Seite 528 von 535

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 13. Feb 2026, 11:29
von Manfred
Thomas/V. hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 11:13 Ausverkauf von staatlichen Wohnungen an "Investoren" zur angeblichen Sanierung der Kassen der Kommunen z.B.
Das Problem bei den kommunalen Wohnungen ist fast immer, dass keine kostendeckenden Mieten genommen und keine entsprechenden Rücklagen für Renovierung, Sanierung und schließlich Neubau gebildet werden.
Dann hat die Kommune nach ein paar Jahrzehnten eine ganzes Sortiment heruntergekommener Bruchbuden mit viel zu niedrigen Mietpreisen und steht vor der Aufgabe, diese sanieren zu müssen.
Das wäre nur nur noch mit hohen Schulden und drastischen Mieterhöhungen möglich, was die bisher durch Billigmieten zulasten des Gemeindevermögens erkauften Wählerstimmen vergraulen würde.
Also muss man den Mist dann an einen Investor verkaufen. Und der kauft das natürlich nur, wenn er entsprechend hohes Schmerzensgeld einstreichen kann, dafür dass er den Buhmann spielt und sich mit dem Billigmietern auseinandersetzt, also sehr billig.

Und weil man schlechte Politiker gewählt hat, kaufen diese die Wohnungen ein paar Jahre später nach notdürftiger Sanierung weit über Marktpreis wieder zurück, um das Spiel von Neuem zu beginnen.
Und wenn man die allerdümmsten Politker gewählt hat, kriegen die es nicht mal hin, sich die Hartzer-Mieten von der hauseigenen ARGE direkt überweisen zu lassen, sondern überweisen das Geld an die Mieter, die es verprassen, statt ihre Mieten zu bezahlen. Weil kündigen kann man sie ja nicht, weil man verpflichtet ist, sie unterzubringen.

In Bayern war mal ein Gesetzentwurf angedacht, der öffentliche Vermieter gezwungen hätte, kostendeckende Mieten zu nehmen.
Herrlicher Aufstand und alles weiter wie bisher.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 13. Feb 2026, 11:43
von Thomas/V.
n Bayern war mal ein Gesetzentwurf angedacht, der öffentliche Vermieter gezwungen hätte, kostendeckende Mieten zu nehmen.
Herrlicher Aufstand und alles weiter wie bisher
Könnte das womöglich daran gelegen haben, das "kostendeckende" Mieten für die untersten Schichten schlicht nicht bezahlbar sind?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 13. Feb 2026, 11:47
von Thomas/V.
Wenn du verstehen willst, wie das funktioniert lies gerne mal Atlas Shrugged.
Danke, aber an sozialdarwinistischem Müll bin ich nicht interessiert.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 13. Feb 2026, 11:53
von Manfred
"Agrarminister Rainer bereitet Ökolandbau auf Einsparungen vor

Zur Eröffnung der Biofach in Nürnberg dämpft Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer die Erwartungen im Ökolandbau. Wegen der Haushaltslage stehen Biostrategie und Bioförderung auf dem Prüfstand.

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat die Biobranche auf Einsparungen eingestimmt. Zur Eröffnung der Biofach in Nürnberg am Dienstag (10.2.) kündigte der CSU-Politiker an, dass sein Ministerium sich angesichts der angespannten Haushaltslage auch im Ökolandbau auf „Kernthemen“ konzentrieren müsse

„Zu den aktuellen Herausforderungen gehören auch die finanziellen Einsparziele der Bundesregierung, denen wir uns stellen müssen“, sagte Rainer."

(Aus dem aktuellen Biopark-Newsletter)

Liegt vermutlich an der brummenden Exportwirtschaft, so dass der Staat nicht mehr weiß wohin mit dem vielen Geld...

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 13. Feb 2026, 12:01
von emil17
Manfred hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 11:29
Das Problem bei den kommunalen Wohnungen ist fast immer, dass keine kostendeckenden Mieten genommen und keine entsprechenden Rücklagen für Renovierung, Sanierung und schließlich Neubau gebildet werden.
Dann hat die Kommune nach ein paar Jahrzehnten eine ganzes Sortiment heruntergekommener Bruchbuden mit viel zu niedrigen Mietpreisen und steht vor der Aufgabe, diese sanieren zu müssen.
Kostendeckende oder gar rentable Mieten sind eine orginelle Lösung. Da kommen viele ganz von selber drauf. Sogar der Staat vermietet viele Immobilien kostendeckend bis rentabel.

In Innenstädten führen marktoptimierte Mieten zur Gentrifizierung. Falls du nicht zufällig Zahnarzt oder Anwalt bist, musst du da ja nicht wohnen.

