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Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

Verfasst: Fr 16. Sep 2016, 19:21
von Samsoli
Noch was erfreuliches:
Viele Haselnüsse dieses Jahr! :)
Wie jedes Jahr habe ich keine großen Mengen erwartet, weil die Siebenschläfer wieder ziemlich geplündert haben. So ab Juli liegen jeden Morgen frisch aufgeknabberte Schalen auf dem Boden. Seit ein paar Tagen fallen jetzt die reifen Nüsse, haben schon fünfeinhalb Kilo gesammelt (von einem Strauch). Die hinteren Sträucher kommen erst noch, wobei da das Aufsammeln echt Fleißarbeit ist und ganz viel einfach liegen bleibt...

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

Verfasst: Fr 16. Sep 2016, 19:33
von Samsoli
Ach ja, da fällt mir eigentlich gleich noch was schönes ein :) Nicht aus ganz aktuellem Anlass, eher so allgemein seid wir hier wohnen und eben eigene "Produkte" haben:

Meine Oma kommt öfter mal vorbei (die ist mit ihren jetzt 80 Jahren noch sehr fit unterwegs), die wohnt ja in München und würde auf keinen Fall wieder aufs Land wollen. Kommt aus dem Bayerischen Wald, von einem Bauernhof, viele Geschwister - naja, kann man sich ja vorstellen - keine leichte Kindheit... Die kann auch nicht so richtig die Begeisterung von meiner Mama und mir für Gartenarbeit, Landleben usw. verstehen. Aaaber (jetzt kommt das schöne an der Sache):

Sie nimmt immer gern was mit. Eier soviele sie bekommen kann (verscherbelt sie dann in München an Freunde weiter, welche sie nicht selber verbrauchen kann), gerne eben auch Nüsse, oder Tomaten oder mal ne Zucchini, naja - was halt so da ist. Und das ist irgendwie ein total schönes Gefühl :) Das man seine Oma so "versorgen" kann... Früher war es halt einfach umgedreht, da wird man von der Oma betüddelt und umsorgt. Und sie freut sich eben drüber und sagt, wenn sie was brauchen kann oder eben auch nicht (gibt ja auch solche, denen bietet man was an und dann kommt so ein "Ja, kannst mir schon geben wenn Du es nicht selber brauchst" - hm, klar kann ichs selber auch brauchen aber ich wollte Dir eigentlich eine Freude machen?!)

Naja, und meiner Oma kann man eben jetzt tatsächlich ne Freude damit machen und außerdem lobt sie mich auch immer, was ich für eine "gute Hausfrau" geworden bin - aber da haben sich ihre Ansprüche auch gewaltig geändert :haha:

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

Verfasst: Fr 23. Sep 2016, 09:23
von bielefelder13
Seit 4 Tagen ein Entenpaar im Teich. Sind total Zutraulich. Dem Hund ist es egal. Er liegt am Rand und schaut nur zu. Das ist echt ein schönes Bild. :grinblum:

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

Verfasst: Fr 23. Sep 2016, 11:54
von der.Lhagpa
Und wieder Schlupftag!!! Bisher 5 von 11...... Drückt die Daumen...... :michel:

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

Verfasst: So 25. Sep 2016, 21:01
von Gaggele
Heute gabs Kaninchenkeulen mit Kartoffelbrei und Karotten (wieder mal ein "K-Tag" ;) ).
Als die 5-jährige das sah, meinte sie: "Super, es gibt Fleisch zum Abknabbern!"

Als ich kürzlich 9 Wachteln schlachtete und die 3-jährige dazu kam, freute sie sich ebenfalls auf Fleisch. Ich erzählte dann, dass 8 bereits bestellt sind und also verkauft werden und die letzte bekommt Oma, die wollte auch mal eine. Mehr hätten wir grade nicht zum schlachten.
Kommentar der Kleinen: "O Menno! Und wir kriegen gar nichts!"

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

Verfasst: So 25. Sep 2016, 21:22
von Benutzer 3370 gelöscht
Gaggele hat geschrieben: "O Menno! Und wir kriegen gar nichts!"
Bist du nun Selbstversorger oder Fremdversorger? :pfeif:

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

Verfasst: So 25. Sep 2016, 22:41
von Olaf
*lach, ja, ein typisches Problem des sg. Selbstversorgers, der seine Überproduktion verhökert.
Irgendwann hat man, ich bin nicht besser als gaggele, eher noch schlimmer, Dollarzeichen in den Augen, auch, weils Spass macht und Selbstbestätigung ist. Um Ostern rum essen wir auch keine Eier, weil wir alles verkloppen. Das können wir ja dann im Winter nachholen, wenn es unverkäuflich ist. Beim Fleisch allerdings sind wir eigen geworden: Erst mal wir. Was übrig bleibt, kann ja von mir aus wer kaufen. Bleibt aber nix übrig, es ist mir echt zu schade, das für 14 Euro/kg zu verkloppen und das auch noch zu begründen oder ne Wachtel küchenfertig für 3 Euro, angesichts der ganzen Arbeit und dass mir beim Schlachten immer das Herz blutet.
Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens sind offenbar doch die, wenn man es selber isst, gern auch mit Freunden.
LG
OLaf

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

Verfasst: Mo 26. Sep 2016, 07:27
von Benutzer 2354 gelöscht
meine eigenen Sachen sind einfach zu wertvoll zum verkaufen :schmoll: allerhöchstens verschenken das geht.

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

Verfasst: Di 27. Sep 2016, 21:13
von Samsoli
ihno hat geschrieben:meine eigenen Sachen sind einfach zu wertvoll zum verkaufen :schmoll: allerhöchstens verschenken das geht.
Oh - das ist sehr wahr :daumen:

Was sollte man da denn auch verlangen? Einen Preis, der einigermaßen den zeitlichen und materiellen Aufwand aufwiegt wäre utopisch hoch - und darunter verkaufen, da zahlt man ja dann drauf. Ist also absurd.
Dann lieber an nette Menschen verschenken, die das auch als Geschenk wertschätzen! Einzige Ausnahme bei uns: Eier werden schon auch verkauft...

Re: Die schönen Momente des Selbstversorgerlebens

Verfasst: Di 27. Sep 2016, 21:50
von Benutzer 3370 gelöscht
Ich unterhalte mit meinen Nachbarn einen regen Tauschhandel, nein eigentlich ist es ein Geschenkehandel :lol:
denn jeder schenkt was er gerade zu viel hat.
Und so kommt es heute, dass ich vom Franz 5 Kisten Kartoffel bekomme weil er zu viele hat und meine heuer der Braunfäule zum Opfer gefallen sind.