Bienensterben
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Wildmohn
Re: Bienensterben
Ist ja lustig, welche Wege das Thema "Bienensterben" mittlerweile engeschlagen hat. So, liebe Leute, werden wir den Planeten nicht retten können, nicht nimmer und niemals...
VT hin oder her, es gibt konkretere Ursachen für das Bienen-Insektensterben, daran sollte Mensch sich ersteinmal abarbeiten und vernünftige Lösungen finden und sich nicht in höheren Sphären verklausulieren.
Aber solange es uns gut genug geht ist Hirnwi...erei ein probates Mittel, um ein Dogma zu verteidigen, welches nicht im entferntesten das grundsätzliche Problem angeht.
Schlimmer geht`s nimmer.
VT hin oder her, es gibt konkretere Ursachen für das Bienen-Insektensterben, daran sollte Mensch sich ersteinmal abarbeiten und vernünftige Lösungen finden und sich nicht in höheren Sphären verklausulieren.
Aber solange es uns gut genug geht ist Hirnwi...erei ein probates Mittel, um ein Dogma zu verteidigen, welches nicht im entferntesten das grundsätzliche Problem angeht.
Schlimmer geht`s nimmer.
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Benutzer 72 gelöscht
Re: Bienensterben
Magst du mir sagen, was ich als Städterin - unser Grundstück ist sowieso schon ein Naturparadies, unser Balkon voll mit Gemüse, Kräuter und bienenfreundlichen Blumen, ebenso die Stadtgartenparzelle ... noch tun kann, um "die Welt zu retten"?
Jetzt hab ich auf´s bewußte Einkaufen fast vergessen, weil ja der Konsument bestimmt was wie produziert wird
Ich verstehe deinen Einwand jetzt gerade nicht?
- Ich denke daran, eventuell mal eigene Honigbienen zu haben - obwohl ich eigentlich den Wilden nicht allzuviel Konkurenz machen will, aber nachdem wir eh so viele Pflanzen haben, die "Nutzen" bringen und nachdem wir nun mal gerne Süßes essen....
tja, hm - der letzte Punkt, an dem es noch scheitert ist meine mentale Sperre gegen Varroabekämpfung.
Es gab eine Zeit lang viele, die dazu aufforderten und Mut machten, es ganz ohne zu probieren. Aber das hat sich irgendwie verloren.
Ich les kaum noch was davon und weiß auch nicht, wie es aktuell aussieht bei den Bienenhaltern, die nicht "chemisch" bekämpfen.
Von dem her bin ich an "natürlichen" Behandlungsmethoden - vorerst ist das für mich nur theoretisch - sehr interessiert.
Was meinst du denn mit "eh bekannt"?
Die Armut an pollen- und nektarspendenden Pflanzen?
Das Fehlen gewisser Symbionten?
Das Fehlen bestimmter (Wild-)Pflanzen, die bienenmedizinische Wirkung haben?
Die Gifte der konventionellen Landwirtschaft? (aber was kann ich da tun??)
Ich mag es halt immer lieber, nach Lösungen zu suchen als nach Schuldigen.....
Dann erst kann ich was tun!
Und ich bin überzeugt, dass das Problem vielschichtig ist und es niemals "nur" um die Bienen, die Insekten, die Vögel, die Wildkräuter, die Amphibien, die Großsäugetiere, das Bodenleben, die Pilze, die Eisbären und die Schmetterlinge geht....
Es geht um die Natur und um die Art wie die Menschen über sie denken, denke ich
Jetzt hab ich auf´s bewußte Einkaufen fast vergessen, weil ja der Konsument bestimmt was wie produziert wird
Ich verstehe deinen Einwand jetzt gerade nicht?
