Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verfasst: Mi 18. Feb 2026, 09:07
@amigo:
Du hast das Prinzip und die Nachteile von Subventionen nicht begriffen.
Ich zahle für den Sprit auf meinen Rasenmäher und meine Kettensäge ebenfalls Treibstoffsteuer - weil die so heisst.
Der LKW zahlt zudem, mindestens bei uns, eine leistungsabhängige Schwerverkehrssteuer.
Landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge haben zudem eine eigene steuerprivilegierte Zulassung. Die wird unter anderem damit begründet, dass sie hauptsächlich nicht auf öffentlichen Strassen verkehren. Dafür darf man mit so einer Zulassung nur im Zusammenhang mit der Landwirtschaft auf öffentlichen Strassen verkehren.
Steuern sind per Definition "nicht zweckgebundene Abgaben". Ich kann mich nicht darauf berufen, dass ich weniger Steuern zahlen will, weil meine Kinder aus der Schule sind und ein Teil der Steuergelder für Schulen verwendet werden. Ich muss ertragen, dass die Fussballstadien bauen, obwohl mich das nicht interessiert. Und die Fussballfans müssen ertragen, dass sie Renaturierungen von Flussbetten machen, obwohl die das nicht interessiert.
Mit Subventionen fördert man das, was man subventioniert.
Will man die fördern, die viel Diesel verbrauchen, oder die, welche so wirtschaften, wie es im Interesse der Öffentlichkeit liegt (die die Subventionen bezahlt)?
Wenn man möchte, dass die Landwirte landwirten, ohne dass es zu Marktverzerrungen kommt, dann soll man nicht den Agrodiesel verbilligen, sondern das bezahlen, wofür man diese Tätigkeit fördern will und was von den Landwirten nicht selbst in ihre Produkte eingepreist werden kann, weil die Konkurrenz von Importwaren zu gross und marktverzerrend ist (da ja leider importiert werden darf, was hier so nicht erzeugt werden dürfte): Den Unterhalt von Feldwegen, falls das nicht sowieso die Gemeinde macht, die Erzeugung von Produkten nach bestimmten Richtlinien und mit bestimmten Eigenschaften, die Pflege von Flächen mit besonderen Eigenschaften, und so weiter.
Egal was man wie subventioniert, es führt dazu, dass diese Subventionen in die Produktion eingepreist werden und man sie nachher nie mehr abschaffen kann, ohne dass Betriebe, die nur dank Subventionen rentieren, dann kaputt gehen. Salopp gesagt, wenn ich pro Nussbaum 300 Euro Pflanzbeihilfe und eine Abnahmegarantie von 20 Euro pro Kilo kriege, dann mache ich Baumnüsse, egal ob die jemand tatsächlich will.
Ansonsten hat Rohana natürlich recht: Wenn man den Bauern dauernd in Details der Betriebswirtschaft reinredet und sich die Kriterien auch noch dauernd ändern, dann kann man nicht vernünftig planen und die Kosten von Fehlentscheidungen wird denjenigen aufgebürdet, die sie nicht getroffen haben.
Weil nun aber der Steuerzahler wie jeder, der etwas bezahlt, ein Recht auf Gegenleistung hat, muss das Erreichen der beabsichtigten und finanzierten Ziele kontrolliert werden. Sonst wird geschummelt und die Leidtragenden sind die Ehrlichen. Ich würde aber nicht solche Dinge wie früheste Mähtermine für Wiesen vorschreiben - sowas wird doch der Bewirtschafter selbst am besten wissen, zumal das je nach Jahr und Lage sehr unterschiedlich ist.
Du hast das Prinzip und die Nachteile von Subventionen nicht begriffen.
Ich zahle für den Sprit auf meinen Rasenmäher und meine Kettensäge ebenfalls Treibstoffsteuer - weil die so heisst.
Der LKW zahlt zudem, mindestens bei uns, eine leistungsabhängige Schwerverkehrssteuer.
Landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge haben zudem eine eigene steuerprivilegierte Zulassung. Die wird unter anderem damit begründet, dass sie hauptsächlich nicht auf öffentlichen Strassen verkehren. Dafür darf man mit so einer Zulassung nur im Zusammenhang mit der Landwirtschaft auf öffentlichen Strassen verkehren.
Steuern sind per Definition "nicht zweckgebundene Abgaben". Ich kann mich nicht darauf berufen, dass ich weniger Steuern zahlen will, weil meine Kinder aus der Schule sind und ein Teil der Steuergelder für Schulen verwendet werden. Ich muss ertragen, dass die Fussballstadien bauen, obwohl mich das nicht interessiert. Und die Fussballfans müssen ertragen, dass sie Renaturierungen von Flussbetten machen, obwohl die das nicht interessiert.
Mit Subventionen fördert man das, was man subventioniert.
Will man die fördern, die viel Diesel verbrauchen, oder die, welche so wirtschaften, wie es im Interesse der Öffentlichkeit liegt (die die Subventionen bezahlt)?
Wenn man möchte, dass die Landwirte landwirten, ohne dass es zu Marktverzerrungen kommt, dann soll man nicht den Agrodiesel verbilligen, sondern das bezahlen, wofür man diese Tätigkeit fördern will und was von den Landwirten nicht selbst in ihre Produkte eingepreist werden kann, weil die Konkurrenz von Importwaren zu gross und marktverzerrend ist (da ja leider importiert werden darf, was hier so nicht erzeugt werden dürfte): Den Unterhalt von Feldwegen, falls das nicht sowieso die Gemeinde macht, die Erzeugung von Produkten nach bestimmten Richtlinien und mit bestimmten Eigenschaften, die Pflege von Flächen mit besonderen Eigenschaften, und so weiter.
Egal was man wie subventioniert, es führt dazu, dass diese Subventionen in die Produktion eingepreist werden und man sie nachher nie mehr abschaffen kann, ohne dass Betriebe, die nur dank Subventionen rentieren, dann kaputt gehen. Salopp gesagt, wenn ich pro Nussbaum 300 Euro Pflanzbeihilfe und eine Abnahmegarantie von 20 Euro pro Kilo kriege, dann mache ich Baumnüsse, egal ob die jemand tatsächlich will.
Ansonsten hat Rohana natürlich recht: Wenn man den Bauern dauernd in Details der Betriebswirtschaft reinredet und sich die Kriterien auch noch dauernd ändern, dann kann man nicht vernünftig planen und die Kosten von Fehlentscheidungen wird denjenigen aufgebürdet, die sie nicht getroffen haben.
Weil nun aber der Steuerzahler wie jeder, der etwas bezahlt, ein Recht auf Gegenleistung hat, muss das Erreichen der beabsichtigten und finanzierten Ziele kontrolliert werden. Sonst wird geschummelt und die Leidtragenden sind die Ehrlichen. Ich würde aber nicht solche Dinge wie früheste Mähtermine für Wiesen vorschreiben - sowas wird doch der Bewirtschafter selbst am besten wissen, zumal das je nach Jahr und Lage sehr unterschiedlich ist.