Suizid wegen Wegnahme der Hunde
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kleinesLicht
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Re: Suizid wegen Wegnahme der Hunde
http://www.tvo.de/mediathek/video/trago ... R45sWt5mSM Die Namen der Hunde
finden sich hier:
http://www.companiondog.eu/ wieder.
finden sich hier:
http://www.companiondog.eu/ wieder.
viele Grüße
ein kleines Licht
ein kleines Licht
Re: Suizid wegen Wegnahme der Hunde
kleinesLicht hat geschrieben:http://www.tvo.de/mediathek/video/trago ... R45sWt5mSM Die Namen der Hunde
finden sich hier:
http://www.companiondog.eu/ wieder.
Puh...da muss man erstmal schlucken.
Oh Mann, sie hatte zwei Töchter und ein Enkelkind. Die armen Mäuse tun mir echt leid, ich hoffe, dass sie es eines Tages überwunden haben und sie wieder Freude am Leben empfinden können. Das wünsch ich ihnen echt...
Wenn ich ihre, doch sehr persönliche, Homepage so lese, empfinde ich Symathie für diese Frau. Vieles was sie so schreibt, kann ich nachempfinden und dieses im-Stich-gelassen-zu-werden seitens der Behörden findet sich auch recht oft wieder.
Klar - letztendlich hatte sie die alleinige Verantwortung für ihre Tat und sie hätte ja anders handeln können. Aaaaber: auf mich wirkt das eher so, als ob sie in die Enge getrieben wurde und sich die Behörden festgebissen haben, ohne mal ihre Sicht der Dinge zu sehen. Man wollte ihr ihre Familie wegnehmen ! Sie hat sich gegen Zwinger gewehrt und ihre Hunde im ihrem Haus leben lassen. Was ist bitteschön daran verkehrt ? Gut...es waren schon recht viele, aber mein Gott, sie hatten ja auch Auslauf und einen Garten. Diese Tiere hatten einen anscheinend liebevollen Familienanschluß und das ist weit mehr wert als ein blankgewienerter 200m² Palast. Und die Hunde auf den Bildern sahen top aus ! Gepflegt, offener Blick und weder zu fett noch zu dünn.
Meine Erinnerungen schweifen grade ab, an die Zeit, als ich Hunde gesucht habe. Mein letzter gekaufter Hund kam aus einer Weltmeisterzucht, sie hatte einen Namen der unter Hundebesitzern ein erfürchtiges Staunen erzeugte. Wäre das nicht so traurig gewesen, ich hätte darüber lachen können. Das war ein Mitleidskauf meinerseits. Ich hab schon einiges an Tieren gehabt, aber diese Hündin war in einem erbärmlichem Zustand. Sie war ein halbes Jahr alt, eine Übriggebliebene weil Zuchtuntauglich...viel zu groß und Fehlstellung im Gebiss. Dieser Hund kannte gar nicht, wirklich gar nichts. Sie hatte vor allem Angst und war körperlich mega schlapp. Als sie in unser quirliges Rudel kam, war sie nach 5 Minuten laufen und spielen fix und alle und lag laut hechelnd im Gras. Sie kannte keine Treppenstufen, keine Vögel, kein hohes Gras ... einfach gar nix ! Sie hat in ihrem Leben bis dato nur ihren Zwinger kennen gelernt, sie konnte noch nicht einmal richtig laufen, weil völlig untrainiert und mega lose in den Bändern und Muskeln. Vom gestörtem Wesen her fang ich gar nicht zu erzählen an - da wäre ich morgen noch am erzählen. Aber warum erzähl ich das überhaupt ??? Dieser Züchter war von den Behörden anerkannt, sogar wohlgelitten. Die Hunde lebtem im Zwinger, Ergebniss davon siehe oben.
Sowas wird also erlaubt und auch noch hofiert, und das was die Frau gemacht hat nicht. Hätte sie ihren Garten mit Zwingern zugepflastert ... wäre es dann für die Behörden ok gewesen ? Wenn ja, dann wünsch ich dem, der dieses beschieden hat, dass er nie wieder die Bilder aus seinem Kopf kriegt
Mir geht das Wort Behördenwillkür einfach nicht aus dem Kopf.
Unser Land wird immer wahnsinniger...
Nachdenkliche Grüße,
Marion
Ich fühl mich, als könnte ich Bäume ausreißen.
Also, kleine Bäume.
Vielleicht Bambus.