- Ich denke daran, eventuell mal eigene Honigbienen zu haben - obwohl ich eigentlich den Wilden nicht allzuviel Konkurenz machen will, aber nachdem wir eh so viele Pflanzen haben, die "Nutzen" bringen und nachdem wir nun mal gerne Süßes essen....
tja, hm - der letzte Punkt, an dem es noch scheitert ist meine mentale Sperre gegen Varroabekämpfung.
Es gab eine Zeit lang viele, die dazu aufforderten und Mut machten, es ganz ohne zu probieren. Aber das hat sich irgendwie verloren.
Ich les kaum noch was davon und weiß auch nicht, wie es aktuell aussieht bei den Bienenhaltern, die nicht "chemisch" bekämpfen.
Von dem her bin ich an "natürlichen" Behandlungsmethoden - vorerst ist das für mich nur theoretisch - sehr interessiert.
Was meinst du denn mit "eh bekannt"?
Die Armut an pollen- und nektarspendenden Pflanzen?
Das Fehlen gewisser Symbionten?
Das Fehlen bestimmter (Wild-)Pflanzen, die bienenmedizinische Wirkung haben?
Die Gifte der konventionellen Landwirtschaft? (aber was kann ich da tun??)
Ich mag es halt immer lieber, nach Lösungen zu suchen als nach Schuldigen.....
Dann erst kann ich was tun!
Und ich bin überzeugt, dass das Problem vielschichtig ist und es niemals "nur" um die Bienen, die Insekten, die Vögel, die Wildkräuter, die Amphibien, die Großsäugetiere, das Bodenleben, die Pilze, die Eisbären und die Schmetterlinge geht....
Es geht um die Natur und um die Art wie die Menschen über sie denken, denke ich
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Wildmohn
Re: Bienensterben
Alles gut @ina maka
Du hast mit Deinen Argumenten schon recht.
Was ich schrieb ist der Ungeduld bezüglich der nicht wahrgenommenen Lösungsmöglichkeiten in gewissen Teilaspekten zur Problematik geschuldet.
Das Thema ist wie bei vielen anderen bedrohlichen Szenarien offensichtlich zu komplex um eine günstige Wende herbeizuführen, da die Verursacher den schwarzen Peter weiterreichen und nicht bereit sind, sich der Verantwortung ernsthaft zu stellen.
Was bleibt sind rege Diskussionen aber keine greifende, zum besseren führende Ergebnisse... auf die ich, "kleiner Pups", sehnsüchtig warte...
Was ich schrieb ist der Ungeduld bezüglich der nicht wahrgenommenen Lösungsmöglichkeiten in gewissen Teilaspekten zur Problematik geschuldet.
Das Thema ist wie bei vielen anderen bedrohlichen Szenarien offensichtlich zu komplex um eine günstige Wende herbeizuführen, da die Verursacher den schwarzen Peter weiterreichen und nicht bereit sind, sich der Verantwortung ernsthaft zu stellen.
Was bleibt sind rege Diskussionen aber keine greifende, zum besseren führende Ergebnisse... auf die ich, "kleiner Pups", sehnsüchtig warte...
- Spencer
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Re: Bienensterben
Hier noch mal ein Link zum Thema. Zum Teil mit Lösungsangeboten... Situation in Vorpommern-Greifswald
Aber auch hier wie immer "....wir müssen"
http://bit.ly/2MbbSx3
Aber auch hier wie immer "....wir müssen"
http://bit.ly/2MbbSx3
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Benutzer 4754 gelöscht
Re: Bienensterben
Die sind ja LustigSpencer hat geschrieben:Hier noch mal ein Link zum Thema. Zum Teil mit Lösungsangeboten... Situation in Vorpommern-Greifswald
Aber auch hier wie immer "....wir müssen"
http://bit.ly/2MbbSx3
Und was soll da dann wachsen, Getreide?
Das mit jeder Tonne Weizen mehr Unkräuter verschwinden ist doch käse:
im meiner Heimat liegt der Durchschnittsertrag bei 7t/h. Hier wo ich jetzt studiere liegt er bei 9,7t/ha,
bei einem geringeren Aufwand an Pflanzenschutz und Düngemitteln.
Im Jahr 2018 hatten wir massive Ertragseinbußen,
wuchsen deshalb mehr Unkräuter?
- emil17
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Re: Bienensterben
Es geht um Energiepflanzen, deren Anbaufläche man halbieren soll. Wieviel das an der gesamten Ackerbaufläche ausmacht, steht da nicht.Oelkanne hat geschrieben:Die sind ja LustigSpencer hat geschrieben:Hier noch mal ein Link zum Thema. Zum Teil mit Lösungsangeboten... Situation in Vorpommern-Greifswald
Aber auch hier wie immer "....wir müssen"
http://bit.ly/2MbbSx3man soll einfach die Fläche der rentabelsten und fruchtfolgetechnisch sehr wichtigen Früchte halbieren
![]()
Und was soll da dann wachsen, Getreide?
Das mit jeder Tonne Weizen mehr Unkräuter verschwinden ist doch käse:
Ansonst ist der Zusammenhang zwischen Artenschwund und Anteil der artenreicheren Ackerflächen an der gesamten Nutzfläche nicht linear: Bei Vergrösserung der intensiv-Anbauflächen passiert bei der Artenvielfalt zuerst wenig. Wenn aber die letzten Flächen mit einer gewissen Vielfalt intensiviert werden, sind das absolut nur geringe Mehrflächen (sagen wir von 95% auf 97.5% Intensivflächen an der gesamten Ackerfläche), aber die artenreicheren Flächen würden dadurch halbiert (von 5 auf 2.5 %).
Wenn man daran ist, die letzen artenreichen Flächen zu beseitigen, dann sind die Effekte plötzlich dramatisch, obwohl aus Sicht der Bauern gar nicht so viel passiert. Intensivierung bedeutet Mehrertrag auf gleicher Fläche, es bedeutet nicht, dass in Jahren mit unterschiedlichem Ertrag die Unkrautmenge, wie du sie bezeichnest, gegenläufig zum Ertrag ist.
Das alles weisst du vermutlich selber, so kompliziert zu verstehen sollte das eigentlich nicht sein.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
- Rohana
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Re: Bienensterben
Dann sollte man mal fragen, warum sowas passiert und im Umkehrschluss: Wer kann es sich "leisten", ohne Zwang zu extensivieren? Ich hab heute im neuen KULAP Bayern geschaut, ob da was für uns infrage käme. Jährlich wechselnde Blühflächen anlegen, max 3ha pro Betrieb, mit einer bestimmten Mischung - wär ich sofort dafür wenn wir 3ha "über" hätten, oder auch nur 1ha... haben wir aber nicht!Wenn aber die letzten Flächen mit einer gewissen Vielfalt intensiviert werden, sind das absolut nur geringe Mehrflächen (sagen wir von 95% auf 97.5% Intensivflächen an der gesamten Ackerfläche), aber die artenreicheren Flächen würden dadurch halbiert (von 5 auf 2.5 %).
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Benutzer 72 gelöscht
Re: Bienensterben
Wieso gleich einen ganzen Hektar? Ich hab im anderen Faden erwähnt, was für starke positive Auswirkungen die unsauberen Ränder der Felder haben bzw. die Flächen zwischen Weg und Acker....Rohana hat geschrieben:Jährlich wechselnde Blühflächen anlegen, max 3ha pro Betrieb, mit einer bestimmten Mischung - wär ich sofort dafür wenn wir 3ha "über" hätten, oder auch nur 1ha... haben wir aber nicht!
Wie groß ist der Verlust wirklich, wenn da einfach bei jedem Acker oder Feld ein Randstreifen ist, der nicht behandelt wird?emil17 hat geschrieben:Ansonst ist der Zusammenhang zwischen Artenschwund und Anteil der artenreicheren Ackerflächen an der gesamten Nutzfläche nicht linear: [....]
