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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 14. Feb 2026, 18:06
von Thomas/V.
beides nutzt großen industriellen Landwirtschaftsbetrieben und macht das Leben für kleine Höfe unmöglich. Und so weiter und so fort.
Könnte das evtl. der Grund sein, weshalb das gemacht wurde, und die Ideologie ist nur der Vorwand?
Und wenn es so sein sollte, warum wird es gemacht? Warum betreibt jemand eine Politik, die den Großindustriellen nutzt und die Kleinen kaputt macht?

Auch hier wieder: kannst gern im Laberfaden antworten, oder auch nicht, wenn du nicht willst.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 14. Feb 2026, 18:44
von Elli1
Manche Leute hier im Forum haben eine starke Allergie gegen jeden Kontakt mit der Realität.
Was nicht zur eigenen Ideologie passt, kann einfach auch nicht wahr sein.
:daumen:
Ich kann Manfred insofern verstehen:
Wenn die Ideologie unveränderlich ist und jede Realität verneint wird, dann ist ein Gespräch nicht mehr möglich. Auf jeden Fall nicht sinnvoll. Dann kann man genau so gut auch gehen und wieder eine Ruine mehr den Lootern überlassen, die nichts selber bauen sondern nur die Produktiven vertreiben und dann alleine in den Ruinen sitzen.
Nach dem ersten Unverständnis das Manfred gegangen ist kam mir genau dieser Gedanke.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 14. Feb 2026, 22:20
von emil17
Ich bin wahrscheinlich ursächlich daran beteiligt ...
Ich habe einfach eine Allergie gegen Leute, die irgendwas behaupten und wenn man Gegenargumente oder Daten bringt, die etwas ziemlich anderes aussagen, dann soll das plötzlich ideologisch sein.
Was man auf rein naturwissenschaftlicher Ebene widerlegen kann oder was direkt neuen Daten offizieller Ämter widerspricht, ist nicht Ideologie, das ist einfach falsch.
Jetzt kann ja jeder kommen und behaupten, die würden geschönte Daten bringen weil sie von der Regierung bezahlt sind und die das so will, aber damit wird die Argumentationskultur dann unterirdisch. Wer das mag, soll doch die einschlägigen YouTube shorts oder TikToks reinziehen, oder einer gewissen Partei zuhören.
Mit Leben und Leben lassen hat das nicht viel zu tun. Es kann jeder trotzdem glauben was er will, nur muss er dann damit nicht andere zu überzeugen suchen, wenn er/sie keinen Gegenwind verträgt. Angriffe auf persönlicher Ebene tragen auch nicht dazu bei, das Ganze forenverträglicher zu machen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 14. Feb 2026, 22:44
von Thomas/V.
:daumen:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 14. Feb 2026, 22:51
von Amigo
Dann ließ dir mal deine Gehässigkeiten gegenüber der deutschen Landwirtschaft im Agrar Diesel Fred durch und korrigiere.
Wäre schon mal ein Anfang.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Sa 14. Feb 2026, 23:18
von emil17
Meinst du das?
"Wenn Subventionen den Zweck haben, dass Leistungen für die Gesellschaft erbracht werden, die nicht über die Produktpreise abgegolten werden können, dann darf man doch wohl die Frage stellen, warum Landwirte für Dinge, die nichts mit Umweltpflege und nichts mit Nahrungsmittelsicherheit zu tun haben, besser behandelt werden als andere Gewerbe, die ebenfalls Dinge herstellen, vom davon erzielten Erlös leben müssen, ebenso der Konkurrenz ausgesetzt sind, Umweltgesetze genau befolgen müssen und ihre Gewinne versteuern. Stichworte Subventionen bloss dafür, dass sie Flächen bewirtschaften, zollbefreiter Agrodiesel, Privilegierte Gewerbebauten im Aussenbereich. Wenn das ein hohes Ross ist ...