Es wird ... :-)
Also, kleine Bäume.
Vielleicht Bambus.
Es wird ... :-)
Re: Suizid wegen Wegnahme der Hunde
Für mich sind einfach nicht die Behörden schuld, wenn jemand 13 Hunde auf 70m2 hält, oder wenn jemand züchtet, und sich vom Nachwuchs nicht trennt. Dass so jemand dann auch noch eine scharfe Waffe hat, kann niemand vorhersehen. (Wenn es wirklich die Waffe ihres Mannes war, gehört dem der Jagdschein entzogen ...)
Wenn ich meine Hunde so sehr liebe, suche ich einen guten Platz für alle ausser den 5, die ich behalten kann - von Tierheim wär dann keine Rede @kleines Licht.
Ich möchte sehen, wer von euch hier in einem Mietshaus Nachbar sein will von jemandem, der 13 Hunde hat, und wer als Vermieter an so jemandem gerne vermieten würde ... @Marion, beispielsweise.
Es ist immer tragisch, wenn sich jemand umbringt, aber psychologisch gesehen zeigen sowohl der Fall als auch die Diskussion die krankhaften Seiten der Haustierhalterei auf, und wie weit Tierliebe und Haustierhalterei oft voneinander entfernt sind.
Wenn ich meine Hunde so sehr liebe, suche ich einen guten Platz für alle ausser den 5, die ich behalten kann - von Tierheim wär dann keine Rede @kleines Licht.
Ich möchte sehen, wer von euch hier in einem Mietshaus Nachbar sein will von jemandem, der 13 Hunde hat, und wer als Vermieter an so jemandem gerne vermieten würde ... @Marion, beispielsweise.
Es ist immer tragisch, wenn sich jemand umbringt, aber psychologisch gesehen zeigen sowohl der Fall als auch die Diskussion die krankhaften Seiten der Haustierhalterei auf, und wie weit Tierliebe und Haustierhalterei oft voneinander entfernt sind.
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DerElch
Re: Suizid wegen Wegnahme der Hunde
Adjua wenn man nicht die genauen fakten kennt sollte man es nicht so wiedergeben als kenne man dieselben genau!
Re: Suizid wegen Wegnahme der Hunde
DerElch hat geschrieben:Adjua wenn man nicht die genauen fakten kennt sollte man es nicht so wiedergeben als kenne man dieselben genau!
Das scheint der Stand der Dinge zu sein ... Wenn das stimmt, sehe ich das wie oben beschrieben. WENN, wie ich auch oben geschrieben habe, weswegen der Vorwurf, ich würde tun, als wüsste ich, was passiert sei gänzlich der Grundlage entbehrt.Trauer und Ungläubigkeit - so lässt sich die Stimmung im Kronacher Stadtteil Friesen zusammenfassen.
Dort hat gestern eine Frau zuerst neun Hunde und dann sich selbst erschossen. Ein weiterer Hund musste wegen seiner schweren Verletzungen eingeschläfert werden.
Das Ordnungsamt wollte der 49jährigen die Hunde wegen nicht artgerechter Haltung wegnehmen. Tatsächlich sollen die Frau und ihr Lebensgefährte die Hunde, insgesamt zehn Australian Shepherds und zwei Jack Russells auf einer Fläche von 70m² gehalten haben.
Als die Mitarbeiter des Ordnungsamts dann am Anwesen in Friesen auftauchen, eskaliert die Situation.
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DerElch
Re: Suizid wegen Wegnahme der Hunde
Genau wie du schreibst...es SCHEINT und nicht es IST.
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kleinesLicht
- Beiträge: 840
- Registriert: Do 13. Okt 2011, 07:56
Re: Suizid wegen Wegnahme der Hunde
Wow!Adjua hat geschrieben:
Das scheint der Stand der Dinge zu sein ...
Und aus dieser Sicht forderst du eine Einweisung in die Psychiatrie und betitelst einen anderen Menschen als "die Kranke (die sich unmenschlich verhaelt"?
Ich bin sprachlos!
viele Grüße
ein kleines Licht
ein kleines Licht
Re: Suizid wegen Wegnahme der Hunde
Ich habe gesagt, bevor sich jemand umbringt und vielleicht noch seine Tiere, sollte man ihn in die Psychiatrie einweisen. Da man das nicht vorher weiss, ist das nicht praktikabel. Aber hätte man es gewusst, würde die Frau noch leben, was eindeutig besser wäre.kleinesLicht hat geschrieben:Wow!Adjua hat geschrieben:
Das scheint der Stand der Dinge zu sein ...
