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Re: Hühnerratsch
Verfasst: Mi 12. Dez 2012, 08:07
von kleinesLicht

Im Sommer Fleisch aufhaengen... Ich habs getan!
Aus der winterlichen Vogelfuetterung hatte ich noch einen Gitterbehaelter, in dem sich vormals vogelfutter mit Fett befand. Da hinein habe ich ein Stueck Fleisch gesteckt und im Huehnerauslauf aufgehaengt. In meinen kuehnsten Traeumen haette ich nicht fuer moeglich gehalten, dass ein so kleines Stueck Fleisch derart stinken kann (und ich bin in der Beziehung wirklich hart im Nehmen). Ausbeute an Maden habe ich nie gesehen, dafuer gefuehlte Millionen Fleischfliegen in einem Meter Abstand, hinterm Zaun, wo die Huehner nicht rankamen.
Ob ich das nochmal wiederholen muss, wage ich zu bezweifeln.

Re: Hühnerratsch
Verfasst: Mi 12. Dez 2012, 09:07
von zaches
Bei 20 cm Neuschnee haben die 2 sich gedacht: da gibt es bessere Plätze
lg, zaches
Re: Hühnerratsch
Verfasst: Mi 12. Dez 2012, 12:57
von roland
zaches hat geschrieben:Bei 20 cm Neuschnee haben die 2 sich gedacht: da gibt es bessere Plätze

Roland
Re: Hühnerratsch
Verfasst: Mi 12. Dez 2012, 13:09
von fuxi
hobbygaertnerin hat geschrieben:Mich würde interessieren, Hühner gibt es ja nicht erst seit dem letzten Jahrhundert, sie mussten in früherer Zeit auch gefüttert werden.
Vor der industriellen Nahrungserzeugung waren die meisten Hühner allerdings meiner Meinung nach auch freilaufend und haben sich viel tierisches Eiweiß in der freien Wildbahn gesucht.
Re: Hühnerratsch
Verfasst: Mi 12. Dez 2012, 13:31
von Zacharias
Genau. Und dazu kam, dass Fütterung mit Fleisch nicht verboten und der Anbau heimischer pflanzlicher Eiweißkost wie Erbsen noch gängig war.
Re: Hühnerratsch
Verfasst: Mi 12. Dez 2012, 13:37
von helmuth
kleinesLicht hat geschrieben:
Im Sommer Fleisch aufhaengen... Ich habs getan!
Ich habe mich schon lange gewundert über diesen 'tollen' Tip, den man immer mal wieder in einer Diskussion über die Versorgung der Hühner mit Maden/Raupen/Würmern findet. Und ich finde es sehr hilfreich, daß Du das ausprobiert hast! Hoffentlich hat sich das auch für die anderen dann erledigt.
Ich habe mal zum Ende meiner Schulzeit als Hilfsarbeiter auf einem Schlachthof gearbeitet und mußte unter anderem die Konfiskatebehälter reinigen. Die standen dort ungeschützt im Freien (Sommer!!) und wurden eigentlich regelmäßig gelehrt. Aber die langen Wochenenden, wenn davor die Entleerung verpaßt wurde... Der Geruch übersteigt alles was ich vorher und nachher gerochen habe. Widerwärtig! Allerdings gibt es dann auch reichlich Maden, die auch über den Rand der Behälter kriechen. Des Gestankes wegen würde ich aber auf die Maden für die Hühner verzichten.
Liebe Grüße Helmuth
Re: Hühnerratsch
Verfasst: Mi 12. Dez 2012, 14:23
von Zacharias
Zum Thema Madenzucht will ich mich denn auch mal outen, ich hab's nämlich auch schon getan.
Es gibt allerdings Möglichkeiten, den Gestank auf ein Minimum zu reduzieren. Einmal habe ich reines Fett als Köder genommen, das hat so gut wie gar nicht gerochen. Ich vermute aber mal, dass die Maden dann auch sehr fettreich sind, weiß nicht, ob das so gut ist.
Man kann aber auch einfach frisches Fleisch als Köder nehmen und nur die Eier am nächsten Tag in ein verschließbares Glas mit dem anhaftenden Fleisch geben, das Fleisch dann entsorgen oder wenn noch wohlriechend, die Hühner damit füttern. Sind die Maden dann geschlüpft, wird der Deckel des Glases durch Volierendraht ersetzt und das Glas mit der Öffnung schräg nach unten aufgehangen. So fallen gelegentlich Maden runter, es haftet aber kein Fleisch mehr dran.
Eine weitere Möglichkeit ist, das Fleisch (mit nicht so fleischigen Rippen geht das gut) antrocknen zu lassen. Dann riecht es kaum mehr, lockt aber auch nicht so viele Fliegen an.
Aber das Verbot solches zu tun macht schon Sinn finde ich.
Re: Hühnerratsch
Verfasst: Mi 12. Dez 2012, 22:10
von kleinesLicht

Ich hatte danach den tollen Einfall ein Stueck Fleisch in ein Glas zu legen und zu warten. Es dauerte nicht lang, da waren ziemlich viele Fliegeneier auf dem Fleisch. Frohen Mutes hab ich einen Deckel auf das Glas geschraubt. Ha! Kein Gestank! ...und auch keine Maden, weil die Viecher doch allen Ernstes Sauerstoff brauchen!
Danke, Zacharias, dann werd ich wohl mal ein Gitter uebers Glas basteln.
Re: Hühnerratsch
Verfasst: Do 13. Dez 2012, 07:52
von hobbygaertnerin
Ich hab ein Buch über Tierhaltung aus dem Jahr 1930 gefunden,
nachdem die Erfindung des Buchdruckes weit länger zurückliegt, würden mich Bücher aus dem 19. Jahrhundert zu diesem Thema sehr interessieren.
Die Fütterungsanleitung von 1930 wäre heute strengstens verboten:
12,5 kg Gerstenschrot,
10 kg Haferschrot,
10 kg Maisschrot,
8 kg Fischmehl,
8 kg Fleischmehl,
1,5 kg Futterkalk.
Bei einem grünen Auslauf wurde
37,5 Getreideschrot,
5,5 kg Fischmehl,
5,5 kg Fleischmehl
1,5 kg Futterkalk gerechnet.
Re: Hühnerratsch
Verfasst: Do 13. Dez 2012, 08:14
von smallfarmer
Moin Gärtnerin
Schau mal zu, dass du dir das Buch von Richard R Römer Nutzbringende Geflügelhaltung Ausgabe 1953 an Land ziehst. Wichtig wäre diese Ausgabe da sie wesentlich umfangreicher ist als die vorherige. Ich hab das Buch schon zweimal gekauft, kriegst du bei Booklooker.
Ich muss gleich schlachten gehn, sechs dicke Puten, sieben Kaninchen und ein paar Suppenhühner, .......... aber dann wirds auch ruhiger und einfacher.
Dir einen schönen Tag
smallfarmer