Zum x-ten mal, Landwirte leisten einen unentbehrlichen Beitrag in der Landschafts- und Biodiversitätspflege und dafür gehören sie auch bezahlt. Aber dann ist es ebenso logisch, dass die dafür zweckmässige Wirtschaft dauernd überprüft, sowie diese Ziele dauernd neu evaluiert und eventuell angepasst werden, und da haben die, welche es bezahlen, genauso mitzureden wie die, welche es machen"
Was soll ich da korrigieren?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: So 15. Feb 2026, 04:40
von Amigo
Es ging um die Rückerstattung beim Agrardiesel , welche du partout als Subvention darstellen wolltest .
Subventionen , scheinbar dein Lieblingswort wenn du von kommerzieller Landwirtschaft schreibst .

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: So 15. Feb 2026, 07:54
von Tscharlie
Hier ist ein gutes Beispiel.

BEVOR man sich ÜBER Subventionen austauscht, macht es Sinn, dass jeder erstmal erklärt WAS er unter Subvention versteht.

Bevor das nicht geklärt ist, redet/schreibt man mit großer Wahrscheinlichkeit aneinander vorbei.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: So 15. Feb 2026, 16:13
von unkrautaufesserin
Warum soll die Steuersubvention für Agrardiesel keine Subvention sein?

Andere Leute verdienen auch Geld, indem sie zum Erhalt der Gesellschaft Diesel verbrennen. Die kriegen jedoch nix wieder, auch wenn es noch so nützlich ist, was sie tun.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: So 15. Feb 2026, 17:18
von emil17
Ich verwende den Begriff "Subvention" so, wie er auch in der wiki steht und wie er in meinem Umfeld allgemein verstanden wird:
Eine Subvention (von lateinisch subvenire ‚zu Hilfe kommen, Unterstützung‘) ist eine Leistung aus öffentlichen Mitteln an Betriebe, Unternehmen oder auch private Haushalte, die nicht an eine direkte Gegenleistung gebunden ist.
...
In der Volkswirtschaftslehre wie auch im allgemeinen Sprachgebrauch werden auch Steuervergünstigungen, Gebührenermäßigungen oder -befreiungen und auch staatlich garantierte Abnahmepreise oder Aufpreise zu den Subventionen gezählt.
Interessant ist das Kapitel über die negativen Auswirkungen:
"Subventionen erzeugen eine Subventionsmentalität. Unternehmerische Aktivitäten werden danach ausgerichtet, wofür es gerade Geld gibt.
...
Je höher ihre Bedeutung für das Firmenergebnis, desto mehr wendet sich die interne Aufmerksamkeit weg von der Beobachtung der Märkte und hin zur Verfolgung politischer Kanäle und Lobbyarbeit, um herauszufinden, was getan werden muss, um Subventionszahlungen weiter zu erhalten oder zu steigern."
Aus Sicht des Unternehmens logisch. Für die Volkswirtschaft und die Staatsfinanzen schlimm.
Besonders stossend und ungerecht ist dabei folgendes:
"Förderungen kommen weit überproportional Großunternehmen zugute. Empirische Studien zeigen, dass kleinere und mittlere Unternehmen weder Zeit noch Personal haben, um über ständig wechselnde Förderprogramme informiert zu bleiben und die stets erforderlichen ausführlichen Anträge zu erstellen." ... sowie die nötigen Investitionen für zusätzliche technische Anlagen und Umstellungen zu tätigen und zu amortisieren, die für Kleinbetriebe verhältnismässig grösser sind.
In der Landwirtschaft ist die Sympathie der Bevölkerung für Kleinbetriebe gross, aber genau diese werden durch die Subventionen wegen dem oben beschriebenen Effekt gegenüber den Grossen benachteiligt. Wenn ein Grosser einen Kleinen frisst, bekommt er dann ja auch zusätzlich noch dessen Subventionen, soweit diese flächengebunden sind.
Führen Subventionen zur Erhöhung von Pachtpreisen, sind sie vollends ungerecht, weil man damit die rein passiven Einkommen der Landbesitzer erhöht. Zusätzlich wird solches Land als Kapitalanlage attraktiver, was es wiederum den Kleinbetrieben erschwert, Land zu erwerben. Das ist dann gleich wie bei Wohngeldbeihilfen vom Staat für wenig Bemittelte: Die Immobilienspekulanten, die sich auf solche Wohnungen spezialisert haben, wissen genau, wieviel Wohngeld es gibt; das wird bei der Miete einkalkuliert und sie "helfen" den Mietern oft sogar noch, an dieses Geld zu kommen.