Und aus dieser Sicht forderst du eine Einweisung in die Psychiatrie und betitelst einen anderen Menschen als "die Kranke (die sich unmenschlich verhaelt"?
Ich bin sprachlos!
Jemand, der sich und seine Hunde erschiesst, anstatt sich entweder einen geeigneten Platz für sich und die Hunde zu suchen oder einen Platz für einen Teil der Hunde, ist krank und auch kein Tierfreund.
Was daran so sprachlos machen soll, verstehe ich nicht.
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Tanja
Re: Suizid wegen Wegnahme der Hunde
Du verstehst so manches nicht.Adjua hat geschrieben:Was daran so sprachlos machen soll, verstehe ich nicht.
Jemand, der so etwas tut, ist verzweifelt und einsam. Ihn nach seinem Ableben obenderin mit Vorwürfen zu überschütten, macht nichts ungeschehen.Adjua hat geschrieben:Jemand, der sich und seine Hunde erschiesst, anstatt sich entweder einen geeigneten Platz für sich und die Hunde zu suchen oder einen Platz für einen Teil der Hunde, ist krank und auch kein Tierfreund.
Was ist denn Deiner Meinung nach ein "Tierfreund"? Jemand wie Du, der selbst gar keine Tiere hält, aber ganz genau zu wissen glaubt, wie die anderen ihre halten müssten und wie sich eine Beziehung zwischen Mensch und Tier anzufühlen hat?
Der Begriff "Tierfreund" ist so variabel einsetzbar, dass er in diesem Kontext schlicht nichtssagend ist. Außer, dass 13 Hunde auf 70 m² gehalten wurden, weiß doch niemand hier tatsächlich etwas über die Haltung der Hunde und die Beziehung zwischen der Frau und ihren Tieren. Mutmaßen kann man vieles. Auch als Reporter und Nachbar. Oder wir aus dritter Hand im Forum.
Für die meisten Menschen wäre es sicher absolut undenkbar, mit so vielen Tieren auf so engem Raum zu leben. Aber wenn darüber hinaus alles andere wie Fütterung, Auslauf, Pflege, Tierarztbesuche im Krankheitsfall stimmen würde (und dass dem nicht so war, kann man nicht aus der Wohnsituation der Frau schließen), dann wäre das für die Hunde sicherlich weniger ein Problem. Wölfe leben in Rudeln im Schnitt von 8-10 Tieren + Nachwuchs. Das ist wohl die optimale Rudelgröße pro Wolfsrevier, um alle mit Nahrung versorgen zu können. Hunde müssen sich darum nicht selbst kümmern. Und insbesondere, wenn sie miteinander verwandt sind und sich mögen, ist es für sie wahrscheinlich weder von Vor- noch von Nachteil, ob sie nun zu dritt oder zu dreizehnt auf 70 m² leben. Hauptsache, es sind Artgenossen zur Gesellschaft da. Wenn, wie gesagt, das Drumherum stimmt, geht es 13 Hunden in einer Wohnung möglicher Weise sogar besser als einem einzen gehaltenen Hund, der während des Arbeitstages seines Menschen allein in Wohnung oder Zwinger gelassen wird. Und somit wäre eine solche Haltung tierfreundlicher als die von so manchen Leuten, die sich selbst als Tierfreunde bezeichnen.
Ob nun das Drumherum stimmte oder nicht, kann man im Nachhinein aus unserer Perspektive nicht beurteilen. Deswegen ist eine "Verurteilung" wegen "Tierunfreundlichkeit" auch nicht möglich.
Als Mensch mit so vielen Tieren zu leben, schränkt allerdings sicher sehr die Lebensqualität ein. Für mich ist es daher umso bezeichnender, dass die Frau es so gewollt hat. Wenn man davon ausgeht, dass sie durch die Tiere ihre Einsamkeit kompensiert hat, dann spricht die große Anzahl der Hunde nur dafür, wie allein sie tatsächlich gewesen sein muß und wie groß das emotionale Loch war, das sie hat füllen müssen. Das finde ich einfach nur unsagbar traurig. Und da fragt man sich in der Tat, wo da die Mitmenschen gewesen sind? Die Freunde, die Nachbarn, die Familie? Dieselben Leute, die sich jetzt die Mäuler zerreißen und die Frau als Kranke bezeichnen, die man rechtzeitig hätte wegsperren sollen.
