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Re: Selbstversorgung mit Brennholz: Euer Arbeitsablauf?
Verfasst: Di 20. Jan 2026, 17:19
von Thomas/V.
Das mit dem Heizwert ist eher relevant, wenn man sein Holz kauft. Wenn ich für Buche das Doppelte bezahlen muß als für Fichte, dann muß schon auch mehr Wärme dabei raus kommen.
Wenn ich Leseholz mache, dann ist das eher egal, da kann alles mögliche dabei sein, was grad so rum liegt in dem zugewiesenen Waldstück, ich bezahle nen vorher vereinbarten Festpreis pro RM.
Ehrlich gesagt ist mir Fichte usw. lieber als Buche, da hab ich immer bissl Angst, das der Ofen anfängt zu glühen, wenn ich (bzw. meine Frau, die gar keine Ahnung von Holz hat) zu viel rein werfe.
Von Pflaume oder Kirsche gar nicht zu reden, sowas werfe ich nur in homöopathischen Dosen mit rein.

ich will doch die Hitze nicht zum Schornstein raus jagen.
Re: Selbstversorgung mit Brennholz: Euer Arbeitsablauf?
Verfasst: Di 20. Jan 2026, 18:21
von Thomas/V.
Kirschkernchen hat geschrieben: Di 20. Jan 2026, 10:55
...nix auf Vorrat
Also ich bin froh, einen Wintervorrat für den darauf folgenden Winter aufgebaut zu haben. Schon 2x konnte ich übern Sommer aus gesundheitlichen Gründen kein Holz aus dem Wald holen und auch nicht sägen/spalten usw.
Da hätten wir den ganzen Winter mit Öl die Küche heizen müssen wenn in der Scheune nicht ein trockener Vorrat gewesen wäre.
Re: Selbstversorgung mit Brennholz: Euer Arbeitsablauf?
Verfasst: Di 20. Jan 2026, 23:45
von Manfred
Maria hat geschrieben: Di 20. Jan 2026, 11:01
wieso nass?
Weil man frisches (noch nasses) Holz billiger kaufen kann als schon getrocknetes.
Man braucht dann halt eigenen Lagerplatz zum Trocknen.
Re: Selbstversorgung mit Brennholz: Euer Arbeitsablauf?
Verfasst: Di 20. Jan 2026, 23:52
von Manfred
Zacharias hat geschrieben: Di 20. Jan 2026, 15:21
Billig, faulpelzgeeignet, aber geringe Heizleistung.
Faulpelzgeeignet verstehe ich den dem Zusammenhang nicht.
Der Energiegehalt je kg Trockenmasse unterscheidet sich zwischen den Holzarten nur minimal.
Wegen der geringeren Dichte der Weichhölzer müssen die Weichholzmacher aber deutlich mehr Volumen / Stück bearbeiten, für den gleichen Heizwert, und dann dieses mehr an Volumen auch ins Haus schaffen und entsprechend öfter nachlegen.
Faulpelze sind also wenn, dann eher die Hartholzheizer.
Wir heizen seit jeher überwiegend mit Weichholz, weil das halt das Material ist, das bei uns anfällt.
Der Rest ist Gewohnheit.
Re: Selbstversorgung mit Brennholz: Euer Arbeitsablauf?
Verfasst: Mi 21. Jan 2026, 08:26
von emil17
Was oft vergessen wird: Wenn man ernsthaft mit Holz heizen will, braucht man viel Platz, um das Holz aufzurüsten und zu lagern. Unser Schorni hat mir erzählt, dass er sich bei den Stückholzöfen die Ascheentsorgung und den Holzvorrat anschaut. Die Asche, weil die oft unsachgemäss entsorgt wird (Brandgefahr) und weil er daran sieht, ob richtig gefeuert wird. Den Holzvorrat, weil er da sieht, ob das Holz trocken ist.
Aber: Die meisten Häuser haben gar keinen Holzvorrat.
Viele Leute haben sich für ihre schicke Villa einen Schwedenofen gekauft, überlegen sich aber nicht, wie das mit dem Holz gehen soll. Erst im Oktober, weil ja der Winter jedes Jahr sich völlig überraschend ankündigt, wollen dann alle ofentrockenes Holz und zwar in Kleinmengen, weil man das ins Auto packen und nett lagern kann.
Es kursiert dann auch der Tip, man solle das Holz nicht ganz trocken und mit abgewürgter Zuluft verbrennen, "weil es länger vorhält". Das ist eine Schweinerei.
Re: Selbstversorgung mit Brennholz: Euer Arbeitsablauf?
Verfasst: Mi 21. Jan 2026, 12:00
von Maria
Noch schlimmer, wenn statt Holz Müll verbrannt wird

