@Wildmohn:
Ihr habt eben ganz andere Wertmasstäbe. Aus Sicht des Betriebswirtes, der buchhalterisch wirtschaften MUSS, um zu überleben, ist dein Standpunkt genau so weltfremd wie für dich der seinige ignorant ist.
Wenn ich den Standpunkt von Oelkanne lese, bleibt als Konsequenz eigentlich nur, die Landwirtschaft gleich wie jede andere Industrie zu behandeln. Es gibt keine Beiträge für nix, Umweltauflagen müssen eingehalten werden. Genau so wie bei jeder Schrauben- oder Möbelfabrik auch.
Bio kann man wie jede vom Staat extern eingekaufte Leistung fördern, wenn Leistungen im Arten- und Landschaftsschutz nachgewiesen werden.
Wenn dann viele Betriebe eingehen, ist das halt Marktwirtschaft, es ging vielen anderen Gewerbezweigen nicht anders und wo die dort Beschäftigten geblieben sind, hat sonst auch keinen interessiert.
Der Staat würde ein paar Milliarden Euro pro Jahr sparen, und obendrein all die Beamten, die so gerne die Bauern regulieren.
Agrarflächen gehen wie alle anderen Güter auch an den Meistbietenden, kann gut sein, dass das dann Golfplätze oder Kapitalanlageflächen für Investoren aus Asien werden.
Nahrungssicherheit? Die anderen prügeln sich darum, nach D exportieren zu dürfen.
Will man das? Falls nein, müssen die Bauern Geld kriegen vom Staat (was der Fall ist) und die Bauern müssen die Wertvorstellungen derer, die bezahlen, respektieren (woran, wie die Diskussion zeigt, noch etwas nachgebessert werden könnte).
Pestizide sind nicht Mittel gegen Pest, sondern der Begriff ist ein Anglizismus: pest = Seuche, Plage; Pestizid: chemisches Mittel zum Abtöten von Organismen, welche die Plage verursachen. In der Landwirtschaft bedeutet es das gleiche wie Pflanzenschutzmittel, klingt aber nicht so nett.
Wo 50% weniger Vögel als noch vor 30 Jahren auf den landwirtschaftlichen Flächen leben, vom Rückgang der Insekten ach diese Krefelder Studie. Wie Krebs - absolut nutzlos aber los wird mans trotzdem nicht und Ackerkräuter wo hast du das nun wieder ausgegraben? ganz zu schweigen
Das schwarz geschriebene im Zitat sind unbequeme Fakten. Das rot geschriebene kann man sinngemäss zusammenfassen in "interssiert mich nicht".
Wenn nun Natur- und Artenschutz gesetzliche Aufgaben des Staates sind - und das sind sie, weil die Mehrheit der Bevölkerung es so will, denn sonst stünde es nicht im Gesetz - dann wird man es wohl wirklich mit Regulierung durchsetzen müssen.