Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Benutzeravatar
Tscharlie
Beiträge: 1236
Registriert: Do 27. Jan 2022, 07:45
Familienstand: verheiratet

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5251

Beitrag von Tscharlie »

Kennt jemand den Wirkungsgrad von Diesel, vom Bohrloch bis das Auto fährt?
Ich kenne nur den Wirkungsgrad beim Auto, da sind es minimal 70 % Verlust. Aber Diesel wächst ja nicht im Autotank.
Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. M.Gandhi
wörpedahler
Beiträge: 130
Registriert: Mo 15. Nov 2021, 13:40
Familienstand: verheiratet

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5252

Beitrag von wörpedahler »

Thomas/V. hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 08:35 Na klar. Sogar die ganzen neoliberalen Reformen haben nur ein spärliches Strohfeuer an Wachstum hervorgebracht.
Wir haben eine Staatsquote von über 50%.
Wo siehst du da Neoliberalismus?

"Neoliberalismus ist eine Wirtschafts- und Gesellschaftstheorie, die auf freien Märkten, Wettbewerb, Privatisierung und minimalen staatlichen Eingriffen basiert. "

Das Problem was wir haben sind Leute wie du, die eine Privatisierung sehen und dann direkt von Neoliberalismus faseln, dabei aber nicht verstehen, dass es um Veruntreuung und Korruption geht. Alle Beteiligten machen sich die Taschen voll. Meist staatliche Akteure, oft mit Komplizen in der Wirtschaft. Das ganze funktioniert aber nur über Gesetze und Bürokratie.

Und weil alle schreien: "Die Reichen und die freie Wirtschaft sind Schuld" sehen wir zum einen nicht das echte Problem und zum anderen machen wir noch mehr Gesetzte die am Ende nur dafür da sind die schon korrupten noch weiter zu berreichern (aber nicht das Problem zu beheben).
Während wir gleichzeitig die echte Wirtschaft abwürgen.

Wenn du verstehen willst, wie das funktioniert lies gerne mal Atlas Shrugged.
Benutzeravatar
emil17
Beiträge: 8269
Registriert: Di 21. Sep 2010, 08:07
Wohnort: In der Schweiz da, wo die Berge am höchsten sind

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5253

Beitrag von emil17 »

Hierzu ganz kurz meine Meinung:
Das neoliberalste Land sind die USA.
Man hat nach einer Pionierphase schliesslich eine Gesellschaft, wo 5% fast alles besitzen, wo 5% Polizei oder Gefängnispersonal sind, wo 5% in der Kiste sitzen, und der Rest trotz Schuften ohne Ende ins Prekariat abdriftet und daran selbstverständlich selber schuld ist. Kauf dir doch ein eigenheim, wenn du die Miete nicht mehr bezahlen kannst. Ob die Leute am Hebel ihre Oligopole ausnutzen oder den Staat dazu missbrauchen, sich immer noch mehr zu bereichern, kann diskutiert werden.
Seit ich denken kann, ist Wirtschaftswachstum das Heilmittel für alles, und wenns dann nur damit nicht klappen will, war es zu wenig davon. Es braucht Korrektive, wenn leistungslose Einkommen auf Kosten der Gesellschaft ins grenzenlose Wachsen.
Irgendwo ganz am Anfang vom deutschen Grundgesetz steht, dass Eigentum verpflichte. Leider steht nicht, wozu.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Thomas/V.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5254

Beitrag von Thomas/V. »

Wo siehst du da Neoliberalismus?
Siehe Hartz4, Ausverkauf von staatlichen Wohnungen an "Investoren" zur angeblichen Sanierung der Kassen der Kommunen z.B.
dabei aber nicht verstehen, dass es um Veruntreuung und Korruption geht. Alle Beteiligten machen sich die Taschen voll. Meist staatliche Akteure, oft mit Komplizen in der Wirtschaft. Das ganze funktioniert aber nur über Gesetze und Bürokratie.
Ähm, ist es nicht eines der mantraartig hergebeteten Grundgesetze des Kapitalismus, das, wenn jeder sich die Taschen so weit als möglich voll macht, dann wird es dem Gemeinwesen schon gut gehen?
Und nun, wo das überall um sich greift, das Kapital immer mehr die Politik an sich reißt (siehe USA), die angeblich so tolle Privatisierung oder "gewinnorientiertheit" zu immensen Kostensteigerungen unds gleichzeitig Leistungsrückgängen führt, (wo verschwindet das Geld?), ist das plötzlich "böse" Korruption?
Was denn nun? Jeder macht das, was er für richtig hält, um seine Gewinne zu maximieren, und das ist ja angeblich "richtig und gut".
Also muß Korruption und Veruntreung ja auch gut sein...
Während wir gleichzeitig die echte Wirtschaft abwürgen.
Gibts auch "unechte Wirtschaft"?
sehen wir zum einen nicht das echte Problem
Was ist denn das "echte" Problem? Das gleiche, was vor 30 Jahren schon da war und mit untauglichen Mitteln bekämpft wurde, und zwar mit den gleichen, die heute schon wieder zur Debatte stehen?
Waren vor 30 Jahren Leute wie Schröder oder Hartz Kommunisten oder waren es eher Anhänger des Kapitalismus die die H4-gesetze gemacht haben, was dann dazu führte, das zwar mehr Leute "Arbeit" hatten, aber blöderweise meistens nur solche, die kaum Geld in die Rentenkasse (z.B.) gebracht hat oder reine Unternehmenssubventionen waren (irgendwelche Umschulungen oder Weiterbildungen auf Staastskosten, die kaum Effekte hatten, aber zumindest ein paar windigen Geschäftemachern Geld rein spülten und die Statistiken aufhübschten).
Benutzeravatar
emil17
Beiträge: 8269
Registriert: Di 21. Sep 2010, 08:07
Wohnort: In der Schweiz da, wo die Berge am höchsten sind