Leute ohne Einkommen und solche, die davon nicht leben können, können keine Marktmiete bezahlen. Warum das so ist, kann jeder selbst herausfinden. Wenn die trotzdem wohnen sollen, muss man also ihre Wohnungen subventionieren. Weil das nicht rentabel ist, überlässt man das nach reinstem neoliberalem Rezept dem Staat. Und siehe da, der kann nur Defizit. Also runter mit der Staatsquote. Die Idee, Sozialwohnungen nicht angemessen zu unterhalten, ist auch neoliberal, denn das kostet ja nur Geld, das nie wieder rumkommt. So kann man das aufgeblähte Staatsbudget entlasten.
Dass die Mieter von Sozialwohnungen ihre Miete verprassen, weil sie ja nicht rausgeworfen werden können, ist eine ziemlich generalisierte Behauptung, die man vielleicht etwas differenzierter betrachten müsste.
In die Mühle kommst du übrigens ganz leicht, wenn dein Arbeitgeber aus Renditeoptimierungsgründen beschlossen hat, seine Produktion nach Rumänien oder China zu verlagern. Das tut er natürlich nur aus unternehmerischer Verantwortung und weil er vom bürokratisch aufgeblähten Staat dazu gezwungen wird.
Manfred hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 11:29 Wenn man die allerdümmsten Politker gewählt hat, kriegen die es nicht mal hin, sich die Hartzer-Mieten von der hauseigenen ARGE direkt überweisen zu lassen
Ich kenne das Deutsche System der Sozialhilfe nicht, aber meines Wissens ist die Miete der städtischen Liegenschaftsverwaltung oder dem Sozialamt und nicht dem gewählten Sozialminister geschuldet. Ist ein Politiker, der sich nicht Gelder überweisen lässt, die ihm nicht zustehen, "allerdümmst"?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 13. Feb 2026, 12:02
von Manfred
Thomas/V. hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 11:43 Könnte das womöglich daran gelegen haben, das "kostendeckende" Mieten für die untersten Schichten schlicht nicht bezahlbar sind?
Dann müssen sie halt in Emils Parallelwelt umziehen, wo es keine Inflation und keine wirtschaftlichen Probleme gibt.
Bei vielen dieser kommunalen Mieter zahlen die Kommunen ganz oder teilweise selbst die Mieten, über den Sozialhaushalt.
Sprich sie wirtschaften ihr Immobilienvermögen ab, um ihren Sozialhaushalt querzufinanzieren und verlagern so die Problem auf die Zukunft. Diese Zukunftsprobleme müssen sie aber nicht bilanzieren, also existieren sie nach Emils Logik nicht und lassen sich dann zukünftig auch ganz einfach ohne Wirtschaftswachstum, also ohne mehr Geld, wegzaubern.
Ich frage mich nur, weshalb man sie dann nicht ganz einfach heute schon wegzaubert? Am Geldmangel kann es ja nicht liegen, wenn wir kein Wirtschaftswachstum brauchen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 13. Feb 2026, 12:04
von emil17
Manfred hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 11:53 Agrarminister Rainer bereitet Ökolandbau auf Einsparungen vor
Das ist doch in deinem Interesse. In einer früheren Diskussion hast du jedenfalls allen Ernstes behauptet, dass die Biobauern die Ernährungssicherheit gefährden, weil sie zu wenig Ertrag pro Fläche erzeugen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 13. Feb 2026, 12:08
von emil17
Manfred hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 12:02
Dann müssen sie halt in Emils Parallelwelt umziehen, wo es keine Inflation und keine wirtschaftlichen Probleme gibt.
Gewöhne Dir doch einfach ab, zu raten, in welcher Welt ich lebe.
Manfred hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 12:02 Bei vielen dieser kommunalen Mieter zahlen die Kommunen ganz oder teilweise selbst die Mieten, über den Sozialhaushalt.
Sprich sie wirtschaften ihr Immobilienvermögen ab, um ihren Sozialhaushalt querzufinanzieren und verlagern so die Problem auf die Zukunft.
Im Gegensatz zum freien Unternehmer MUSS die Kommune Dinge tun, die nicht rentabel sind. Weil sie der Gesellschaft als Ganzes und nicht bloss dem eigenen Gewinn verpflichtet sind. Das scheint extrem schwer vermittelbar zu sein.
Dann bleibt bei so originellen Ideen wie Budgetkürzungen eben nur noch, von der Substanz zu leben.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 13. Feb 2026, 12:13
von Manfred
emil17 hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 12:04 In einer früheren Diskussion hast du jedenfalls allen Ernstes behauptet, dass die Biobauern die Ernährungssicherheit gefährden, weil sie zu wenig Ertrag pro Fläche erzeugen.
Was in meinem Sinne ist, erwähne ich nur selten. Und dann scheinst du nie zuzuhören.

Ich schlage ein Experiment vor:
Da du ja Schweizer bist: Schließt eure Grenzen für Lebensmittelimporte und stellt auf 100 % Bio um.
Bei euch ist das ja leicht per Volksabstimmung möglich und deine Bundesgenossen werden sich sicher freudig daran beteiligen, wenn sie an deine Theorien glauben.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 13. Feb 2026, 12:14
von Manfred
emil17 hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 12:08 Dann bleibt bei so originellen Ideen wie Budgetkürzungen eben nur noch, von der Substanz zu leben.
Dann braucht die Kommune doch nur ihr Budget zu erhöhen.
Sie kann ja Gewerbe- und Grundsteuer beliebig hochregeln.
Oder lauf ihr dann etwa die Steuerzahler weg?