fuxi hat geschrieben:luitpold hat geschrieben:gib mir einen bulli voll (spezial)werkzeug und 2hektar wald und ich schnitze dir ein passivhaus dessen energiebilanz besser als dein jetziges althaus ist.
Man kann tatsächlich bezahlbare Holzhäuser nach Passivhaus-Standard bauen? Wie viel teurer wäre sowas als ein "normales" Passivhaus?
Ich glaube, mit "öko" und "normal" gibt´s hier ein kleines Mißverständnis.
Wirklich selten ist heute nur noch das "normal" Stein-auf-Stein gemauerte Haus.
Einmal wegen Wärmeverlust (ein Kollege, der nebenher seinen Techniker machte, erzählte, die Ecken wären die Schwachpunkte) und wegen der Zeit, die es dauert, die Hütte hochzuziehen.
Beide Passivhäuser werden hochgedämmte, dichte Fenster haben, und beide Passivhaussysteme werden daher von irgendwoher Frischluft brauchen mit Wärmerückgewinnung.
Wer dem Filter nicht traut, nimmt halt ein dezentrales Lüftungssystem (wenn man ohne ideologische Scheuklappen Renovierungszeitschriften liest, findet sich so einiges, womit sich die Hütte komfortabler machen ließe, ohne das man sich wie ein Konservenwürstchen fühlt

).
Ob jetzt die Wandsegmente aus einem Verbundsystem mit öko-Werbung oder mit Hightech-Werbung sind, wird nicht viel Unterschied machen, je mehr Hersteller auf den Markt kommen, umso mehr wird auch die Öko-Variante bezahlbar werden - einmal dank Konkurrenz und einmal dank steigender Nachfrage.
Das am Anfang der Hersteller von Ökobaustoffen nicht dieselben Preise bieten konnte wie z. B. die Styroporhersteller, die ihre Startphase irgendwann in den 70ern hingelegt haben, ist doch logisch.
Was meiner Meinung nach aber immer Sinn macht: ein ausreichend leeres Konto, damit man sich erst dann für eine Variante entscheidet, wenn andere schon sämtliche Kinderkrankheiten ausgetestet haben

.
(Ich bin auch kein Freund von der Vorstellung, das jemand mit einer Stichsäge in mein Haus einbrechen könnte, aber wenn im Fernsehen die Bewohner eines Passivhauses der ersten Generation zum soundsovieljährigen "Jubiläum" gezeigt werden und die sagen, sie sind zufrieden mit insgesamt 6 Wochen Kaminöfchenbetrieb im Winter, dann wittere ich nicht gleich Propaganda, sondern denke mir "jeder auf seine Art"

)