb/grün, braun, blau: 230 V mit Schutzleiter (früher auch rot, gelb, schwarz)
(/OT)
Vorsorge ist schon richtig, nur gibt es da das Problem, dass der Crash nicht vorher in den Nachrichten angekündigt kommt.
Und dass es vermutlich anders läuft als angedacht.
Ein bisschen graue Masse zwischen den Ohren, praktische Hände, Improvisationstalent, etwas Grundbesitz und etwas Material zum Basteln machen schon Sinn, aber nicht "für den Notfall" sondern auch und vor allem fürs tägliche Leben.
Möglicherweise wäre es sinnvoll, jetzt 3000 Liter Treibstoff oder 1000 Kilo Reis zu bunkern. Fragt mich in 5 Jahren.
Mein Angstszenario ist, dass im Falle eines Wirtschaftskollapses und eines Staatsbankrotts sich keiner mehr um all die Chemieanlagen und AKWs und Sondermülldeponien kümmert, die ohne dauernde Wartung jedes Leben in ihrer Umgebung verunmöglichen.
Dass ein innereuropäischer Krieg in den nächsten Jahrzehnten sehr unwahrscheinlich ist, ist unter anderem der meistgehassten bürokratischen Institution hier im Forum, namens EU, zu verdanken. Es bedeutet, dass man nicht aus der Erfahrung zweier verlorener Kriege lernen kann. Dennoch ist das eine gute Nachricht.

Der Staat wird, um es mal so zu sagen, immer dort mähen wo es Gras hat, d.h. dort Steuern erheben und eintreiben, wo es etwas zu holen gibt.
Das mag ungerecht sein, wenn man sein Häuschen zusammengespart hat, statt alles zu verprassen und dann auf Sozialhilfe zu machen, aber "wo es nix zu holen gibt, hat auch der Kaiser sein Recht verloren".

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: Fr 3. Mai 2013, 14:26
von Wiwi
emil17 hat geschrieben:Dass ein innereuropäischer Krieg in den nächsten Jahrzehnten sehr unwahrscheinlich ist, ist unter anderem der meistgehassten bürokratischen Institution hier im Forum, namens EU, zu verdanken. Es bedeutet, dass man nicht aus der Erfahrung zweier verlorener Kriege lernen kann. Dennoch ist das eine gute Nachricht.
+1 :daumen:
Weiter:
Haus gedämmt
Heizung flexibel d.h. Wärmepumpe und Holzöfen
Holzvorrat
Kleines Stück Wald neben meinen Garten dazu gekauft
Brunnen mit Handpumpe
Gartenerde fruchtbar machen
Obstbaume und –Gehölze angepflanzt
Bienen halten
Minimum an Vorräte
Einige Konservierungsmethoden aus der alten Hauswirtschaft mir eigen gemacht wie z.B. eigenes Bier brauen, einmachen, einmachen durch Milchsaure Gärung, Obst verarbeiten… auch eigenes Brot backen
Und das alles nicht nur für den Notfall oder katastrophale Wirtschaftskrise sondern weil mit der heutigen Konsumgemeinschaft so wenig wie möglich am Hut haben möchte.
Gruß, Wilfried.

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: Fr 3. Mai 2013, 14:56
von Manfred
emil17 hat geschrieben:Dass ein innereuropäischer Krieg in den nächsten Jahrzehnten sehr unwahrscheinlich ist, ist unter anderem der meistgehassten bürokratischen Institution hier im Forum, namens EU, zu verdanken.
Ich sehe das inwzischen anders. Derzeit wächst sich die EU zum größten Risiko für innere Unruhen und evtl. sogar einen Bürgerkrieg aus, was einen ihrer ursprünglichen Sinne genau ins Gegenteil verkehrt.

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: Fr 3. Mai 2013, 15:52
von Benutzer 72 gelöscht
frodo hat geschrieben:Was ich damit sagen will: die Fähigkeit und Bereitschaft zur Improvisation wird im Notfall sicher nützlich sein, um den Preis höherer Risiken natürlich, aber immer noch besser so als garnichts.
genau!

und wenn dann der Fall des "höheren Risikos" eintritt - hmmm....
dann spart man sich die Suche nach einem Strick und einem Baum :haha:

@Thomas/V.: wieso bist du allein, wenn dieser Katastrophenfall eintreten sollte??
ich denke, es könnte passieren, dass unsere Zivilisation "zu Ende" gehen wird, aber deshalb verschwinden doch nicht plötzlich alle Menschen? :hmm:

wobei das mit den Atomkraftwerken, wenn die nicht mehr gekühlt werden und so...
Das macht mir Angst, da hilft dann echt keine Notfallplanung mehr - für alle anderen Notfälle, denke ich, sind wir gerüstet.

wenn/weil wir nicht alleine sind. :wink_1:

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: Fr 3. Mai 2013, 16:05
von Saurier61
Hallöle,

wenn alle AKW nicht mehr runtergefahren werden können weil dafür der Strom fehlt....(EMP)....
Dann kann man nur noch in den äussersten Norden von Amerika, nach Afrika oder Australien auswandern.... :motz:

http://landkartenindex.blogspot.de/2011 ... allen.html

mal bis zur 5ten Karte runtersrcrollen.... :eek:

Lieben Gruß von
Helga

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: Fr 3. Mai 2013, 17:43
von Baumschubser
Moin
Also bei Stromausfall wird wohl kaum ein Reaktor heiss werden, die haben ganz sicher Notstromdiesel wie jedes Krankenhaus und viele Hotels.
Fukushima hatte auch Diesel die aber wegen Hochwasser nicht anliefen.
Trotzdem bleibt ein Rest an Angst, denn die AKW`s sind nichtmal haftpflichtversichert weil keine Gesellschaft da ran geht :pfeif:
-
Ich stelle mir folgendes vor:
Geld wird übernacht wertlos, Strom, -Gasversorger drehen sofort ab weil sie ja privatisiert wurden und keine Privatfirma liefert mehr für umsonst.
Telefon dito.
Bei Selbstversorger org, Infos einholen.... :haha:
Wasserwerk läuft noch weil Gemeindesache, eventuell haben die Notdiesel, eigentlich MÜSSEN die Diesel dahaben?
Man erwacht frühmorgens und alles ist tot, was nun? Beim Nachbarn ebenfalls alles tot.(das hatten wir zuletzt 78/79 zum Jahreswechsel)
Auf der Strasse Kolonnen von Militärfahrzeugen zur Absicherung der Geschäfte wegen Plünderungen, Fahrverbote für Privat.
Kofferradio mit Batterien einschalten und lauschen was los ist, die Sender haben auch Notdiesel.
Im Winter haben die Leute noch das Problem das die Leitungen zufrieren zu dem Hunger und Schmachter auf Kippen und Alkohol :)
Ich schätze ehe man die ersten Gulschkanonen und Wärmestuben eröffnet vergeht eine Woche?
Für diejenigen die solches Szenario ohne Strom noch nicht kennengelernt haben ein Schock :eek:
Gruss Willy

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: Fr 3. Mai 2013, 18:14
von Kerstines
Kofferradio mit Batterie?
Wer hat denn so was noch! Und wer hat dann geladene Batterien?

Ne ne, ca. 90 % (schätze ich) der Allgemeinheit schläft und verläßt sich auf "den Staat" - "die müssen doch..."

Vor einigen Jahren gab es nicht so weit von uns im Raum Mühlberg so einen örtlichen Tornada (früher Windhose genannt).
Als die Reportage in den Nachrichten lief, war das eigentlich ein Lehrbeispiel erster Klasse:

Omma erzählte, der Sturm deckte großflächig im Ort die Dächer ab, Strom war weg, keiner wußte, ob es nur im Ort oder auch im Landkreis oder gar im ganzen Bundesland so aussah.
Batterien - waren natürlich leer. Bis die Männer auf die Idee kamen, sich in ein Auto zu setzen und das Autoradio für die Information zu nutzen.
Heizen - Fehlanzeige (war aber, glaube ich, nicht gerade im Winter).
Einkaufen? Denkste, erstmal war anderes wichtiger.
Kochen? Na wer Gas hat oder Grillen konnte (Holzkohle!), konnte sich behelfen.
Die haben aber im Ort zusammengehalten, war wohl auch eher ein Dorf.
Für Nachrichten hatte sich wohl sogar eine Art "Ortschreier" gefunden.

Wieviele Unbeteiligte haben wohl daraus Schlußfolgerungen gezogen?

Omma sagte, jetzt werden wieder Batterien und Kerzen angeschafft !!!