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5255

Beitrag von emil17 »

Manfred hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 08:34 Der Sozialismus der DDR stand Anfang 1989 auch kurz vor dem Endsieg über die Marktwirtschaft, äh den Kapitalismus, und hat tapfer an seine selbst gefälschten Statistiken geglaubt.
Die Peronisten in Argentinien sind bis heute nicht fähig, ihre Fehler zuzugeben ...
Die Analyse der Fehler anderer ist ja hoch interessant, aber mich würde eher interessieren, worauf die Behauptung beruht, Deutschland sei wirtschaftlich im freien Fall und die Exportwirtschaft sei vollständig ruiniert, weil die Roten und Grünen und Schwarzen sie konkurrenzunfähig gemacht hätten. Einfach deshalb, weil mir Deutschland näher ist als Argentinien.
Man kann das alles 1:1 den Parolen der Alternative für Doofe entnehmen - die erzählen das ja oft genug. Vielleicht gibt es ja noch andere Quellen.
Manfred hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 08:34 @Emil: Nein, Republikflucht kann ich dir dann nicht nachsagen, allenfalls kulturelle Aneignung.
Geiz ist geil und die Regierung ist immer an allem schuld ist nicht meine Kultur.
Sonst hat Deutschland sehr viel zu bieten, wenn man nicht einfach da sitzt und sich beschwert, dass die gebratenen Tauben immer nur den anderen in den Mund fliegen. Unter anderem ganz viele lebensfrohe Menschen. Also seid Ihr ein ganz normales europäisches Land.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5256

Beitrag von Manfred »

Thomas/V. hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 11:13 Ausverkauf von staatlichen Wohnungen an "Investoren" zur angeblichen Sanierung der Kassen der Kommunen z.B.
Das Problem bei den kommunalen Wohnungen ist fast immer, dass keine kostendeckenden Mieten genommen und keine entsprechenden Rücklagen für Renovierung, Sanierung und schließlich Neubau gebildet werden.
Dann hat die Kommune nach ein paar Jahrzehnten eine ganzes Sortiment heruntergekommener Bruchbuden mit viel zu niedrigen Mietpreisen und steht vor der Aufgabe, diese sanieren zu müssen.
Das wäre nur nur noch mit hohen Schulden und drastischen Mieterhöhungen möglich, was die bisher durch Billigmieten zulasten des Gemeindevermögens erkauften Wählerstimmen vergraulen würde.
Also muss man den Mist dann an einen Investor verkaufen. Und der kauft das natürlich nur, wenn er entsprechend hohes Schmerzensgeld einstreichen kann, dafür dass er den Buhmann spielt und sich mit dem Billigmietern auseinandersetzt, also sehr billig.

Und weil man schlechte Politiker gewählt hat, kaufen diese die Wohnungen ein paar Jahre später nach notdürftiger Sanierung weit über Marktpreis wieder zurück, um das Spiel von Neuem zu beginnen.
Und wenn man die allerdümmsten Politker gewählt hat, kriegen die es nicht mal hin, sich die Hartzer-Mieten von der hauseigenen ARGE direkt überweisen zu lassen, sondern überweisen das Geld an die Mieter, die es verprassen, statt ihre Mieten zu bezahlen. Weil kündigen kann man sie ja nicht, weil man verpflichtet ist, sie unterzubringen.