Für diese Frau waren die Hunde anscheinend ihre ganze Welt und jedes einzelne der Tiere hat sie wahrscheinlich innig geliebt. Als von außen die Forderung kam, sie solle entscheiden, welche der Hunde sie abgeben will und welche bei ihr bleiben dürfen, dann war das für sie offenbar schlicht eine unlösbare Aufgabe. Jeder der Hunde hat ihr gleich viel bedeutet und sie konnte nicht wählen, denn das wäre aus ihrer Sicht ein Verrat an denen gewesen, die hätten gehen müssen. Es wäre ihr vorgekommen als würe sie sie verstoßen und die Liebe verraten, die die Tiere ihr entgegen gebracht haben. Die Entscheidung, alle und sich selbst zu töten, schien dann irgendwann der einzige Ausweg zu sein. Keiner der Hunde würde ohne sie leben müssen. Das ist ein sehr relevanter Punkt. Die Hunde waren nicht nur ihr ganzer Lebensinhalt. Sie hat so gelebt, weil sie der festen Überzeugung war, dass die Hunde sie brauchen. Jemand anderes hätte ihrem Glauben nach den Hunden nie so viel geben und ihnen bedeuten können, wie sie selbst. Anders lässt sich die Tat kaum erklären. Mag sein, dass darüber hinaus auch noch die Vorstellung mitgespielt hat von einem Ort, an dem sie mit den Hunden zusammen ein friedliches und glückliches Leben nach dem Tod würde führen können.
Es ist schwer nachzuvollziehen, wie sie sich gefühlt haben muss. Aber, eines steht fest: sie war totunglücklich - im wahrsten Sinne des Wortes. Und wohl auch krank. Aber Krankheit ist kein Makel und niemand hat das Recht, heute so kalt und hartherzig über diese Frau zu urteilen. Wenn schon zu ihren Lebzeiten niemand für sie da war und dafür gesorgt hat, dass sie nicht in diese dramatische seelische Verfassung gerät, dann sollte man ihr wenigstens jetzt ihren Frieden lassen.
Aus so einer schlimmen Geschichte den Schluß zu ziehen, man müsse die Kranken und Einsamen wegsperren, damit sie kein Unheil anrichten können, zeugt von sozialer Inkompetenz und Hartherzigkeit. Animal Hoarding ist ein klarer Hinweis darauf, dass jemand Hilfe braucht. Aber nicht durch Wegsperren und Entmündigung. Auch die Behörden hätten helfen können. Es gibt beispielsweise städtische Sozialstationen, welche vom Roten Kreuz und Diakonischem Werk und von den Kirchengemeinden, die man behördlicherseits hätte einbeziehen können. Man hätte sich bemühen können, der Frau einen Weg zurück in die menschliche Gemeinschaft zu ebnen. Man hätte sie auch über die Gemeinde bei der Suche nach einer größeren Wohnung mit Garten unterstützen können. Dafür wäre unter Umständen viel Geduld erforderlich gewesen. Und vielleicht hätte sie sich auch dagegen gewehrt. Aber, zumindest der traurige Ausgang der Geschichte hätte so verhindert werden können. All das Hätte-Sollen ist jetzt natürlich müßig. Aber, solche Fälle gibt es leider immer wieder mal. Und zumindst könnte man daraus lernen und versuchen zu helfen, wenn man in seiner eigenen Nachbarschaft so etwas mitbekommt. Und sei es nur dadurch, dass man selbst bei einer sozialen Einrichtung anruft und um Unterstützung für jemanden bittet, der sie so offensichtlicht braucht.
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DerElch
Re: Suizid wegen Wegnahme der Hunde
danke tanja...dem ist nix hinzuzufuegen.
ausser...das 70m2 wohnfläche nichts ueber die gesamte zur verfuegung stehende fläche aussagen.(Grundstueck am haus ...zusätzliche fläche ausserhalb)
Und adjua es soll ja auch menschen geben,die eine freude daran haben andere mit mutmassungen
und falsch interpretationen in misskredit zu bringen.
ausser...das 70m2 wohnfläche nichts ueber die gesamte zur verfuegung stehende fläche aussagen.(Grundstueck am haus ...zusätzliche fläche ausserhalb)
Und adjua es soll ja auch menschen geben,die eine freude daran haben andere mit mutmassungen
und falsch interpretationen in misskredit zu bringen.