:) Kerstines

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: Fr 3. Mai 2013, 18:42
von DerElch
so gesehen waren die zwei brunnen ein gluecksfall...weil ich mir gleich nen vorrat angelegt hab von dem zeug was ihn klar macht :D plus teststreiffen bis st.nimmerlein.
Wir haben gebunkert:
- kerzen
- salz
-streichhölzer
- nachfuellbare feuerzeuge plus fuellzeugs
-aspirin
-3 fass trockendärme zum wursten (nach dem ersten schlachten hat man dann eh frische)
-antiallergen
-allfällig benötigte medikamente fuer tier und mensch
-notfallglobui,erste hilfe tropfen
-verbandszeugs
-angelzeugs
-gut ausgewähltes saatgut(geuwerze,kräuter,fruehes,mittelfruehes,spätes ect)
-reserve messerklingen,sägenblätter,und sowas was man eben braucht zum sägen ,schnitzen ect
-das meiste was man in elektro hatte durch manuell ersetzt (schleifstein,bohrer ect)
-eimer und andere grosse behältnisse
-gute pfannen und töpfe die mindestens 2 leben reichen
-decken
-kurbel/solarweltempfänger
-solarlampen und leuchten
-transportabler dvd player(um auch mal nen film zu sehen oder eine cd zu hören)
-draht,bleche(braucht man nur streifen von um ne schaufel machen zu können zb)
-eine bibliothek mit gut ausgesuchtem inhalt
-in den sommerferien wird jeweils "gelagert" je nach motto wikinger,kelten oder highlander und dann ueben die jungs die fertigkeiten,lernen neues dazu.
Ich mach mir da keine grossen sorgen,da ich weiss was die können und wie sie sich ergänzen.

Angeschafft werden nun noch zwei solarpackete damit diverse akkus/batterien geladen werden können.

gekocht und beheizt wird mit holz.Auf die wasserpumpe sind wir nicht mehr zwingend angewiesen da ich das umfunktionier,das die nachher auch als ziehbrunnen funktionieren
ende geländer :aeh: ...rest liefert die natur oder kann selber hergestellt werden.

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: Fr 3. Mai 2013, 21:12
von citty
Genau, lieber Elch, bunkern was das Zeug haelt. Ich will ja nicht zu schwerzmalerisch sein aber wenn die Waerhungsreform kommt, dann ueber Nacht, die Leute werden bis zuletzt im Dunkeln gelassen, hier nochmal ein link wie es 1948 war:
http://goldblogger.de/deutschland/neue- ... eform.html

Meine Tochter hat etwas Geld geerbt, das bis zu ihrem 18. Geburtstag fest angelegt wurde, das wird wohl groesstenteils weg sein... Ich weurde eher in Sachwerte und Lebensmittel investieren.

LG Citty

Hier nochwas zum Lachen um dieses Thema ein bisschen aufzulockern, ein Vorschlag zur Gestaltung der DM2
http://www.chaco-pur.info/Daten/5-DM2-Note.jpg

Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

Verfasst: Sa 4. Mai 2013, 02:09
von DerElch
citty..nee nicht was das zeug hält :) und ich wuerd das auch so halten wenn keiner was von krise sagen wuerde...ich mags halt gerne "unabhängig" und das scheint mir nun sehr entgegen zukommen.
Auch halte ich nix davon irgendwie in panischen hamstertrieb auszubrechen oder mir selber mit schwarzmalerei das leben schwer zu machen.
Auch kollektive massenpanik liegt mir nicht.Wer weiss vielleicht ist das alles ja letztenende da um wieder mehr menschlichkeit in die welt zu bringen....die griechen "schlachten" sich ja auch nicht fuer eine stueck brot gegenseitig ab...sondern die solidarität untereinander ist gewachsen.

Was anlagen angeht...naja die sicherste anlage..ist die in saatgut und werkzeug :) jedenfalls fuer mich..allein gegen die welt funzt nicht wirklich...aber zum glueck gibts immer mehr leute die so denken.Bestimmt auch daher der boom von urban gardening...die leute denken wieder mehr in den miteinander fuereinanderbahnen.
Netter nebeneffekt...gewisse medien bleiben häuffiger aus und man fällt nicht mehr dauernd in das klaustrophobe- medien- daten-moloch monster..es schärft somit die dige fuers wesentliche anstand einen wie ein panisch aufgeschrecktes huhn,kopflos rennen und agieren zu lassen.
Und alleine das...ist doch schon eine verbesserung der lebendsqualität? :)

Politik ist die eine seite der medallie...aber auf der anderen seite..ist die des selbstbestimmten lebends.
Also citty..lass uns geniessend unseren cappu schluerfen :)