Re: Endlich einen Garten - aber Quecke wohin das Auge reicht
Verfasst: Mo 4. Jul 2011, 13:21
Hallo samie,
ich würde nicht bis zum nächsten Jahr warten mit dem Anbau! Das wäre doch schade!
Auch ich habe / hatte viel Quecke im Garten. Hier meine Tipps:
Ein paar Beete würde ich für dieses Jahr (auch wenns schweißtreibend ist) freimachen. Wenn der Boden feucht ist (ein Tag nach stärkerem Regen, oder mal gründlich bewässern) ganz normal umgraben, und dabei soviele Wurzeln wie möglich herauslesen. Das kann ziemlich ätzend sein, zugegeben, da wirst Du Dich nach jeder Schaufel bücken müssen u. die Wurzeln herausziehen. Nur die gröbsten Wurzeln nehmen, nicht auch noch das letzte Zipfelchen versuchen herauszusammeln, so perfekt muss es nicht sein.
Mach eine grössere zusammenhängende Fläche, keine Quecke-bewachsenen Wege zwischen den Beeten lassen, sonst wächst das alles wieder in die Beete rein.
Aussäen kannst Du noch Markerbsen, Buschbohnen (das geht sogar sehr gut noch! Ich hatte schon Massenerträge mit Bohnen, die ich am 20. Juli gelegt habe), dann die Erdbeeren im August pflanzen, Knoblauch u. Winterschalotten Ende August stecken. Probiers doch auch noch mit Zucchinis (Aussaat), ich kam dieses Jahr auch erst spät dazu, das wird (je nach Klima bei Dir) vielleicht noch was. Ausserdem natürlich Spinat u. Salat (Pflücksalate, Rauke, später dann Feldsalat etc.) und Radieschen (in 30 Tagen fertig zum essen!) und Rettiche. Schau, dass die Radieschen laut Samenpackung für den Sommeranbau geeignet sind.
Dann hacken, hacken, hacken. Die verbliebenen Queckenwurzeln werden innerhalb von 10-14 Tagen wieder anfangen, ihre Grasspitzen über den Boden zu schieben. Also einmal die Woche die ganze Fläche hacken, auch da, wo Du noch nichts gesät hast. Ich nehme dafür eine Pendelhacke (schön scharf sollte sie sein). In den Reihen, zwischen den Pflanzen, evtl. mit den Fingern herausziehen.
Ich habe so eine Gartenkralle. Damit gehe ich nach dem Umgraben über die Fläche. Durch die Drehbewegung kriegt man noch eine ganze Menge Wurzeln raus, wenn der Boden einigermassen locker ist. Die Gartenkralle zerhackt die Wurzeln auch nicht so.
Noch ein Tipp: Die Gemüsereihen schön weit auseinander, so dass man beim Hacken nicht so super vorsichtig sein muss. Also 40 cm Abstand mindestens (spart später auch Gießwasser).
Den Boden in den bestellten Beeten erst mal nicht mulchen, dann kann man nämlich nicht gut hacken, und die Quecke breitet sich wieder aus.
Erst über Winter die nicht benötigte Beetfläche mulchen, im Frühjahr die Mulchdecke wegziehen, umgraben und dabei nochmal Queckenwurzeln entfernen.
Den Teil Garten, den Du für nächstes Jahr vorbereiten willst, entweder nach der obigen Methode nach und nach umgraben, bis Oktober hacken, hacken, hacken, dann über Winter mulchen. (Lass Dich nicht verrückt machen davon, dass so viel blanke Erde zu sehen ist. Bis die Quecke besiegt ist, geht es erstmal nicht anders. Mulchen kannst Du später noch genug).
Oder die Quecke so kurz wie möglich abmähen, wässern, 2 Schichten Pappkarton drauf und beschweren (mit Erde oder Steinen), gut wässern u. wenn möglich Mulch drauf (den Queckenschnitt, hehe). Im nächsten Mai machst Du Löcher durch die Pappe, wo Du etwas pflanzen möchtest (selbst ausprobiert bei Zucchini, Kürbis, Gurken, Tomaten, Dahlien) und lockerst an diesen Stellen den Boden großzügig. (wieder ist hier die Gartenkralle eine gute Hilfe). Etwas Dünger hinein (Horngrieß etc.) und dann pflanzen.
Im Herbst, nachdem die Pflanzen abgeräumt sind, kann man die verrottete Pappe u. evtl. vorhandene Mulchdecke beiseite räumen, alles ordentlich umgraben, letzte Queckenwurzeln raus, dann gut gemulcht wieder über den Winter gehen lassen.
Im 2. Frühjahr umgegraben ist die Fläche super für alle gewünschten Aussaaten / Anpflanzungen.
Ich hoffe, hier trete ich nicht wieder eine Diskussion los über "Umgraben oder nicht", bwz. "der Boden DARF nicht nackt sein". Ich habe Quecke und ich weiss, dass man ihr durch Mulchen nur einen Vorsprung verleiht...
