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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 28. Jun 2016, 18:39
von Gelöschter Benutzer 54
sind denn bei euch auch rehe und alles andre wild mit ohrmarken ausgestattet, wenn unregistrierte unbemarkte tiere die lebensmittelsicherheit gefährden?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 28. Jun 2016, 18:54
von MeinNameistHASE
kraut_ruebe hat geschrieben:sind denn bei euch auch rehe und alles andre wild mit ohrmarken ausgestattet, wenn unregistrierte unbemarkte tiere die lebensmittelsicherheit gefährden?
Soweit ich das überblicken kann wird bei allen offiziellen Verkäufen/Abgaben von Wildfleisch eine Fleischbeschau durch das zuständige Veterinäramt durchgeführt. Dazu wird das Stück Wild mit einer Art Ohrmarke versehen.

Und was die Gefährung angeht: Stallanlagen müssen so abgesichert sein, dass das Nutztier nicht mit einem Wildtier in Kontakt kommt (Theorie). In der Praxis stehen bei manchen Betrieben die Tore tags und nachts sperrangelweit offen. Die Tore, Rollgitter etc. sind nur da, dass bei einer unangekündigten Kontrolle alles Nötige vorgezeigt werden kann.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 28. Jun 2016, 21:36
von Gelöschter Benutzer 54
danke für die info, jonas

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 29. Jun 2016, 09:22
von mot437
ja diese stelungsname ist ganz anders
:kaffee:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 29. Jun 2016, 09:39
von Manfred
MeinNameistHASE hat geschrieben: Soweit ich das überblicken kann wird bei allen offiziellen Verkäufen/Abgaben von Wildfleisch eine Fleischbeschau durch das zuständige Veterinäramt durchgeführt. Dazu wird das Stück Wild mit einer Art Ohrmarke versehen.

Und was die Gefährung angeht: Stallanlagen müssen so abgesichert sein, dass das Nutztier nicht mit einem Wildtier in Kontakt kommt (Theorie). In der Praxis stehen bei manchen Betrieben die Tore tags und nachts sperrangelweit offen. Die Tore, Rollgitter etc. sind nur da, dass bei einer unangekündigten Kontrolle alles Nötige vorgezeigt werden kann.

Das ist nicht zutreffend. Jäger sind durch ihre Ausbildung kundige Personen, die das noch lebende Stück (entspricht Lebendbeschau) wie auch das erlegte Stück selbst auf bedenkliche Merkmale untersuchen.
Nur wenn bedenkliche Merkmale gefunden werden, ist eine amtliche Beschau notwendig.

Bei allesfressenden Tieren (Schwarzwild, Dachs, Fuchs etc. und Nutria) entnimmt der Jäger eine Trichinenprobe und lässt diese in einem entsprechenden Labor oder durch einen TA untersuchen.
In Regionen wo bei Schwarzwild eine Untersuchung auf Strahlenbelastung Pflicht ist, werden die Tierkörper mit Marken versehen, die eine sichere Zuordnung der Problem erlauben.
Die Probe wird ebenfalls durch den Jäger entnommen und dann bei zugelassenen Stellen untersucht.

Was das Abschotten von Ställen angeht: Das betrifft hauptsächlich Schweine und Geflügel und soll die im Stall gehalten Tiere, die in der Regel kaum Immunschutz haben, gegen das Eindringen von Krankheiten von außen und dem damit verbundenen wirtschaftlichen Schaden (langsameres Wachstum durch Krankheit, medizinische Kosten, bei schlimmen Krankheiten Verlust der Tiere) schützen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 29. Jun 2016, 10:24
von Manfred
Kurzes Video über ein dramatisches Milchbauern-Schicksal:
http://www.spiegel.de/video/existenzkam ... 85169.html

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 29. Jun 2016, 11:59
von connymatte
traurig aber vermutlich erst der Anfang vom Ende

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 29. Jun 2016, 13:19
von Benutzer 4754 gelöscht
Manfred hat geschrieben:Kurzes Video über ein dramatisches Milchbauern-Schicksal:
http://www.spiegel.de/video/existenzkam ... 85169.html
Mhm, 180 Stück Milchvieh einfach so aus dem Boden zu stampfen ist aber auch n starkes Stück... :hmm:

Der Chef dreht zur Zeit fast nullrunden...
aber drauflegen tut er kaum (ich glaube es waren ca. 2ct/l, also knappe 30€/Tag).
Das sind aber immer noch 11.000€ pro Jahr...!

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 29. Jun 2016, 16:38
von Rohana
Auch "kaum" ist zuviel. Andere Leute bekommen Geld für ihre Leistung (und manche für ihre Nicht-Leistung), aber bei Bauern ist es okay dass sie dafür auch noch draufzahlen? Ich glaube nicht :dreh:

Noch eine Meldung der unschönen Art: FSME kann auch durch Rohmilch übertragen werden http://www.swr.de/landesschau-aktuell/b ... index.html

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 29. Jun 2016, 17:56
von Benutzer 4754 gelöscht
Rohana hat geschrieben:Auch "kaum" ist zuviel. Andere Leute bekommen Geld für ihre Leistung (und manche für ihre Nicht-Leistung), aber bei Bauern ist es okay dass sie dafür auch noch draufzahlen? Ich glaube nicht :dreh
Klar ist kaum immer noch zu viel, aber immer noch besser als sein Nachbar...
relativ neu Gebaut und Herde aufgestockt und hat jetzt einen richtig schönen Stall dastehen.
Der braucht nicht nur 3ct um in der Gewinnzone zu landen sondern 14ct/l mehr als jetzt (er legt aktuell etwa 13ct/l drauf),
Bei dem Preis macht der Chef dann schon knappe 80.000€ Gewinn im stall.

Aber von solchen Preisen kann man nur träumen... :pfeif: