Respekt dass Du die Wiegerei so durchgezogen hast.
Angespornt durch Deine Ankündigung, die Ernte zu wiegen habe ich auch mal gewogen, um den Gesamtertrag zu bekommen. Da ich ja nun aber sehr viele Sorten habe, war das einzeln wiegen nicht machbar. So habe ich nur die Einzelfrüchte von meinem Tomatenversuch gewogen. Ansonsten fleißig aufgeschrieben, was so am Tag geerntet wurde. Dazu pro Sorte die schwerste und leichteste Frucht gewogen, um einen Mittelwert zu haben und dann nur noch Strichliste geführt, wieviel Früchte pro Pflanze geerntet wurden. Das auf das Ernteergebnis hochgerechnet sollte ja nicht so sehr von der gewogenen Erntemenge abweichen. Leider kann ich noch kein Ergebnis nennen, da ein Teil der Pflanzen noch ziemlich voll hängt, die bei diesen "sommerlichen" Temperaturen im November noch sicher abreifen. Was ich aber schon getan habe war, alle noch grünen Tomaten, die die Endgröße erreicht hatten, schon mal zu ernten, falls doch ein Nachtfrost auftritt. Die lagern jetzt im Keller. Alle anderen, die schon einen Hauch Farbe zeigten oder noch zu klein sind, sind noch dran. Momentan ernte ich pro Woche noch mindestens 4-5 kg bunte Tomaten aus dem Tunnel und einzelne Tomaten aus dem Freiland. Wenn das Wetter weiterhin so warm und sonnig bleibt, kann ich noch bis Weihnachten frische Tomaten aus dem Garten ernten
Bei mir sind es 5 Exeltabellen (Flaschen-, Fleisch-, Cocktail-, Rispentomaten und die Sorten vom Experiment). Dazu pro Sorte dann Erntebeginn, Anzahl Rispen, Früchte/Rispe, Gewicht Einzelfrucht min./max., Gesamtanzahl Früchte und errechnetes Gewicht. In einer weiteren Tabelle trage ich immer ein, was tgl. geerntet wird.
Einmal und nie wieder.

So einen Aufwand werde ich nicht nochmal betreiben. Aber es war sehr aufschlussreich, welche Mengen wir aufgefuttert, verarbeitet und verkauft haben.
Vor vielen Jahren, als ich noch mit den Kindern zu Hause war, hab ich aus Frust 1 Jahr lang alles gewogen und gezählt was ich im Garten/Stall erzeugt habe. Dann mit den Preisen aus unserem Supermarkt multipliziert und dem Göttergatten dann brühwarm unter die Nase gerieben, das ich ihm rund 3000 € Ausgaben für Lebensmittel (Obst, Gemüse, Getränke, Kartoffeln, Futter für die Tiere, Fleisch und Eier) gespart habe. Seit dem wird kein Wort mehr darüber verloren, wenn ich Geld für den Garten ausgebe, sei es Saat- oder Pflanzgut, Folien oder Geräte. So gesehen trägt sich der Garten ja selbst. Und ja, man spart Geld mit der Selbstversorgung, zumindest wir, da wir selten einkaufen und nur wenig Lebensmittel ausgeben müssen.