In Bayern war mal ein Gesetzentwurf angedacht, der öffentliche Vermieter gezwungen hätte, kostendeckende Mieten zu nehmen.
Herrlicher Aufstand und alles weiter wie bisher.
Thomas/V.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5257

Beitrag von Thomas/V. »

n Bayern war mal ein Gesetzentwurf angedacht, der öffentliche Vermieter gezwungen hätte, kostendeckende Mieten zu nehmen.
Herrlicher Aufstand und alles weiter wie bisher
Könnte das womöglich daran gelegen haben, das "kostendeckende" Mieten für die untersten Schichten schlicht nicht bezahlbar sind?
Thomas/V.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5258

Beitrag von Thomas/V. »

Wenn du verstehen willst, wie das funktioniert lies gerne mal Atlas Shrugged.
Danke, aber an sozialdarwinistischem Müll bin ich nicht interessiert.
Manfred

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5259

Beitrag von Manfred »

"Agrarminister Rainer bereitet Ökolandbau auf Einsparungen vor

Zur Eröffnung der Biofach in Nürnberg dämpft Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer die Erwartungen im Ökolandbau. Wegen der Haushaltslage stehen Biostrategie und Bioförderung auf dem Prüfstand.

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hat die Biobranche auf Einsparungen eingestimmt. Zur Eröffnung der Biofach in Nürnberg am Dienstag (10.2.) kündigte der CSU-Politiker an, dass sein Ministerium sich angesichts der angespannten Haushaltslage auch im Ökolandbau auf „Kernthemen“ konzentrieren müsse

„Zu den aktuellen Herausforderungen gehören auch die finanziellen Einsparziele der Bundesregierung, denen wir uns stellen müssen“, sagte Rainer."

(Aus dem aktuellen Biopark-Newsletter)

Liegt vermutlich an der brummenden Exportwirtschaft, so dass der Staat nicht mehr weiß wohin mit dem vielen Geld...
Benutzeravatar
emil17
Beiträge: 8269
Registriert: Di 21. Sep 2010, 08:07
Wohnort: In der Schweiz da, wo die Berge am höchsten sind

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

#5260

Beitrag von emil17 »

Manfred hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 11:29
Das Problem bei den kommunalen Wohnungen ist fast immer, dass keine kostendeckenden Mieten genommen und keine entsprechenden Rücklagen für Renovierung, Sanierung und schließlich Neubau gebildet werden.
Dann hat die Kommune nach ein paar Jahrzehnten eine ganzes Sortiment heruntergekommener Bruchbuden mit viel zu niedrigen Mietpreisen und steht vor der Aufgabe, diese sanieren zu müssen.
Kostendeckende oder gar rentable Mieten sind eine orginelle Lösung. Da kommen viele ganz von selber drauf. Sogar der Staat vermietet viele Immobilien kostendeckend bis rentabel.

In Innenstädten führen marktoptimierte Mieten zur Gentrifizierung. Falls du nicht zufällig Zahnarzt oder Anwalt bist, musst du da ja nicht wohnen.

Leute ohne Einkommen und solche, die davon nicht leben können, können keine Marktmiete bezahlen. Warum das so ist, kann jeder selbst herausfinden. Wenn die trotzdem wohnen sollen, muss man also ihre Wohnungen subventionieren. Weil das nicht rentabel ist, überlässt man das nach reinstem neoliberalem Rezept dem Staat. Und siehe da, der kann nur Defizit. Also runter mit der Staatsquote. Die Idee, Sozialwohnungen nicht angemessen zu unterhalten, ist auch neoliberal, denn das kostet ja nur Geld, das nie wieder rumkommt. So kann man das aufgeblähte Staatsbudget entlasten.
Dass die Mieter von Sozialwohnungen ihre Miete verprassen, weil sie ja nicht rausgeworfen werden können, ist eine ziemlich generalisierte Behauptung, die man vielleicht etwas differenzierter betrachten müsste.
In die Mühle kommst du übrigens ganz leicht, wenn dein Arbeitgeber aus Renditeoptimierungsgründen beschlossen hat, seine Produktion nach Rumänien oder China zu verlagern. Das tut er natürlich nur aus unternehmerischer Verantwortung und weil er vom bürokratisch aufgeblähten Staat dazu gezwungen wird.
Manfred hat geschrieben: Fr 13. Feb 2026, 11:29 Wenn man die allerdümmsten Politker gewählt hat, kriegen die es nicht mal hin, sich die Hartzer-Mieten von der hauseigenen ARGE direkt überweisen zu lassen
Ich kenne das Deutsche System der Sozialhilfe nicht, aber meines Wissens ist die Miete der städtischen Liegenschaftsverwaltung oder dem Sozialamt und nicht dem gewählten Sozialminister geschuldet. Ist ein Politiker, der sich nicht Gelder überweisen lässt, die ihm nicht zustehen, "allerdümmst"?
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
Antworten

Zurück zu „Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion“