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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mo 19. Sep 2016, 18:33
von viktualia
Eben in der Zeitung gefunden:
http://www.rundschau-online.de/magazin/ ... r-24767972
Zumindest für den Kölner Raum auch Adressen bei...
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Do 29. Sep 2016, 14:10
von Benutzer 3991 gelöscht
Sieg mexikanischer Imker gegen Monsanto
https://www.youtube.com/watch?v=RcdQl_N ... ploademail
Mexico ist sechstgrößter Honigproduzent, die Kontamination mit GMO - Pollen würde den Absatz gefährden.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mo 17. Okt 2016, 12:24
von Manfred
Das nächste große Steuergeschenk für die Banken:
http://www.topagrar.com/news/Home-top-N ... 55714.html
Bauern, die Land verkaufen um mit dem Geld Bankschulden zu tilgen, werden steuerlich entlastet. Sprich der Staat schenkt seinen Anteil den Banken...
Da haben sich die Vortragshonorare für die Festredner mal wieder ausgezahlt...
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 21. Okt 2016, 10:56
von Manfred
Die EU fördert die Milchmengenreduzierung, während Müller Milch (Sachsenmilch) Prämien für eine Produktionssteigerung bezahlt:
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/T ... 661205.php
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Fr 21. Okt 2016, 15:46
von Manfred
Mehrkosten für Ringelschänze beim Schwein:
Das bayerische landwirtschaftliche Wochenblatt hat in der aktuellen Ausgabe (Heft 42/2016) eine Untersuchung über die Mehrkosten für nicht kupierte Schweineschwänze veröffentlicht.
Über die gesamte Produktionskette von der Muttersau über die Ferkelaufzucht bis zum fertigen Mastschwein hinweg lagen die Mehrkosten pro Mastschwein in den untersuchten Betrieben bei 19,29 bis 51,51 Euro. Der Mittelwert lag bei rund 26 Euro.
Die Mehrkosten ergeben sich Großteils durch einen deutlich erhöhten Arbeitsaufwand für die Tierkontrolle (Gefahr des Schwanzbeißens) und die erschwerte Stallreinigung / Güllelogistik durch das notwendige Beschäftigungs-Raufutter (Stroh/Heu).
Zum Vergleich: Der Gewinn nach Vollkosten (als unter Einberechnung der Arbeitszeit) pro Mastschwein schwankt seit länger Zeit um den Nullpunkt. Siehe z.B. hier auf Seite 18:
http://lelf.brandenburg.de/sixcms/media ... paulke.pdf
Die Schweinemast in D würde also bei Kupierverbot gegenüber den Importschweinen völlig unwirtschaftlich.
Ohne Außenschutz wandert dann die Produktion ab ins Ausland. Die Exportmärkte gegen wegen der Mehrkosten verloren.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 22. Okt 2016, 12:32
von viktualia
Wird durch das nicht-kupieren, bzw. Beschäftigen durch Raufutter keinerlei Geld gespart? Tierarztkosten z.B.?
Müsste sich doch auf den Stressfaktor auswirken, als Ganzes.
(oder ist das "nicht zählbar" oder sonstwie unter den Tisch gefallen?)
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 22. Okt 2016, 12:41
von Rohana
Die Mehrkosten ergeben sich Großteils durch einen deutlich erhöhten Arbeitsaufwand für die Tierkontrolle (Gefahr des Schwanzbeißens) und die erschwerte Stallreinigung / Güllelogistik durch das notwendige Beschäftigungs-Raufutter (Stroh/Heu).
Offensichtlich wird das nicht durch irgendwas ausgeglichen, sonst wären es ja keine Mehr-kosten :( wenn da erstmal einer am Schwänzchen nagt ist die Kacke am dampfen.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 22. Okt 2016, 16:06
von viktualia
Offensichtlich sind erst mal nur die Mehrkosten aufgelistet worden, das hab ich verstanden.
Da wir aber das Jahr 2016 schreiben bedeutet das nicht, das nichts gespart wurde.
Es heist nur, das es nicht rausgerechnet wurde, bzw. möglicherweise die Zahl gar nicht in die Rechnung aufgenommen wurde,
da es z.B. nicht als Vergleich "konzipiert" war. Ich kenn doch diese Pappenheimer.
(Da heist es dann "Vergleichsgrundlage" und man kann es selber rausrechnen, wenn man denn Zugang zu den Zahlen hat.)
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 22. Okt 2016, 17:03
von Benutzer 72 gelöscht
Brauchen Schweine ohne Schwänzchen denn keine Beschäftigung??
Mein Gott! Tiere sind fühlende Wesen.....

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Sa 22. Okt 2016, 17:42
von Manfred
@vikualia: Natürlich wurde gegengerechnet. Wenn es dich näher interessiert, kannst du dir das Heft ja bestellen.
Die ersparten Kosten sind aber Minimal. Tierarzt kommt für sowas keiner auf den Betrieb. Das wäre ja teurer, als das Ferkel wert ist.
@ina: Denk dran, wenn du nächstes Mal Schwein kaufst. Würden die Verbraucher auf sowas achten und dafür bezahlen, hätten entsprechend viele Schweine Ringelschwänze. Tun sie aber nicht. Sie schreien nur nach Gesetzen, die dafür sorgen, dass sie zukünftig ringelschwanzlose Schweine aus dem Ausland kaufen.
In der Ukraine werden täglich neue Lege- und Mastställe für den Export nach Mitteleuropa gebaut, mit Bürgschaften der EU.
Die können ohne Auflagen so billig produzieren, dass die Investoren richtig gut verdienen. Die freuen sich über jede neue Auflage in D einen Ast.