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Re: Pihlaka Talu

Verfasst: Sa 10. Dez 2022, 15:42
von Zacharias
Gelagert wird oben in der Scheune. Echt nicht mehr als 1 Jahr pro cm? Nee, aus so feinem Holz mache ich keinen Stall. Sockel weiß ich, in welchem Abstand würdest du die packen? Was heißt "müssen zwei parallele Seiten haben"?

Re: Pihlaka Talu

Verfasst: Sa 10. Dez 2022, 17:48
von emil17
So alle 1.5 M ein Lagerholz müsste reichen.
Stapelleisten 2x2 cm reichen, oder etwa Dachlattenstücke gehen auch.
Müssen zwei parallele Seiten haben: überall gleich dick, aber nicht unbedingt gleich breit sein, deswegen kann man Besäumabfälle nehmen, wenn sonst nichts da ist, die Rindenkante schadet nichts. Guck mal wie ein Holzhändler oder eine Sägerei die eingeschnittene Ware lagern.

Re: Pihlaka Talu

Verfasst: Sa 10. Dez 2022, 19:25
von Zacharias
Ich hab das schon gesehen, aber mit deutlich engeren Abständen. War außen gelagert, vielleicht deswegen?

Re: Pihlaka Talu

Verfasst: So 11. Dez 2022, 08:26
von emil17
Bei dünn eingeschnittenen Brettern macht man oft weniger Abstand. Wichtig ist vor allem, dass die Stapellisten genau übereinander zu liegen kommen, damit sich die Bretter nicht biegen.
Wenn deine Bretter etwa 4m lng sind machst du je 20 cm vom Ende eine Stapelleiste und noch zwei über die Länge gleich verteilt. Unter jeder Leiste sollte unter dem Stapel ein Auflageholz liegen, sonst werden die unteren Bretterlagen wegen der Auflast krumm.
Das Ganze ist aber keine exakte Wissenschaft, wenn man das Prinzip begriffen hat.
Verarbeitung von Ulme massiv im Innenbereich ist dann wesentlich anspruchsvoller.

Re: Pihlaka Talu

Verfasst: So 11. Dez 2022, 08:56
von Zacharias
Na, ich hoffe, dass ich mir für die weitere Verarbeitung einen Tischler leisten kann. Hab schon gehört, dass das Hobeln Strafarbeit ist.
Mir sagte jemand, dass man die Leisten alle halbe Jahr verschieben soll für bessere Trocknung. Machst du das auch?

Re: Pihlaka Talu

Verfasst: So 11. Dez 2022, 10:36
von Dyrsian
Noch ein Tip: Versiegel beim Trocknen die Stirnseiten mit Wachs, Lack oder sonst irgendetwas. Notfalls tauchst du sie in Paraffin. Das verhindert, dass die Bretter reißen.
Was das Hobeln angeht: Wer hobelt denn heute noch per Hand? Dafür gibt es doch Maschinen! Für die Maschine ist es völlig egal, was das für ein Holz ist. Weil das Messer sehr schnell rotiert, ist auch die Fasrigkeit fast egal.

Re: Pihlaka Talu

Verfasst: So 11. Dez 2022, 10:39
von Zacharias
Ok, guter Tipp, danke!
Ich hab mir sagen lassen, dass Ulme auch mit Elektrohobel eine Qual ist.

Re: Pihlaka Talu

Verfasst: So 11. Dez 2022, 13:55
von Küstenharry
oh schick, ein 8m Ulme rüster Stamm.
Getrocknet legt man da ab 2000,- € hin
Mit einem scharfen Messer auf dem Dickenhobel geht das schon.
Für welche Längen und Dicken hast du dich entschieden zum Einschneiden?
2 cm Leisten zum Trocknen übereinander ist gut. Die Borke besser vorher auch noch abschälen, sonst fühlen sich die Würmer besonders wohl.

Re: Pihlaka Talu

Verfasst: So 11. Dez 2022, 15:35
von Zacharias
Mit der Dicke, das habe ich den Fachleuten überlassen. Der Baumfäller meinte, besser dicker schneiden und dann nacharbeiten. Er kennt sich mit Holz sehr gut aus und hat mir die Stämme auch weg gefahren.
Borke hätte ich gerne dran gelassen, find ich schön so zu verbauen. Aber Würmer sind ein Argument.

Re: Pihlaka Talu

Verfasst: So 11. Dez 2022, 19:58
von emil17
Überlege Dir, so hochwertiges Holz zu verkaufen und statt dessen für Bauschreinereiarbeiten wie Fussleisten und dergleichen billigeres Holz zu nehmen, das dafür gut genug ist. Du machst damit den Fachleuten eine Freude und dir vielleicht auch, wenn du noch nie solches Holz verarbeitet hast. Dick eingeschnitten ist gut. Man kann z.B. wunderbare Tische draus machen. Aber die Hälfte runterzuhobeln wäre sehr schade.

Die Rinde muss weg - nicht weil die Würmer weiter Schaden im Haus anrichten könnten, aber weil da dauernd Staub und mehl rauskommt und sie sich dann sowieso irgendwann mal ablöst. Was allerdings interessante Oberflächen ergeben kann, wenn man es bürstet, weil Ulme einen vergleichsweise harten Splint hat. Das ist dann aber eher für Säulen und dergleichen.