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Re: Gigerl schlachten
Verfasst: Mi 5. Sep 2012, 19:32
von hobbygaertnerin
Hallo Smallfarmer,
bei den Bressehühnern hab ich schon schwarze und graue Farben gesehen, in der Bratpfanne und auf dem Teller kenn ich sie nicht.
Bei mir sollen sich die überzähligen Vorwerkhähne in ansehliche Braten verwandeln, so zum Testen würden mir ein paar Bressehühner ganz gut gefallen.
Wichtig ist mir, dass es 2 Nutzungsrassen sind, meine Vorwerkgiggerl werden sicher keine edlen Bressehühner, aber wenn ich sie annähernd so halte und füttere wie die Edlen, dann müsste doch ein saftiger Braten fertig werden.
Gruss
hobbygaertnerin
Re: Gigerl schlachten
Verfasst: Mi 5. Sep 2012, 19:36
von smallfarmer
Du wirst den Unterschied spätestens sehen, wenn sie nackig vor dir liegen. Tag und Nacht.
smallfarmer
Re: Gigerl schlachten
Verfasst: Mi 5. Sep 2012, 22:48
von kleinesLicht
Das Tag und Nacht Erlebnis hatte ich jetzt auch, allerdings keine Bresse. Ich kannte die letzten Jahre nur Supermarktkeulen, ein Brathaehnchen habe ich nie gekauft, geschweige denn zubereitet.
Unsere ersten eigenen (Naja, sie waren aus einer Sammlung von Eiern verschiedener Herkunft und aus der Brutmaschine.) Haehnchen hatten wir in den letzten zwei Wochen. Der erste war ein Schock fuer mich. Da war ja nix dran! 20 Wochen, 1200g kuechenfertig und nach 55min im Ofen noch leicht bissfest! Der Geschmack war allerdings riesig!
Leztes Wochenende die beiden anderen, 21 Wochen, einer 1200g und einer 1350g, die hatten schon Fett angesetzt. Ein bisschen laenger im Ofen... Die waren vom Geschmack her einfach nur traumhaft und gereicht hat es fuer 7 1/2 Mitesser!
Ja, es ist eine ziemliche Umstellung, aber eine, die sich wirklich lohnt!

Re: Gigerl schlachten
Verfasst: Mi 5. Sep 2012, 23:07
von Zacharias
Da muss ich gestehen, dass es mir anders geht. Ich mag die eigenen Hähnchen nicht so wirklich, ich liebe einfach zartsaftiges Fleisch. Deswegen werde ich im nächsten Jahr mal Broiler aufziehen und hoffen, dass die ähnlich zart sind wie die aus dem Supermarkt.
Ich hatte auch schon Bresse und das war es auch nicht für mich.
Re: Gigerl schlachten
Verfasst: Do 6. Sep 2012, 06:51
von hobbygaertnerin
Hallo kleines Licht,
ich kenn die überzähligen Hähne von früher als Wiener Backhendl, hab sie lange nicht mehr gemacht, aber das möcht ich wieder mal versuchen.
Seit letzter Woche hab ich eine grosse Wachtelvoliere, die ich auch als Maststall für die Henderl nutzen kann.
Momentan mäste ich die Vorwerker, dann kommen die Hähne der Aurakanerhenne an die Reihe, momentan beschützt sie noch ihre Mama, werden von der Genetik her sicher keine schweren Braten.
@Zacharias, ich hab mir bisher immer von einer bekannten Familie die Mastgigerl kurz vor dem Schlachten geholt und sie dann noch eine Weile weitergefüttert.
Ich bin immer wieder erstaunt, in welcher Geschwindigkeit aus den gelben Wattebällchen so grosse schwere Hähnchen werden. Rein von der Ökonomik her kann da kein Kaninchen, kein Rind mithalten.
Aber da geb ich dir recht, das Fleisch wird schon ein wenig anders.
Ich brat alles auf Niedrigtemperatur, da wird auch etwas älteres Geflügel sehr zart und das eine oder andere Geflügelteil hab ich auch schon in Most, in Buttermilch eingelegt- auch in dunklem Bier. Ein paar Tannezweige dazu und man hat fast den Geschmack von Wildgeflügel.
Das langsame Braten und eine würzige Füllung, so ein Hähnchen ist ein leckeres Essen.
Nächstes Jahr werd ich mich mit der Fütterung der Gigerl etwas mehr befassen, möchte dann ich keine mehr einfrieren, sondern immer nach Bedarf eines oder 2 schlachten. Fütterung nach Bresseart, als Maishenderl und was mir da noch so unter die Finger kommt. Dazu träume ich noch von Mastwachteln.
@smallfarmer, du hast mich neugierig gemacht, ich werd bei nächster Gelegenheit um ein paar Bressehühner schauen.
Gruss
hobbygaertnerin
Re: Gigerl schlachten
Verfasst: Mi 2. Jul 2014, 20:57
von Olaf
Moin,
hier passt das thematisch besser als im Hühnerratsch.
War eine schnelle Entscheidung, einen Hahn zu schlachten, weil der den Gänsen so auf den Keks gegangen ist.
Hab das dann bei g**gle eingegeben, zweiter Link war natürlich in unser Forum, dieser Thread, und ich hab das dann so gemacht, wie es Thomas im 3. oder so Beitrag beschrieben hat.
Lief super, aber wir sind ja inzwischen routinierte Wachtelschlachter, und ein Huhn ist ja nur ne große Wachtel, hab ich mir so gesagt. Dann musste es aber schnell gehen, weil wir es heute noch essen werden.
Bei Wachteln können wir das inzwischen, Warmfleisch, und es ist schön, ein eingespieltes Team zu sein.
Meine Frau hat ihn trickreich eingefangen, ich hab ihn gemeuchelt, sie hat ihn gerupft, während ich melken war, ich hab ihn ausgenommen, während sie das Wasser aufgesetzt hat; während sie ihn vorgekocht hat hab ich den Grill angemacht, und nachdem er etwas ausgekühlt war aufgespießt.
Sehr beeindruckend, dieses gelbe Fleisch.
Obs so geklappt hat, kann ich in Bälde berichten, er ist gleich fertig!
LG
OLaf
Re: Gigerl schlachten
Verfasst: Fr 4. Jul 2014, 13:40
von hobbygaertnerin
Hallo Olaf,
kannst du das Vorkochen etwas genauer erklären?
Wie lange ??????
Unser junger Hahn humpelt, hoffe, dass er sich wieder erholt, ansonsten droht ihm der Kochtopf.
Re: Gigerl schlachten
Verfasst: Fr 4. Jul 2014, 14:22
von Olaf
Moin,
ein Supermarkthahn kocht meine Frau 20 min vor. Ohne wirds auf dem Drehspieß nix, bzw. außen brernnts ab und innen ists roh.
Für dieses lächerliche (850g) und natürlich sehr junge Hähnchen war das schon fast zuviel, kann auch sein, dass sie es sogar früher rausgenommen hat, ich frag nachher mal.
Heute kriegen wir Gäste, da spießen wir gleich zwei auf, gekaufte aber, die andern sollten nach Möglichkeit wohl doch ein bisschen dicker werden
LG
Olaf