Kann das der Rauchfangkehrer wirklich nur feststellen, wenn er "die bösen Nachbarn" inflagranti erwischt??
Ich persönlich ärger' mich nur ein bisschen, weil unsere alte Ölheizung nie qualmt oder stinkt, aber "aus Umweltschutzgründen" weg soll. Ja, ich freu mich eh auf den Kamin, aber wenn's dann so stinkt, is die Freude bald weg. Ich werde mich bis kurz vor'm Erfrieren dagegen wehren, Müll zu verbrennen. Zur Zeit hängt unser gekaufter Holzvorrat in Netzen neben dem Haus unter'm Vordach, aber das wird nicht reichen.....
Also mein Problem ist, wie krieg ich's Holz trocken, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist und es täglich regnet?
Re: Selbstversorgung mit Brennholz: Euer Arbeitsablauf?
Verfasst: Mi 21. Jan 2026, 12:22
von Zacharias
Habt ihr keinen Holzschuppen? Den braucht ihr unbedingt, so trocknet Holz am Besten.
Der Schornsteinfeger kann kontinuierliche Müllverbrennung an den Belägen erkennen.
Ich habe dieses Jahr auch das Problem, dass das Holz zu feucht ist. Erst dachte ich, das wurde mir zu feucht geliefert. Also habe ich Altbestände ausgegraben und gemessen, alles über 20%. Liegt wohl am verregneten letzten Jahr. Ich trockne es im Haus nach. Was sehr feucht ist, eine Woche an einer warmen Stelle. Was knapp unter 20% ist, lege ich abends auf die Restwärme des Küchenofens. Da die Feuchtigkeit nur äußerlich ist, reicht das.
Re: Selbstversorgung mit Brennholz: Euer Arbeitsablauf?
Verfasst: Mi 21. Jan 2026, 13:01
von Thomas/V.
Zeit hängt unser gekaufter Holzvorrat in Netzen neben dem Haus unter'm Vordach, aber das wird nicht reichen.....
Also mein Problem ist, wie krieg ich's Holz trocken, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist und es täglich regnet?
Wenn ihr ein Vordach habt, dann könntet ihr doch dort das Holz stapeln? Idealerweise natürlich Südseite, aber Ost- oder Westseite reichen auch, um Holz übern Sommer fast trocken zu kriegen.
Ich hatte schon 1m-Rollen mit 20-30cm Durchmesser im Garten aufgestapelt, das im WInter noch grün war. Im April aus dem Wald geholt, abgedeckt mit Plane und das hat übern Sommer schon schöne Trocknungsrisse bekommen.
Wenn Du also gehacktes Holz an einer Wand aufstapelst, dann ist das in einem halben Jahr (übern Sommer) eigentlich trocken genug. (Nadelhölzer)
Hier ist auch fast immer hohe LF, da ist meine Scheune natürlich ideal, da ziehts auch im WInter, sodaß es da auch weiter trocknen kann.
Mit Holzstapeln bringst du auf alle Fälle mehr unter als in aufgehängten Netzen. Und die dürften wohl vermutlich auch so ziemlich das Teuerste sein, was man geliefert bekommt. Schüttgut ist wesentlich billiger.
Mit Plane abdecken ist am einfachsten und billigsten, idealer wäre, wenn nach oben hin noch Luft wäre, also ein Bretterdach mit Vorsprung, damit es nicht von schräg dran regnet.
Hab sogar meinen ungenuzten Kaninchenstall zum Holzlager umfunktioniert. Geht auch

Da kommt Kleinzeug, was auf dem Grundstück anfällt rein.
Re: Selbstversorgung mit Brennholz: Euer Arbeitsablauf?
Verfasst: Mi 21. Jan 2026, 13:07
von Maria
Zacharias hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 12:22Was sehr feucht ist, eine Woche an einer warmen Stelle.
sehr gut! Für den laufenden Bedarf können wir einiges neben der Treppe in's Obergeschoss lagern. Das gekaufte verschimmelte Buchenholz wollte ich dort nicht, aber wenn's Holz ok ist, dann ist das schon mal etwas
edit: wir heizen ja noch nicht, das (verschimmelte Buchenholz aus dem Baumarkt) war nur ein spontaner Vorfreude-Kauf meines Mannes, aber wegwerfen will ich's auch nicht. Die Tochter hat ein paar gestürzte Bäume auf ihrem Grundstück und wir haben einige Baum-Büsche, die wir zurückschreiben wollen. Dieses Kleinholz heizt auch gut. Aber es muss halt getrocknet werden..
Re: Selbstversorgung mit Brennholz: Euer Arbeitsablauf?
Verfasst: Mi 21. Jan 2026, 13:15
von Maria
Thomas/V. hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 13:01Wenn ihr ein Vordach habt, dann könntet ihr doch dort das Holz stapeln? Idealerweise natürlich Südseite, aber Ost- oder Westseite reichen auch, um Holz übern Sommer fast trocken zu kriegen.
Vordach ja, an der Westseite. Aber dort fließt halt auch der Bach. An der Südseite ist eigentlich unser Mittagstisch und Sofa
Thomas/V. hat geschrieben: Mi 21. Jan 2026, 13:01Wenn Du also gehacktes Holz an einer Wand aufstapelst, dann ist das in einem halben Jahr (übern Sommer) eigentlich trocken genug.
Und dem Haus schadet das nicht? Also weil die Wand vollgeräumt ist und dort Holz trocknet?
Da hab ich ein bisschen Sorge, ist ein Altbau.