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Re: Pilzkulturen

Verfasst: Di 4. Sep 2012, 17:56
von Joks
Hallo,
zu den Champignons: Hat einmal so geklappt: "riesenchampignons" (Das sind erwachsenere) auf ein Blatt legen. Die Sporen fallen raus. Blatt in die Erde beim Kompost. Sind ein paar Champignons gekommen. :)

Re: Pilzkulturen

Verfasst: Di 4. Sep 2012, 21:02
von Kaufnix
Wenn es bei dir ohne Deckerde klappt, dann lass sie weg. Der Austernpilz fruchtet auch prima ohne. Das macht auch das Nachfüttern nächstes Jahr leichter. Im.Sommer dann vielleicht eine Plane drüber, damit es nicht so austrocknet.

Anfängerglueck gibts nicht nur passende Bedingungen :)

Wenn du experimentierfreudig bist kannst du auch versuchen mit Holzschnitt, Rindenmulch, Grünschnitt oder Buchenlaub wenn er nicht mehr fruchtet zu mulchen. Austernpilz frisst so manches, aber ich gebe keine Garantie. Aber Buchenlaub müsste super gehen und entspricht auch den Bedingungen im Wald.

Re: Pilzkulturen

Verfasst: Mi 12. Sep 2012, 15:36
von hobbygaertnerin
Hi Kaufnix
Heute waren im Pilzbeet 2.5 kg Austernpilze zum Ernten. Solche Riesenteile hab ich noch nie gesehen. :)
So könnte das Weitergehen. :)
Plane hab ich im Sommer drübergezogen, werd den Tip beherzigen und nächstes Frühjahr nachfüttern.
Buchenlaub hab ich genügend, auf die Idee damit Pilze zu füttern wär ich nicht gekommen.
Heute muss ich mich mit der Bevorratung von Pilzen befassen.
Wo findet man eigentlich diese Metallregale für Pilzzucht im Gewächshaus?
Morgen bekomm ich einen Eimer Steinpilze von einer Freundin, da kann ich schlecht Nein sagen.
Wenn man Steinpilze züchten könnte. :holy:
Gruss
hobbygaertnerin

Re: Pilzkulturen

Verfasst: Mi 12. Sep 2012, 20:00
von Sabi(e)ne
:lol: Kann man - Mycel aus sehr reifen Pilzen in passendem Boden anwachsen lassen, so 2-3 Jahre, und dann zur Waldhonigzeit im Sommer mit dickem Zuckerwasser gießen - ein Jahr danach solltest du dicke fette Pilze finden....
Im Schwarzwald wachsen die immer im Jahr nach einer fetten Waldhonigernte, da kleben ganze Wälder vor Laus-Zuckersaft....

Re: Pilzkulturen

Verfasst: Do 13. Sep 2012, 11:58
von Kaufnix
Hmm das ist ja fies, da haben die Imker nicht nur den leckeren Honig sondern auch entscheidende Vorteile beim Pilze sammeln. Wann war denn das letzte gute Waldhonigjahr? Zufällig, hoffentlich, letztes Jahr? :pfeif:

Steinpilze züchten geht schon: hol dir Eichenbäumchen in Kübeln, Steinpilzhut nehmen und mit Wasser pürieren, dieses dann als Gießwasser an die Bäumchen, Erde gut feucht halten, ein Jahr später auspflanzen und wenn sie groß sind eigene Steinpilze ernten. Geht ähnlich mit Trüffeln.

Glückwunsch zu diesen riesen Pilzmengen. Hoffe dass sich hier nach dem Herbsteinbruch auch bald was tut.

