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Re: Eine Alm hoch über den Tälern zwischen Tirol und Salzbur

Verfasst: Fr 4. Aug 2017, 19:26
von Adjua
Ich war mit Feriengästen von mir auf unserer Alm, die wollten ein Stück spazieren gehen, sind aber schon ein paar Kühen, die am Weg standen, gescheitert. Wir hatten ihnen einen ordentlichen Stock mitgegeben, aber sie waren einfach nicht überzeugend genug, als dass sich auch nur eine Kuh bewegt hätte. Dabei braucht man den Stock bei diesen Kühen in Prinzip nur zu heben und sie wissen, was gemeint ist. Konnten sie nicht. Ausweichen wollten sie aber auch nicht. Zu anstrengend. Immerhin waren sie vernünftig genug, umzukehren.

Ich habe, obwohl nicht vom Bauernhof, das Kühetreiben schon als Volksschulkind gekonnt. Manche können es halt nicht und lernen es auch nicht. Die sollten dann halt ausweichen.

Re: Eine Alm hoch über den Tälern zwischen Tirol und Salzbur

Verfasst: Fr 4. Aug 2017, 21:42
von Rohana
Biete doch Kurse im Kühetreiben an :engel:

Re: Eine Alm hoch über den Tälern zwischen Tirol und Salzbur

Verfasst: Fr 4. Aug 2017, 22:01
von Adjua
Sollte ich machen. Aber besser wären Kurse im Zäunen :engel:

Re: Eine Alm hoch über den Tälern zwischen Tirol und Salzbur

Verfasst: Fr 4. Aug 2017, 22:12
von Benutzer 72 gelöscht
Was ich nicht ganz verstehe: wir sind als Kinder mit unserm total unerzogenem Kläffer querfeldein auf der Alm gewandert (Salzburg), wir haben uns ganz sicher nicht "kuhkorrekt" benommen - Kinder eben.... Es gab dort ganz viele "freilaufende" Kühe und uns hat nie eine auch nur schief angeschaut -
Was hat sich da geändert im Verhältnis Kuh-Mensch??

Re: Eine Alm hoch über den Tälern zwischen Tirol und Salzbur

Verfasst: Fr 4. Aug 2017, 22:31
von Adjua
Hast du Glück gehabt. Eine Mutterkuhherde (von denen es immer mehr gibt) hätte nervös werden können. Warum lässt man den Kläffer nicht zuhause?

Re: Eine Alm hoch über den Tälern zwischen Tirol und Salzbur

Verfasst: Sa 5. Aug 2017, 09:39
von Benutzer 72 gelöscht
Adjua hat geschrieben:Warum lässt man den Kläffer nicht zuhause?
Wir waren Kinder, der Hund war unser Babysitter :aeh:

Danke, das dürfte der Unterschied sein: es waren bei uns damals keine kleinen Kälbchen dabei, ich glaube, es waren hauptsächlich halbwüchsige Tiere.
Und ein paar ältere Kühe dabei, die wurden so weit ich weiß morgens und abends gemolken. Wir haben diese Milch getrunken.

Re: Eine Alm hoch über den Tälern zwischen Tirol und Salzbur

Verfasst: Sa 5. Aug 2017, 09:52
von Adjua
Ausser der zunehmenden Mutterkuhhaltung gibt's noch eine Komponente: Heute will man den Tieren ein mehr naturnahes Leben ermöglichen und hält sie deswegen in Laufställen. dadurch haben sie weniger Kontakt zu Menschen als in Anbindehaltung, die heute sogar für neue Ställe verboten ist.

Dann darf man sich nicht wundern, wenn sich die Rinder auch wieder mehr wie Rinder benehmen. Dass Menschen, deren Hunde auf der Alm keine Funktion habe, diesen zu Hause lassen sollen, und den Zweit- und Dritthund gleich sowieso, um den Kühen eben ein naturnahes Leben im Sommer zu ermöglichen wo sie nicht Hundescheiße fressen müssen und nicht von fremden Kötern beunruhigt werden, das sehen die achso tierlieben und lockeren Hundebesitzer nicht ein. Leider.

Re: Eine Alm hoch über den Tälern zwischen Tirol und Salzbur

Verfasst: Di 8. Aug 2017, 10:23
von Rohana
Für irgendwann mal in der Zukunft... https://www.elite-magazin.de/news/Der-R ... 27127.html

Re: Eine Alm hoch über den Tälern zwischen Tirol und Salzbur

Verfasst: Di 8. Aug 2017, 12:21
von Benutzer 3370 gelöscht
Adjua hat geschrieben:das sehen die achso tierlieben und lockeren Hundebesitzer nicht ein.
Wie wäre es damit
http://www.tjblj.at/news/news/2053-hier ... res-hundes

Achja :) mutiges Projekt, dass du da angegangen bist :daumen:

Re: Eine Alm hoch über den Tälern zwischen Tirol und Salzbur

Verfasst: Di 8. Aug 2017, 12:50
von emil17
Wir haben neben unserem Wohnort eine kleine Heuwiese für das Winterfutter unserer Kaninchen, und weil das der erste bequeme Zugang zum Grünland vom Quarter obenan ist, hat es entsprechend viele Hundehaufen dort.
Der Vorteil ist, dass Hundehalter meist angenehm kommunikative Leute sind, solange man nicht gerade Hundskegel als Thema anschneidet.
Ich denke, für die Almbauern ist es einfacher, oft begangene Wanderwege mit einem Elektrozaun abzuzäunen und die Weiden entsprechend einteilen. Liegt die Weide etwas weiter weg vom Ausgangsparkplatz, hat sich der Hund meist schon vorher entleert.
Ins gleiche Kapitel gehören auch Leute, die auf Weiden picknicken und dann ihren Müll "vergessen".