Seite 7 von 7

Re: Wie wird aus Kompost eigentlich Humus?

Verfasst: Di 29. Jan 2013, 22:55
von kleinesLicht
Vermutlich Bernhards bebilderte Erklaerung. Gibt es die noch oder ist die mit seinem Forum untergegangen?

Re: Wie wird aus Kompost eigentlich Humus?

Verfasst: Di 29. Jan 2013, 22:58
von Lehrling
diesen hier
Ich hab die Frage im Februar selbst gestellt:
http://www.selbstversorgerforum.de/view ... g&start=15, das erwähnte und verlinkte pdf darin ist hochinteressant.
liebe Grüße
Lehrling

Re: Wie wird aus Kompost eigentlich Humus?

Verfasst: Di 29. Jan 2013, 23:03
von Sabi(e)ne
:engel: ich finde das: http://www.selbstversorgerforum.de/perma/Erdisieren.pdf
Das ist aus dem alten Forum...

Re: Wie wird aus Kompost eigentlich Humus?

Verfasst: Di 29. Jan 2013, 23:06
von kleinesLicht
Pfff... Du bist ja auch der Finder! ;)

Danke, muss ich mir gleich abspeichern.

Re: Wie wird aus Kompost eigentlich Humus?

Verfasst: Di 29. Jan 2013, 23:10
von Sabi(e)ne
Das Internet vergißt halt nichts, auch wenn die Seite schon lange off ist...kann gut oder ganz übel sein.

Re: Wie wird aus Kompost eigentlich Humus?

Verfasst: Mi 30. Jan 2013, 00:00
von Lehrling
in diesem Fall war es gut :daumen:

vielen Dank Sabine :grinblum:

liebe Grüße
Lehrling

Re: Wie wird aus Kompost eigentlich Humus?

Verfasst: Mo 25. Feb 2013, 14:18
von fuxi
Nach Lektüre des Buches "Humussphäre: Humus - Ein Stoff oder ein System?" von Herwig Pommeresche (viel theoretisches Blabla und nicht mehr praktische Info als in Bernhards PDF) ist mir immer noch nicht ganz klar, wie ich am besten mit meinem Wachtelmist umgehe. Nach meinem Verständnis beißt sich das mit der Erdisierungsmethode, weil es zuviel auf einmal wäre. Ist dann ein Kompost für Mist sinnvoller (zumal ich ja für die Komposstoilette eh einen brauche)? Dann muss ich da aber doch auch Grünabfälle und Laub/Heu/Stroh mit einarbeiten, weil sonst die Mischung nicht stimmt. Dann widerum bleibt mir weniger Zeug zum erdisieren und Edaphon-Füttern.
Wo ist mein Denkfehler?

Re: Wie wird aus Kompost eigentlich Humus?

Verfasst: Mo 25. Feb 2013, 15:40
von Stieglitz
Hallo Fuxi,

Mit den gleichen Problemen hatte ich auch mal zu kämpfen. Heute ist mir eigentlich alles ziemlich klar.
Unter dem Faden „Kalk“ hatte ich ein Posting für ihno gemacht, indem alles ziemlich genau beschrieben ist.

http://www.selbstvers.org/forum/viewtop ... 89#p120989

Es kommt immer auf das C/N Verhältnis an. Ob Du nun Hühner- oder Wachtelmist kompostierst, spielt keine Rolle. Beides ist sehr stark Stickstoff haltig, und es braucht Kohlenstoff haltiges Material, um den Ausgleich zu schaffen. Was Kohlenstoff haltiges Material ist, habe ich beschrieben (kann man auch der C/N-Tabelle entnehmen). Den Wachtelmist direkt in den Garten ausbringen, würde ich nicht unbedingt tun. Er regt stark das Wachstum an. Die Qualität des Gemüses ist aber nicht optimal; - es wird zu stark getrieben.

Wenn Du den Wachteln aber Sägemehl (stark Kohlenstoff haltig), eventuell etwas Holzasche (Kalk-, Kali, Phosphor- und Magnesiahaltig) sowie Sand streust, haben sie etwas zu scharren und Sand für die Verdauung der Hühnervögel ist optimal.

Diese Mischung ist schon viel ausgeglichener, und ich wage zu sagen, dass Du diesen Mist direkt in den Garten geben kannst; - am besten vor einem Regen mit unterhacken. Da hast Du fast einen NPK- oder Volldünger, und die Pflanzen, die Du darauf setzest werden es Dir danken.

Liebe Grüsse Stieglitz

Re: Wie wird aus Kompost eigentlich Humus?

Verfasst: Mo 25. Feb 2013, 16:09
von fuxi
Danke, aber deine Ausführungen sind halt nach einem anderen Erklärungsmodell. Ich suche eine Antwort innerhalb des lebendbiologischen Erklärungsmodells "Humussphäre", nicht nach dem chemischen Erklärungsmodell mit NPK, C/N-Verhältnis und ähnlichem.

Re: Wie wird aus Kompost eigentlich Humus?

Verfasst: Mi 27. Feb 2013, 09:30
von roland
fuxi hat geschrieben:Wo ist mein Denkfehler?
In der Menge und Konzentration! Es Sch... halt nicht so viele Vögle auf einen Haufen wie im Stall, somit bilden sich im Boden kleine Nester von abbauenden Organismen und bilden sozusagen Nährstoffnester. Diese werden dann entweder über weitere Bodenorganismen oder über den Umweg Pflanze verteilt und gebunden.
Auch wenn zb ein Tier stirbt läuft dieser Prozess ab: es gibt einen Herd an massiven Fäulniss und Zerseztungsprozessen, und wenn alles abgebaut ist, kommen aus dem umliegenden Boden die dort vorhandenen aufbauenden Organismen und fressen alle Fäulnisorganismen auf, bereiten die Nährstoffe auf und speichern sie, bis eine Pflanze daher kommt. Wird aber das gesamte Beet mit Mist stark gedüngt, ist überall Fäulnis im Boden, nicht nur punktell.
Außerdem ist die Natur nicht darauf angewiesen, das jetzt genau auf diesen 2m² das Gemüse wächst, es geht halt da hin, wo es was zu futtern gibt. Die Nährstoffe sind im Naturhumus keineswegs gleichmässig verteilt, das ist erst nach langer Grabtätigkeit und wenn die Pflanze das Nährstoffnest verwertet und dann wieder zb Blätter auf einer größeren Fläche verteilt.

Also wenn Du kleine Mengen zugibst , kein Problem, aber auch kein riesen Düngeeffekt. ich glaub, solange wir mehr aus dem Boden holen wollen, als er hergibt, wird es immer ein Problem sein.
Große Mengen verarbeiten/Kompostklo: Meiner Meinung nach ab besten auf grossflächige Busch-Gebiete verteilen und den dort entstehendnen Humus in den Garten tragen :mrgreen: :pfeif:

Roland