Als Gastgeber kann man immer wieder staunen:
ich habe mich die letzten Tage immer wieder gefragt, warum der neue Helfer so umständlich ist. Ich konnte das gar n icht festmachen, aber er schien dauernd gegen unsichtbare Wände zu laufen. Mit der Schubkarre lieber außen um die PFerdeweide rum, statt drüber, nicht durch den Toreingang, lieber über die Strasse, nicht unter der Wäschleine durch, doch lieber wieder die Treppe rauf und nicht runter zum Bad, doch nicht Abendessen, doch nicht setzen, doch nicht.... heute kam die Erleuchtung!
ich: Könntest Du bitte die gesammelte Restwolle, die da in den 3 Müllsäcken ist, in die neuen Hochbeete ausleeren?
Er: erstmal Handschueh gesucht, dann Sack in die Hand genommen, um die Ecke verschwunden, wieder gekommen: Hast Du etwas anderes zu tun für m ich?
ich: äh, ja, die beiden anderen Säcke Wolle...? und da im Garten liegt auch n och ein Haufen, der....
Er: ich mag keine Wolle
ich: ???
Er: ich will Arbeit ohne Wolle. Ich mag keine Wolle.
Lösung: der Mann ist Veganer, überzeugter Veganer, hat uns aber gesagt, er sei Vegetarier. Nun Auf der Weide stehen Pferde, denen will er nicht begegnen, Treppe runterkommen heißt auch mal, sich an einem Pferdepopo vorbeischieben müssen, sich hinsetzen geht für ihn nur auf 2 Stühlen im Ganzen Haus, alle anderen sind mit Fellen oder wollenen Sitzkissen belegt, beim Abendessen waren Spinnerinnen zu Besuch mit Wolle in der Hand, unterm Tordurchgang ist ein Hirschfell aufgespannt, auf der Wäschlienen hängen Wollstränge zum trocknen, ....
Ein Leben mit für uns unsichtbaren Wänden..... und für ihn mit 1001 Tabu........
Er lehnt unseren Lebensentwurf total ab - was will er hier?