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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mi 13. Jul 2016, 12:02
von Benutzer 4754 gelöscht
Genau lesen.
Die Viren werden nur durch Blattläuse übertragen.
Was ich also an Saatgut versäe ist völlig egal, die Viren können eine Erbsensorte von "Anno dazumal" genauso befallen wie eine neue Sorte oder auch Gentechnikpflanzen.
Viren kann man nicht direkt bekämpfen sondern nur die Bekämpfung der Vektoren, sprich hier der Blattläuse.
Oder durch virusresistente Sorten, die es aber aktuell nicht geben soll.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mi 13. Jul 2016, 12:13
von Manfred
Resistenzzucht/-Selektion sollte dir doch ein Begriff sein?
Das war mal gelebte Praxis in der Landwirtschaft.
Durch die Sortenverarmung die die Konzentration der Zucht auf immer weniger Firmen wird die Anfälligkeit für neue Erreger halt immer größer. Und umso schneller verbreiten sich diese in der Fläche.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mi 13. Jul 2016, 12:14
von Manfred
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mi 13. Jul 2016, 12:28
von Benutzer 4754 gelöscht
Manfred hat geschrieben:Resistenzzucht/-Selektion sollte dir doch ein Begriff sein?
Das war mal gelebte Praxis in der Landwirtschaft.
Durch die Sortenverarmung die die Konzentration der Zucht auf immer weniger Firmen wird die Anfälligkeit für neue Erreger halt immer größer. Und umso schneller verbreiten sich diese in der Fläche.
Ja ich weis was das ist,
aber das bringt hier nichts.
Man hat überall in DE diesen Virus gefunden,
in allen Anbauformen in allen Sorten und egal ob Weinbauklima oder oben auf nem Berg.
Es gibt keine resistente Sorte.
Der Befall schwankt auch zwischen wenigen %ten und starkem Befall, ein paar gesunde Pflanzen rauszupicken ist also auch nicht zielführend, die können auch einfach nicht befallen sein.
Durch die Sortenverarmung
Es werden jedes Jahr neue Sorten zugelassen, da verarmt nix.
Alter Kram und Sorten die nix können (z.B. Assano beim Weizen) fallen halt wieder hinten runter.
Aber manche Sorten halten sich seit Jahrzehnten im Anbau (z.B. Granola, eine mehlige Kartoffel).
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mi 13. Jul 2016, 12:47
von Manfred
Wenn du dir deine Weltsicht so zurechtbastelst, ist die einzige Option natürlich die Ausrottung der Blattläuse.
Die Natur war die letzten paar Milliarden Jahre einfach zu blöd, ihre Probleme zu lösen...
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mi 13. Jul 2016, 13:12
von Benutzer 4754 gelöscht
Manfred hat geschrieben:Wenn du dir deine Weltsicht so zurechtbastelst, ist die einzige Option natürlich die Ausrottung der Blattläuse.
Die Natur war die letzten paar Milliarden Jahre einfach zu blöd, ihre Probleme zu lösen...
Wie würdest du denn das Problem in kurzer Zeit lösen?
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mi 13. Jul 2016, 14:38
von Manfred
Manche Probleme lassen sich nicht in kurzer Zeit lösen.
Die Spritzerei verdeckt und verschiebt die Probleme halt, löst sie aber nicht.
Das sollte man sich immer bewusst machen, wenn man solche Mittel einsetzt.
Eine echte Lösung gibt es nur durch Selektion.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mi 13. Jul 2016, 15:10
von Benutzer 4754 gelöscht
Und was rätst du dann den Leguminosenanbauern für nächstes Jahr?
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mi 13. Jul 2016, 17:08
von Rohana
Manfred hat geschrieben:Wenn du dir deine Weltsicht so zurechtbastelst, ist die einzige Option natürlich die Ausrottung der Blattläuse.
Die Natur war die letzten paar Milliarden Jahre einfach zu blöd, ihre Probleme zu lösen...
Tjo, oder schlau genug NEUE Erreger zu erfinden. Mal haben wir die Nase vorn, mal die bösen Viren. Schätze schon dass man über kurz oder lang auch gegen diesen Erreger Resistenzen finden wird, nur wie kommst du auf die Idee dass die schon parat stehen müssten wenn das Virus erstmalig (flächendeckend) auftaucht?
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mi 13. Jul 2016, 18:25
von Manfred
@Oelkanne: Siehe oben
@Rohanna: Wo habe ich was von müssten geschrieben? Die Erfahrung zeigt halt, dass meist schon resistente Pflanzen da sind. Natürlich kommt es auch mal vor, dass noch keine da sind. Umso wahrscheinlicher, je schmaler das verbliebene Sortenspektrum.
Wie viel % Schaden hat das oben verlinkte Feld? Was kostet eine länger andauernde Vektorenbehandlung? Wo liegt die Schadschwelle, die diese wirtschaftlich macht?