LG Bettina
ich würde nicht bis zum nächsten Jahr warten mit dem Anbau! Das wäre doch schade!
Auch ich habe / hatte viel Quecke im Garten. Hier meine Tipps:
Ein paar Beete würde ich für dieses Jahr (auch wenns schweißtreibend ist) freimachen. Wenn der Boden feucht ist (ein Tag nach stärkerem Regen, oder mal gründlich bewässern) ganz normal umgraben, und dabei soviele Wurzeln wie möglich herauslesen. Das kann ziemlich ätzend sein, zugegeben, da wirst Du Dich nach jeder Schaufel bücken müssen u. die Wurzeln herausziehen. Nur die gröbsten Wurzeln nehmen, nicht auch noch das letzte Zipfelchen versuchen herauszusammeln, so perfekt muss es nicht sein.
Mach eine grössere zusammenhängende Fläche, keine Quecke-bewachsenen Wege zwischen den Beeten lassen, sonst wächst das alles wieder in die Beete rein.
Aussäen kannst Du noch Markerbsen, Buschbohnen (das geht sogar sehr gut noch! Ich hatte schon Massenerträge mit Bohnen, die ich am 20. Juli gelegt habe), dann die Erdbeeren im August pflanzen, Knoblauch u. Winterschalotten Ende August stecken. Probiers doch auch noch mit Zucchinis (Aussaat), ich kam dieses Jahr auch erst spät dazu, das wird (je nach Klima bei Dir) vielleicht noch was. Ausserdem natürlich Spinat u. Salat (Pflücksalate, Rauke, später dann Feldsalat etc.) und Radieschen (in 30 Tagen fertig zum essen!) und Rettiche. Schau, dass die Radieschen laut Samenpackung für den Sommeranbau geeignet sind.
Dann hacken, hacken, hacken. Die verbliebenen Queckenwurzeln werden innerhalb von 10-14 Tagen wieder anfangen, ihre Grasspitzen über den Boden zu schieben. Also einmal die Woche die ganze Fläche hacken, auch da, wo Du noch nichts gesät hast. Ich nehme dafür eine Pendelhacke (schön scharf sollte sie sein). In den Reihen, zwischen den Pflanzen, evtl. mit den Fingern herausziehen.
Ich habe so eine Gartenkralle. Damit gehe ich nach dem Umgraben über die Fläche. Durch die Drehbewegung kriegt man noch eine ganze Menge Wurzeln raus, wenn der Boden einigermassen locker ist. Die Gartenkralle zerhackt die Wurzeln auch nicht so.
Noch ein Tipp: Die Gemüsereihen schön weit auseinander, so dass man beim Hacken nicht so super vorsichtig sein muss. Also 40 cm Abstand mindestens (spart später auch Gießwasser).
Den Boden in den bestellten Beeten erst mal nicht mulchen, dann kann man nämlich nicht gut hacken, und die Quecke breitet sich wieder aus.
Erst über Winter die nicht benötigte Beetfläche mulchen, im Frühjahr die Mulchdecke wegziehen, umgraben und dabei nochmal Queckenwurzeln entfernen.
Den Teil Garten, den Du für nächstes Jahr vorbereiten willst, entweder nach der obigen Methode nach und nach umgraben, bis Oktober hacken, hacken, hacken, dann über Winter mulchen. (Lass Dich nicht verrückt machen davon, dass so viel blanke Erde zu sehen ist. Bis die Quecke besiegt ist, geht es erstmal nicht anders. Mulchen kannst Du später noch genug).
Oder die Quecke so kurz wie möglich abmähen, wässern, 2 Schichten Pappkarton drauf und beschweren (mit Erde oder Steinen), gut wässern u. wenn möglich Mulch drauf (den Queckenschnitt, hehe). Im nächsten Mai machst Du Löcher durch die Pappe, wo Du etwas pflanzen möchtest (selbst ausprobiert bei Zucchini, Kürbis, Gurken, Tomaten, Dahlien) und lockerst an diesen Stellen den Boden großzügig. (wieder ist hier die Gartenkralle eine gute Hilfe). Etwas Dünger hinein (Horngrieß etc.) und dann pflanzen.
Im Herbst, nachdem die Pflanzen abgeräumt sind, kann man die verrottete Pappe u. evtl. vorhandene Mulchdecke beiseite räumen, alles ordentlich umgraben, letzte Queckenwurzeln raus, dann gut gemulcht wieder über den Winter gehen lassen.
Im 2. Frühjahr umgegraben ist die Fläche super für alle gewünschten Aussaaten / Anpflanzungen.
Ich hoffe, hier trete ich nicht wieder eine Diskussion los über "Umgraben oder nicht", bwz. "der Boden DARF nicht nackt sein". Ich habe Quecke und ich weiss, dass man ihr durch Mulchen nur einen Vorsprung verleiht...
LG Bettina