Manfred hat geschrieben: Fr 7. Jan 2022, 23:49
Emil, du solltest dich einfach endlich mal mit dem Thema befassen und die vielen Links lesen, die hier schon dazu gepostet wurden...
Du wiederholst immer wieder Behauptungen, die hier schon x-fach widerlegt wurden.
Durch das ständige Wiederholen werden deine Behauptungen aber nicht wahr.
Bevor du mir vorwirfst, ich solle aufhören, längst wiederlegte Dinge zu behaupten, könnstest du ja mal damit aufhören, NGOs und Naturschutz niederzumachen mit Argumenten, die so mürb oder so schräg erfunden sind, dass man sie nicht mal widerlegen muss.
NGOs haben eine wichtige Funktion: sie vertreten das, was keine wirtschaftliche Macht hat. Das ist natürlich unbequem.
Ich befasse mich durchaus mit dem Thema, nur eben nicht als Erwerbslandwirt, sondern als Biologe und umweltinteressierter Mensch. Ich habe durchaus Verständnis dafür, dass man in einer im doppelten Wortsinn beschissenen Situation ist, wenn man aus wirtschaftlichen Gründen Dinge tun muss, die man aus Umweltgründen eigentlich nicht vertreten kann. Das ändert aber nichts daran, dass es zum Himmel stinkende Misstände gibt.
Fakten sind lästig, weil man sie nicht wiederlegen kann. Mit Fakten ignorieren "Messungen sind falsch", beschönigen "Nitrat ist gesund und baut sich ab" und Whatabaoutism "woanders hat es auch viel Nitrat" geht das Problem nicht weg.
Zudem berufe ich mich auf amtliche Daten und nicht auf Artikel vom Bauernverband, die logischerweise genauso wie gewisse Naturschutzaktivisten die Sache einseitig sehen und genau deshalb Parteigutachten sind.
Dass Umweltdaten von Biologen erhoben werden, hat mit der Fachanforderung zu tun.
Jeder, der nicht im Tiefschlaf draussen unterwegs ist, sich mit dem Thema beschäftigt und nicht wirtschaftliches Interesse daran hat, dass es weiterläuft wie bisher, muss zwangsläufig zum Schluss kommen, dass da einiges sehr im Argen liegt. Wäre dem nicht so, wären z.B. Bioprodukte schlicht unverkäuflich. Die Naturschutzorganisationen wären nicht Massenorganisationen, sondern hätten die politische Macht lokaler Karnickelzuchtvereine. Die CDU/CSU, die jahrzehntelang die Landwirtschaftspolitik gemacht hat, hätte nach wie vor eine stramme Mehrheit. Landwirte, die selbst auf unschöne Verhältnisse in der konventionellen Landwirtschaft hinweisen, würden von der "grösser und effizienter ist besser" Fraktion nicht gemobbt.
Es gibt ja Hoffnung; Die neue deutsche Regierung will Umwelt- und Landwirtschaft ins gleiche Ministerium legen. Überfällig, weil eins ohne das andere nicht funktioniert.