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Re: Selbstversorgung von fleischfressenden Haustieren
Verfasst: So 13. Nov 2011, 12:33
von Sabi(e)ne
Moin,
Chris schrieb etwas von getrockneten Fellen in Streifen geschnitten: Mit den Haaren oder Flämmt man die ab ? Muss mann die Felle irgendwie noch bearbeiten oder abziehen und in der Sonne trocknen (aber dann kommen wohl eher die Maden) ?
In Streifen schneiden, MIT Haaren, und schnell trocknen - zur Not mit Lüfter im Trockner nachhelfen.
Oder Pansen nur leerraümen mit wasser spülen und verfütter oder trocknen.

Äh, nein, das Grüne wird komplett mitverfüttert, das ist der Gemüseanteil für den Hund
Am einfachsten geht es mit Portionieren und Einfrieren, aber eine Woche hält sich das auch gut in nem Extra-Kühlschrank.
Extra Kühli ist aber Pflicht, wenn nicht alles nach Pansen schmecken soll.
Trocknen hab ich noch nicht probiert, weil immer zu schnell zu Ende.
Re: Selbstversorgung von fleischfressenden Haustieren
Verfasst: So 13. Nov 2011, 12:53
von Maunzel
Das ist doch schon mal gut, da ich mit den Fällen eh nichts anfangen kann, obwohl da kauf ich wohl nen gebrauchten extra Trockner - sonst gibts Ärger mit der Chefin

Re: Selbstversorgung von fleischfressenden Haustieren
Verfasst: Mo 24. Sep 2012, 13:15
von Kaufnix
Hallo,
Eine Möglichkeit, eine Barf gewöhnte Katze selbst zu versorgen, wäre eine Kolonie afrikanischer Vielzitzenmäuse. Diese possierlichen Tiere sind fast völlig geruchsneutral, im Vergleich zu Ratten oder Farbmäusen, und leben in der Natur in großen Kolonien von hunderten oder tausenden von Tieren in Gemeinschaftsnestern. Dementsprechend eignet die Zucht sich auch für Wohnräume, es ließe sich ein Regal konstruieren, in welches man diese großen transparenten Boxen aus dem Baumarkt (Deckel mit Gaze versehen) stellt und über transparente 50mm PVC Rohe miteinander verbindet, damit die Kolonie genug Platz zum Laufen und Erkunden hat. Das könnte eine ganze Wohnzimmerwand einnehmen und wäre ein echter Blickfang. Vielzitzenmäuse setzen Fäkalien und Urin an immer gleichen Stellen ab, sodass eine Komplettreinigung nur selten nötig ist.
Die Hard Facts der Vermehrung: ca. 15 Jungtiere pro Weibchen alle 21 Tage. Die Jungtiere werden mit 4-6 Wochen, also zwischen Absetzen und Geschlechtsreife, mit Hilfe einer kleinen CO2 Kammer vergast und wiegen dann 20-30g. Sie werden komplett eingefroren und je nach Bedarf aufgetaut. 10 weibliche Mäuse sorgen für monatlich genug Nachwuchs, um eine Katze von 4kg zu ernähren. Dazu hält man ein, oder wenn es Brüder bzw. Vater und Sohn sind, zwei Männchen. Schlangenzüchter züchten schon lange Vielzitzenmäuse als Futtertiere.
Um Abwechslung in den Speiseplan zu bringen, kann man folgendes machen: Bruteier von schnellwachsenden Hühnern wie z.B. Bresse bestellen, aufziehen und mit 2 Wochen (ca. 250g) schlachten. Dann als mal ein halbes Huhn mit allem drum und dran (Federn, Innereien) füttern.
Mehr Wachteln ausbrüten als man für die nächste Saison braucht. So eine ganze, ausgewachsene Wachtel dürfte sogar einen Maine Coon Kater satt bekommen.
Eine Kaninchenzippe mehr halten als man normal würde. Die dreimal im Jahr decken lassen. Die Jungen direkt nach dem Absetzen schlachten (3-4 Katzenmahlzeiten) und komplett einfrieren.
Supplementieren braucht man so eigentlich nicht, wer trotzdem Taurin geben will, um den Verlust durchs Frosten auszugleichen, kann das Taurin einer aufgetauten Maus in den Rachen tröpfeln.
Man kann auch noch Gerbils und Lemminge in irgend einem Schuppen züchten...
Sind nur so ein paar Ideen für eine SV Katzenfütterung

Re: Selbstversorgung von fleischfressenden Haustieren
Verfasst: Mo 24. Sep 2012, 13:35
von fuxi
Bevor man sowas angeht: unbedingt ausprobieren, ob die Katzen das auch fressen!
Frostmäuse werden von meinen z.B. komplett und konsequent verschmäht, Wachteln nur mit langen Zähnen gefressen, wenn der Hunger zu groß wird. Frostküken frisst nur mein Kater.
Re: Selbstversorgung von fleischfressenden Haustieren
Verfasst: Mo 24. Sep 2012, 13:42
von Kaufnix
Hmm stimmt, klein anfangen würde sich auf jeden Fall lohnen. Viele Katzen sind wählerische Feinschmecker. Vielleicht erst mit Frostmäusen aus dem Zoohandel anfangen oder mit 1,2 und einen Schlangenhalter kennen der notfalls den Nachwuchs abnimmt.
Re: Selbstversorgung von fleischfressenden Haustieren
Verfasst: Mo 24. Sep 2012, 14:09
von Kaufnix
Nachtrag: könnte man die Beutetiere nicht durch den Fleischwolf drehen und mit dem bekannten Futter in immer größer werdenden Anteilen mischen?
Ich habe schon von Katzen gehört die nur noch Eintagskueken fressen wollen, und das seit 3 Jahren

Re: Selbstversorgung von fleischfressenden Haustieren
Verfasst: Mo 24. Sep 2012, 14:11
von fuxi
Wer wolft kann das probieren (wobei ich schon von Katzen gehört habe, die anscheinend schon atomare Spuren des ungeliebten Futters schmecken/riechen).
Ich füttere in großen Stücken (Mäuse und Küken ganz).
Re: Selbstversorgung von fleischfressenden Haustieren
Verfasst: Mo 24. Sep 2012, 15:42
von Benutzer 68 gelöscht
Kaufnix hat geschrieben:Ich habe schon von Katzen gehört die nur noch Eintagskueken fressen wollen, und das seit 3 Jahren

Einfach nur noch anderes Futter geben, nach einer Weile sind sie nicht mehr so wählerisch.
Re: Selbstversorgung von fleischfressenden Haustieren
Verfasst: Mo 24. Sep 2012, 23:25
von kleinesLicht
Das ist doch mal ne Idee fuer Huehnerfutter!
Theo, hast du mit deiner Methode Erfolg? Also unsere Katzen sind irgendwie zaeher, als ich. die fressen einfach nichts, wenn ihnen das servierte Futter nicht ansteht

Re: Selbstversorgung von fleischfressenden Haustieren
Verfasst: Mo 24. Sep 2012, 23:53
von Hildegard
Wo ist das Problem, wenn sie das Futter nicht gleich fressen? Wenn unsere "wählerisch" ist und bei voller Schüssel raunzt, dann mach ich die Haustür auf und sag:"Selbstversorger!" Meist erscheint sie bald drauf mit Maus und zeigt sie her, bevor sie sie verspeist. Früher bekamen unsere Katzen eine Schale "kuhwarmer Milch"..direkt im Stall und den Rest besorgten sie sich selber.