den Praktikern plausibel
Es ist ja nett, dass Humuserde jetzt als Dünger verstanden wird und in der Welt verstreut wird. Für Wirkungen braucht es da tatsächlich erhebliche Mengen, zu denen man erst einmal kommen müsste.
Für 1) wurde
Startgabe mit vollständigem Verbrauch zur Vereinfachung sonstiger Dinge angenommen. Von Hundert auf Null ist Verbrauch und als solches eine Bilanz. Selbstredend müsste man für die nächste Vegetationsperiode etwas tun, um vom Stand Null wegzukommen.
Siehe #1, losgelöst von allen eigenen Schlussfolgerungen:
Dort wurde die Humuserde auch nach erfolgter Herstellung/Veredlung nicht verstreut, sondern im Stück einfach weiterverwendet => Hügelbeet blieb so bestehen in der weiteren hauptsächlichen Betrachtung. Wer das nicht erfasst und versteht, sollte seine Fähigkeiten zum Erkennen von Plausibilitäten und seine Zugehörigkeit zu Praktikern massiv hinterfragen, wie dann auch seine Rolle zur Meinungsbildung oder zur (selbstherrlichen) Vertretung des Allgemeinwissens und der Wissenschaft.
Nitrat oder Stickstoff?
Die Frage hatte ich an der Stelle auch (mehrere Angaben zu N), was eine Einordnung erschwert. Immerhin wurde aber für Nitrat ein Bereich von 50 bis 400 angegeben, und beim Verlassen des Minimalwertes räumt man dem Sauerstoffanteil einen entsprechenden Raum ein.
Am Ende war die Betrachtung des Kompostes aber auch nur eine Zusatzbetrachtung, und ausgehend von einer Standardisierung in Ausgangsstoffen und Verfahren hat man überhaupt erst Zahlen für eine Wiederholbarkeit. Zur Betrachtung 1) versus 3) spielt es aber keine Rolle, sondern ist nur eine zusätzliche Zahl.
Dauerhumus baut sich nicht ab? Alleine eher nicht (kurzfristig). Wenn aber jemand in obiger Publikation zu Humustheorien gelesen und verstanden hat: Dauerhumus kann sehr wohl abgebaut werden, indem man die konservierenden Aggregate stört und dann Mikroben und Sauerstoff wirken lässt, z.B. durch die geliebte durchgreifende Bodenbearbeitung. Das Verbringen an kahle ungeschützte Erdoberfläche und damit das Wirken von Schlagregen, Trockenheit, Frost, Wind, UV-Strahlung und Oberflächentemperaturen von leicht mal 60 Grad Celsius auch in unseren Breiten ist da "hilfreich". Der Mensch hat seit Jahrtausenden bewiesen, dass er das "beherrscht."
Eigentliche Eigenschaften des Dauerhumus sind aber langfristige Stabilität und die Fähigkeit des Speicherns und Binden von Nährstoffe in wasserunlöslicher Form, so dass sie eben nicht durch einen Starkregen ausgewaschen werden. Wenn ein Speicher etwas abgibt, wird er nicht zwangsläufig selber abgebaut. Rohana kannte Batterien.
Aber schön, dass immerhin bei weiteren von Dauerhumus gesprochen wird (ich verwendete diesen Begriff bereits in meinem allerersten Beitrag hier im Forum) und eine gewisse Abgrenzung zum Einheitsbrei Humus Einzug hält. Die Frage nach Unterscheidung zwischen Nährhumus und Dauerhumus hatte übrigens ich gefühlt dutzendfach an die hier agierenden Experten als Kontrollabgleich zum Wissenstand gestellt, und da gab es kein hoffnungsvolles Feedback. Dass Einzige war dann später die Umdrehung, dass diese eine der von emil17 ständig wiederholten Fragen an mich gewesen wäre. So kann man auch die Kurve kriegen, das Lachen wissender Mitleser kann er nicht hören.
Vielleicht gelingt später auch eine bessere differenziertere Betrachtung zu anderen Dingen:
- Verfügbarkeit versus Vorhandensein von Nährstoffen
- direkte Verfügbarkeit über Ionen in Wasserlösung versus Bindung (chemisch, organisch, biologisch)
- Stickstoff gleich Stickstoff: Irgendwie ja, aber Ammoniumdünger, klassische (unbehandelte) Gülle, Kompost, gehäckselte Gründüngung und lebendes Kleegras (unvollständige Aufzählung) entfalten sehr unterschiedliche Wirkungen, wenn man da seine Hände und seine Nase hineingräbt. Bei Pflanzen soll das grundsätzlich anders sein? Beim Boden, wenn man ihn als lebenden Organismus und nicht als totes Substrat zum Halten von Pflanzenwurzeln versteht, soll das grundsätzlich anders sein?