Wenn man daran ist, die letzen artenreichen Flächen zu beseitigen, dann sind die Effekte plötzlich dramatisch, obwohl aus Sicht der Bauern gar nicht so viel passiert.
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Re: Bienensterben
Solche Flächen bzw Feldränder gibt es hier zuhauf, die sind normal. Wenn man um jedes Feld hier noch extra Blüh-Streifen anlegen würde wär's mehr Fummelei als auf eine Kuhhaut geht, und wie erwähnt wir haben keine (!) Fläche "über" - oder wie stellst du dir das denn vor, wenn wir jetzt schon Kühe schlachten müssen weil das Futter nicht reicht, im nächsten Jahr noch auf Futterfläche zu verzichten?ina maka hat geschrieben:Wieso gleich einen ganzen Hektar? Ich hab im anderen Faden erwähnt, was für starke positive Auswirkungen die unsauberen Ränder der Felder haben bzw. die Flächen zwischen Weg und Acker....Rohana hat geschrieben:Jährlich wechselnde Blühflächen anlegen, max 3ha pro Betrieb, mit einer bestimmten Mischung - wär ich sofort dafür wenn wir 3ha "über" hätten, oder auch nur 1ha... haben wir aber nicht!
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Re: Bienensterben
Seit die Strassenränder und Böschungen alle gemulcht werden, sind die dort blühenden Pflanzen verschwunden. Magerblühende Pflanzen können damit nichts mehr anfangen.Die Pflege mit dem Mulchen ist für die Komunen kostensparender, ebenso die steingemulchten Rondelle bei den Kreiseln.
In der Nähe bei uns ist ein sehr grosses Neubaugebiet entstanden, was mir dort beim Vorbeigehen im Herbst aufgefallen ist, entweder den grössten Teil mit Steinen gepflastert und ansonsten mit Steinen gemulcht oder nur noch robottertaugliche Rasenflächen.
Klar, es bleibt wenig Zeit für den Garten,
nur manchmal ärgert es mich schon gewaltig, wenn dann die ganze Zeit geschrieen wird, dass die Bauern für die Insekten was machen sollen.
Und wenn dann die Blühflächen, die wir für die Insekten anlegen als Ressource für Wiesen- und Feldblumensträusse geplündert werden.
War im vergangen Jahr in einem Vortrag über den insektenfreundlichen Garten - da ist mir auch aufgefallen, es wird immer nur gejammert, was die Bauern alles verkehrt machen, aber selbst will man doch sich bei nichts und niemand in der Gartengestaltung dreinreden lassen.
Sagt man dann mal was, wird man angepflaumt und angemault.
Was mich schon ärgert, es wird schon sehr mit 2erlei Maß gemessen.
In der Nähe bei uns ist ein sehr grosses Neubaugebiet entstanden, was mir dort beim Vorbeigehen im Herbst aufgefallen ist, entweder den grössten Teil mit Steinen gepflastert und ansonsten mit Steinen gemulcht oder nur noch robottertaugliche Rasenflächen.
Klar, es bleibt wenig Zeit für den Garten,
nur manchmal ärgert es mich schon gewaltig, wenn dann die ganze Zeit geschrieen wird, dass die Bauern für die Insekten was machen sollen.
Und wenn dann die Blühflächen, die wir für die Insekten anlegen als Ressource für Wiesen- und Feldblumensträusse geplündert werden.
War im vergangen Jahr in einem Vortrag über den insektenfreundlichen Garten - da ist mir auch aufgefallen, es wird immer nur gejammert, was die Bauern alles verkehrt machen, aber selbst will man doch sich bei nichts und niemand in der Gartengestaltung dreinreden lassen.
Sagt man dann mal was, wird man angepflaumt und angemault.
Was mich schon ärgert, es wird schon sehr mit 2erlei Maß gemessen.