Re: Pilzkulturen

Verfasst: Do 13. Sep 2012, 15:48
von hobbygaertnerin
Danke an euch für die Tips. Zucker als Pilzfutter, eine neue Vorstellung, aber im Komposthaufen macht man Hefe und Zucker und als verdünnte Lösung kommt es über den Kompost, soll auch die pilzliche Umsetzung gut auf Vordermann bringen.
Gemixte Pilze, geht das auch mit eingefrorenen und wieder aufgetauten Steinpilzen?
Pilze haben so weit ich mich noch erinnern kann, keine Photosynthese und sind auf die Leistung der Bäume angewiesen, dafür liefern sie der Baumwurzel ihre Stoffwechselprodukte.
Diese Symbiose scheint zu einem grossen Teil gestört zu sein, denn in unseren Wäldern gibts seit Jahren immer weniger Pilze.
Warum das so ist, darauf find ich leider keine Antworten.

Re: Pilzkulturen

Verfasst: Do 13. Sep 2012, 16:11
von Kaufnix
Meine Familie verwendet schon so lange ich mich erinnern kann kleingeschnittene und gefrorene Steinpilze, Maronenroehrlinge und Pfifferlinge. Am besten direkt aus dem Gefrierbeutel zu den dünstenden Zwiebeln in die heiße Pfanne, nicht vorher tauen lassen sonst sind sie Matsch. Ich finde ja Pilze die wegen ihrer Struktur im Gericht sind besser aus der Truhe als getrocknet, aber Würzpilze wie Herbsttrompete sind getrocknet definitiv besser.

Aus seiner Symbiose mit dem Baum, die im Fall des Steinpilzes eine sog. Ekto-Mykorrhiza ist, gewinnt der Baum effizienter Wasser durch die feinen Hyphen, aber viel wichtiger ist die bessere Erreichbarkeit von Phosphatvorkommen im Boden, einem echten Mangelstoff für viele Pflanzen. Der Pilz bekommt Photosyntheseprodukte, also Zucker.

Warum die Pilzjahre immer schlechter werden weiß ich nicht. Ich persönlich vermute, dass die zu niederschlagsreichen Hochsommer mit relativ kühlen Temperaturen und dann die zu trockenen Spätsommer, in denen eigentlich das Wetter mit dem Hochsommer vertauscht werden müsste, die Pilze vom fruchten abhalten. Die letzten September war es von der Pfalz bis zum Odenwald zu trocken für Pilze, als der Regen kam, wurde es schlagartig zu kühl. Klimawandel?

Re: Pilzkulturen

Verfasst: Mi 19. Sep 2012, 12:42
von Kaufnix
Die ersten Austernpilze wachsen nun auch bei mir! Ich darf auf meinen Thread verweisen:
http://www.selbstvers.org/forum/viewtop ... 884#p97884

Re: Pilzkulturen

Verfasst: Mo 1. Okt 2012, 08:42
von hobbygaertnerin
Hi Kaufnix,
hoffe, dass deine Pilze spriessen wie die Schwammerl. Die nächste Welle Austerpilze ist im Kommen, das sieht nach einer guten Ernte aus.
Unter unseren Lindenbäumen wachsen wunderschöne Maronenröhrlinge, hab jetzt mal versuchsweise die Pilzabfälle zu Versuchszwecken bearbeitet.
Der Gang zum Pilzhochbeet ist zur Zeit ein recht erfreulicher Spaziergang.
Gruss
hobbygaertnerin

Re: Pilzkulturen

Verfasst: Di 2. Okt 2012, 14:11
von Kaufnix
Danke, so langsam geht es auch hier los mit den Pilzen. Wenn du genug Zeit und Pilzmaterial hast, versuch saubere Innenstücke von Pilzen in Schraubgläser mit abgekochtem Honigwasser zu tun. Täglich schütteln. Nach ein paar Tagen bilden sich kleine weisse Wölkchen in der Lösung, dann kannst du das Endsubstrat damit giessen. Also einen feuchten Strohballen mit dem Austernseitling und ein getopftes junges Bäumchen mit den Mykorrhizapilzen. Flüssigkultur sollte ubiquitär bei jeder Pilzart möglich sein. Du musst aber penibel sauber arbeiten, Pilzstücke mit abgeflammtem Skalpell schneiden, Handschuhe tragen etc.