Seite 66 von 533

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 8. Nov 2016, 12:11
von Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 8. Nov 2016, 12:16
von Manfred
Bayern:
Keine Karte mit einzelnen Brunnen, aber mit prozentualen Angaben für die jeweilige Region:
http://www.lfu.bayern.de/wasser/grundwa ... z_2014.pdf
In Ober- und Niederbayern mit jeweils intensiven Rinderhaltung liegt der Anteil der Grenzwertüberschreitungen um 1%.
Im der eher viehschwachen Ackerbauregion Unterfranken sind es fast 17%.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 8. Nov 2016, 12:18
von Manfred
Noch eine interessante Karte aus Bayern: Nitratkonzentration im Boden:
http://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/bode ... rfluss.jpg
Wieso ist die regionale Übereinstimmung mit den Werten im Wasser so gering?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 8. Nov 2016, 12:22
von Manfred
Zur Abwechslung mal eine andere Meldung zum Thema Wirtschaftsdünger:
Misthaufen geklaut...
http://www.swr.de/landesschau-aktuell/r ... index.html

Ist das jetzt ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 8. Nov 2016, 12:30
von Manfred
Jetzt aber:
Bauer Willi hat die Karte mit den von den jeweiligen Ländern an die EU gemeldeten Nitrat-Messstellen ausgegraben.
Noch irgendwelche Fragen?

http://www.bauerwilli.com/staatliche-manipulation/

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 8. Nov 2016, 13:01
von fuxi
Manfred hat geschrieben:Noch irgendwelche Fragen?
Ja. Qui bono?
Welchen Zweck soll diese "staatliche Manipulation" verfolgen? :hmm:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 8. Nov 2016, 13:14
von Manfred
Was meinst du, wieso Hendricks Tag ein, Tag aus über die "Massentierhaltung" schimpft?
Ihr Ziel ist es, die Intensivtierhaltung mit allen Mitteln abzuschaffen.
Ich bin auch kein Freund davon, aber diese Lügen und Tricksereien gehen mir gewaltig auf den Sack.
Es spricht nichts gegen eine offene Diskussion und die nachfolgende Einführung entsprechender Regeln zur Tierhaltung.
Aber das da abläuft, schlägt jedem Fass den Boden aus.
In der Klimafrage macht sie es ja genauso.

Ich habe neulich für die Schaf-Foren mal die C02-Bilanz meiner Tierhaltung überschlagen:

"Ich habe auf meinen Flächen in den letzten 5 Jahren den Humusanteil im Schnitt um 1,6% angehoben.
Wenn ich annehme, das beträfe nur die oberen 10 cm des Bodens:
Schüttgewicht Boden 1600 kg / m3.
Angenommene mittlere Bodenfeuchtigkeit 25%
Bleiben 1200 kg Trockenmasse.
Davon 1,6% Humuszuwachs wären 19,2 kg.
Davon 60% Gewichtsanteil Kohlenstoff sind 11,52 kg.
In den oberen 10 cm wären das 1,15 kg.
Kohlendioxid besteht vom Masseanteil her zu 12 Teilen aus Kohlenstoff und 32 Teilen aus Sauerstoff. Gesamtmasse 44 g / mol.
1,15 kg Kohlenstoff entsprechen also 1,15*44/12 = 4,22 kg CO2 pro m2. Das sind 42,2 Tonnen CO2 pro ha.
Mal 30 ha sind 1266 Tonnen CO2, die ich dank der Arbeit meiner Tiere und mit etwas Management auf meinen Flächen gebunden habe.
Wie gesagt in den oberen 10 cm. Die tieferen Bodenschichten werden auch nicht ganz ohne Humusanstieg geblieben sein.
Dazu kommt die nicht gemessene CO2-Fixierung meiner Waldflächen.

Dem entgegen steht ein Treibstoffverbrauch von ca. 1.500 Liter Diesel + 500 Liter Benzin pro Jahr (macht 2 x 0,84 x 2,64 = 4,4 Tonnen CO2) + der anteiligen Herstellungsaufwand für Maschinen und Gebäude. Mineraldünger werden nicht eingesetzt.
Die Methan-Bilanz lasse ich mal außen vor, möchte aber anmerken, dass die Mikroorganismen eines gesunden Gründlandbodens deutlich mehr Methan binden, als die darauf stehenden Wiederkäuer absondern.

Wo ist mein Rechenfehler, der meine Tierhaltung von der angeglichen Klimasau zur CO2-Senke macht?"

Und es ist beim besten Willen nicht, als ob das Ministerium das nicht wüsste.
Das Savory-Institut war auf der Koferenz in Paris vertreten und Frankreich und Großbritannien haben die Humus-Problematik längst erkannt.
Und unsere Ministerin stellt sich allen ernstes hin und behauptet pauschal, die Tierhaltung sei schlecht fürs Klima und der Fleischkonsum müsse halbiert werden.
Das ist alles rein ideologiegesteuert und hat mit Tatsachen und Vernunft nichts mehr zu tun.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 8. Nov 2016, 13:17
von fuxi
Ja, eine ähnliche Pauschalverurteilung hat mich letztens auch an Cowspiracy gestört, als ich das jetzt doch mal geguckt habe.

Danke für die Erklärung.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 8. Nov 2016, 14:41
von Benutzer 146 gelöscht
Manfred hat geschrieben:Jetzt aber:
Bauer Willi hat die Karte mit den von den jeweiligen Ländern an die EU gemeldeten Nitrat-Messstellen ausgegraben.
Noch irgendwelche Fragen?http://www.bauerwilli.com/staatliche-manipulation/
fuxi hat geschrieben:
Manfred hat geschrieben:Noch irgendwelche Fragen?
Ja. Qui bono?
Welchen Zweck soll diese "staatliche Manipulation" verfolgen? :hmm:
Schließe mich an:

wer manipuliert hier aus welchen Motiven? Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast....
Es findet sich immer Jemand mit Professorentitel, der sich missbrauchen lasst, um irgendwelche Bürokraten zu beeindrucken. :nudel:
Fragt sich nur, mit welchem Ziel...

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 8. Nov 2016, 14:46
von Manfred
Welche der vielen Brunnen nach Brüssel gemeldet werden, entscheidet das Ministerium schon selbst.
Sie könnte es einfach wie alle anderen Ländern machen und alle erfassten Brunnen melden. Dann hätte sich das mit der Klage längst erledigt.