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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 8. Jan 2025, 16:50
von Rohana
Tscharlie hat geschrieben: Mi 8. Jan 2025, 07:46 Nochmal: Nein keiner im Lebensmittelbereich darf sagen, dass er Bio ist, wenn er nicht mindestens EG Bio einhält und nachweist.
Tscharlie hat geschrieben: Mi 8. Jan 2025, 11:13 Wenn also Menschen zueinander vertrauen haben, dann ist das eine sehr gute Basis. Dann braucht es keine amtliche Kontrolle.
Ja was denn nun?

Ich verrate dir mal ein Geheimnis: Es MUSS kein Konvi jemals Glyphosat benutzen ;)
Wir machen ab diesem Sommer wahrscheinlich auch aweng Braugerste, ich bin schon ganz gespannt. Wozu man da Glyphosat brauchen sollte erschliesst sich mir nicht :roll:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Mi 8. Jan 2025, 17:14
von Tscharlie
Im Weißbier ist keine Gerste,

Dann rate ich mal im Frühjahr die Augen aufzumachen.

Die Hopfengärten und viele Felder haben auch bei ausreichend Regen auf einmal "verdorrte" Bereiche, komisch was kann das nur verursachen?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 9. Jan 2025, 03:23
von Rohana
Ja und wozu solltest du im Weizen Glyphosat benutzen? Noch dazu im Frühjahr? :aeug:

Trink du dein Öko-Bier wenn du dich dann besser fühlst, aber weder ist alles was da draussen passiert Glyphosat, noch braucht man es ständig und überall. Was wir brauchen wäre die Freiheit angemessen zu handeln je nachdem wie es die Situation erfordert und nicht immer nur so wie es der Vorschrift passt. Natur lässt sich halt nicht vorschreiben.

Ach, kleine Anekdote am Rande: Bin mitm Gockel beim Tierarzt gewesen. Er braucht ein Antibiotikum, aber zwecks Zulassung hab ich etwas für ins Trinkwasser bekommen, muss ihn deswegen separieren. Ende vom Liede: Er rennt im Kreis weil er zu den Hennen will und kackt ins Wasser statt es zu trinken... Spritze wär schön und einfach, aber es muss ja kompliziert sein :bang:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 9. Jan 2025, 08:24
von Tscharlie
Ein Auszug:
"2008 wurde ein Spitzenabsatz von jährlich 7.600 t Wirkstoff erreicht. Seither ist eine Trendwende erkennbar. Die Absatzmenge von 3.447 t/J. in 2018 liegt auf dem Niveau von 2001. In Deutschland dominiert im Gegensatz zu dem durchschnittlichen europäischen Verhältnis der Einsatz im Ackerbau (ca. 70 %) im Vergleich zum Obst-, Gemüse- und Weinbau (ca. 20 %). Nach einer umfangreichen Betriebserhebung aus 2014/15 im deutschen Ackerbau erfolgt der Einsatz von Glyphosat vorwiegend als Stoppelanwendung nach der Ernte (ca. 60 % Anteil der Anwendungen) gegenüber dem Einsatz zur Saat der Folgekultur (ca. 35 %). Die Vorerntebehandlung, primär im Getreidebau, ist dagegen absolut nachrangig (ca. 6 %). In der Summe lag die Einsatzintensität im Durchschnitt bei 37 % der Ackerfläche in Deutschland. Im Verhältnis der Ackerkulturen dominiert bei der Stoppelbehandlung der Einsatz nach Winterraps, bei der Vorsaatbehandlung die Anwendung zu Zuckerrüben und Mais und bei der Vorerntebehandlung der Einsatz in Wintergerste. Eine Analyse auf Betriebsebene zeigt, dass der Glyphosateinsatz von Verfahren der konservierenden Bodenbearbeitung bestimmt wird. Neben den Boden- und Erosionsschutz sind ein Herbizidresistenzmanagement und eine möglichst effiziente Betriebsorganisation (AK/ha) Faktoren für den Glyphosateinsatz in größeren Betrieben."

Quelle: Bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 9. Jan 2025, 11:53
von Rohana
Ist doch genau das was ich sage. Sikkation passiert selten, man braucht Glyphosat vorwiegend im Zusammenhang mit pflugloser Bearbeitung aus offensichtlichen Gründen. Wir haben zuletzt Glyphosat eingesetzt zum abspritzen von Unkraut vor Mais weil pflügen witterungsbedingt nicht sinnvoll möglich war. Das Unkraut war auch nur da weil wir eine verpflichtende Gründüngung machen mussten, die nix gescheites geworden ist (es hat schon einen Grund warum hier sonst Schwarzbrache gemacht wird, auch wenn mir das nicht gefällt).

Im Weizen im Frühjahr hat es absolut gar nichts zu suchen weil der Weizen sonst hinüber ist, dann gibt's kein Bier. :ohm:

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 9. Jan 2025, 13:15
von Tscharlie
Ich für mich will keine Produkte kaufen in deren Anbau irgendwann Glyphosat verwendet wird, da habe ich es leicht, ich kaufen nur Bio-Produkte da wird das nicht eingesetzt.

Kann ja jeder machen wie er will.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 9. Jan 2025, 14:36
von Rohana
Böse Zungen würden behaupten Bio funktioniert auch nur weil überall rundum sauberer Ackerbau mit chemischem Pflanzenschutz betrieben wird.... aber mir ist das wurscht. Ideologie kann man nicht essen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 9. Jan 2025, 14:56
von Tscharlie
Das ist keine böse Zunge, sondern Du hast bösartig die Biohöfe diskreditiert.

"Aber was will man von einer giftspritzenden Landwirtin erwarten." Das willst Du sicher auch nicht lesen oder sehe ich das falsch?

Und nicht vergessen, Parkinson ist eine anerkannte krankheit bei Landwirten, weil es durch Spritzmittel ausgelöste werden kann. Mein Vater hatte Parkinson, das ist keine lustige Krankheit.

Ich hoffe aber natürlich, dass Du gesund bleibst.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 9. Jan 2025, 16:18
von Ferry
Auch Biobauern können leider nicht garantieren das kein Glyphosat im Boden ist.
Aber ich finde das es doch immer noch was anderes ist ob ich das selber einsetze oder nicht verhindern kann das es da ist.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 10. Jan 2025, 00:41
von Rohana
Tscharlie hat geschrieben: Do 9. Jan 2025, 14:56 Das ist keine böse Zunge, sondern Du hast bösartig die Biohöfe diskreditiert.
Nö, hab ich nicht, da steht was im Konjunktiv. ICH sehe das nicht (zwingend) so, mag vielleicht im Einzelfall so sein. Aber Bio ist nicht gleich Bio, da kann und muss man sehr differenzieren, denn durch das Weglassen von Glyphosat und anderen Chemiekeulen alleine ist noch lange nicht alles "richtig" gemacht.
Parkinson kann man leider auch ganz ohne Pflanzenschutz bekommen. Wünsche ich niemandem.