Thomas/V. hat geschrieben:Wer sät den Anfang April Tomaten? Da ist es ja kein Wunder, das die jetzt noch so mickrig sind.
Anfang Februar säen, dann wirds auch was mit Tomaten
Schön wär´s.
Bei uns sind fast alle Pflanzen nach und nach eingegangen, die wir im Februar/März auf der Fensterbank vorziehen wollten. Außer den Paprikas, ein paar Lauchpflanzen, Basilikum und zwei Tomatenpflanzen.
Diese beiden Tomatenpflanzen sind die kleinsten, die wir zurzeit haben, aber sie haben sich jetzt endlich berappelt.
Anfang April haben wir noch mal gesät, diesmal in eine schweineteure Anzuchterde (kleines Tütchen für 5 Euro). Und siehe da: die meisten Tomatenpflanzen sind was geworden, stehen teilweise im Zelt, teilweise in freier Natur. Die im Zelt schießen in die Höhe, die Freiländer sind etwas kleiner, aber alle tragen sie inzwischen die ersten Tomaten oder haben zumindest Blüten. (Ein paar gekaufte Tomatenpflanzen stehen auch dazwischen).
Kohlräbchen sind auch beim zweiten Aussäen auf der Fensterbank eingegangen.
Unsere Kohlräbchen, Sellerie, die meisten Lauchs, der Blumen- und Rosenkohl sind alles gekaufte Pflänzchen. Wir haben einfach kein Glück in unserer Wohnung mit dem Vorziehen. (Im Gegensatz zu damals in Hessen: da gelang alles!) Was mache ich anders hier??? Nichts. Eigentlich.
Jetzt, seit dem Regen vor drei Tagen, schießen die Zucchini und Kartoffeln nur so, man kann beinahe beim Wachsen zuschauen. Auch die Zwiebeln, die eher mickrig daher kamen, sehen auf einmal richtig gut aus. Die schwarzen Johannisbeeren sind über Nacht dick und fett (und schwarz) geworden, heute oder morgen können wir ernten. Wenn´s Wetter hält.
Ansonsten kann ich mich Andreas schon halbwegs anschließen: für die viele Mühe, die wir uns immer machen, ist die Ernte noch nie groß gewesen, besonders bei Tomaten (auch die im Zelt) und Zwiebeln (Zwiebeln wuchsen nur im ersten Jahr, als nur mein Mann hier wohnte). Paprikas waren letztes Jahr gut, die Kartoffeln mittelmäßig aber immerhin.
Ah ja: Die Zucchini haben uns noch nie im Stich gelassen, wenn auch im letzten Jahr etwas weniger dran war als sonst.
Es ist schon frustrierend. Man hätschelt, tätschelt und pflegt, um am Ende mit (fast) leeren Händen da zu stehen.
Richtig erfreut haben uns bisher eigentlich nur die Beerensträucher und die Apfelbäume, die aber dieses Jahr beide ein Tief haben (es sei ihnen gegönnt nach den letzten beiden reichen Jahren).
Wir machen hier sicher auch einige Anfängerfehler, das schließe ich nicht aus, aber das Wetter ist wirklich dermaßen unberechenbar, dass man gar nicht planen kann.
Ich habe dieses Jahr hier zum ersten Mal Möhren versucht. Die erste Saat draußen brauchte etliche Wochen, um überhaupt zu keimen. Bis jetzt steht das Grün gut (wenn auch wenig), aber von Wurzeln noch keine Spur. Die zweite Saat habe ich erst vor wenigen Tagen gestreut... und es sprießt schon fleißig und dicht (selber Samen).
Radieschen gelingen uns auch kaum. Und das sind doch die einfachsten Pflanzen, die man sich denken kann! Im Balkonkasten hatten wir dieses Jahr nur geschossene Pflanzen. lediglich im Freiland gab´s ein paar rote Kugeln (soweit die Schnecken es zuließen).
Von den etlichen Mangoldpflanzen ist die Hälfte geschossen, an einigen anderen sitzen Läuse (wie auch am Sellerie). Mangold gelang die letzten zwei Sommer eigentlich gut.
Nee, also das Wetter kann einem schon gewaltig einen Strich durch die Rechnung machen.