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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 19. Dez 2024, 16:47
von Rohana
Tscharlie hat geschrieben: Do 19. Dez 2024, 06:20 Erst wenn man das erkannt hat, hat man die Möglichkeit frei für sich zu entscheiden, bleibe ich dem Hof treu oder lebe ich ein anderes Leben.
Ich finde das ein Stück weit vermessen von anderen zu behaupten dass sie erst noch "erkennen" müssen dass der Hof ihr Leben bestimmt. Jeder der Vieh hat ist "fremdbestimmt", jeder der Landwirtschaft hat ist nicht nur vom Lauf der Jahreszeiten und vom Wetter abhängig, nein er muss sich auch noch von den Behörden allerhand gefallen lassen... ohne Landwirtschaft ist man ein freier Mensch - oder zumindest wesentlich freier als vorher. Meinst du echt dass weiss jemand nicht, der sich nach all dem richten muss?

Freundlicher ausgedrückt, der Hof steht in Symbiose mit der Landwirtsfamilie. Eins kann nicht ohne das andere existieren, und wenn's dem einen gutgeht, geht es dem anderen auch gut - und umgekehrt!

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 19. Dez 2024, 18:31
von Tscharlie
Ich behaupte mal. Jeder in Deutschtschland kann ohne seinen oder ihren Hof existieren.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Do 19. Dez 2024, 22:20
von Rohana
Ein Landwirt ohne Land ist halt auch nur ein Mensch, und ein Acker ohne Bewirtschaftung ist bald keiner mehr. Soviel dazu.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Fr 20. Dez 2024, 06:43
von Tscharlie
Da landwirtschaftlich nutzbares Land "gold" Wert ist, findet sich sicher einer/eine die das kaufen oder pachten will um es zu bewirtschaften.

Das Bild der verwahllosten Landschft zieht nicht.

Allenfalls in der Almwirtschaft ist das überhaupt ein Problem. Aber der "Urwald" im bayrischen Wald zeigt seit 50 Jahren, dass es auch ohne Mensch geht.

Und nein auch das niemand weiter fahren will zieht schon lange nicht mehr, das ist heute schon Normalität.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 24. Dez 2024, 11:10
von Tscharlie
https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZ ... DIxNjQ2QTA

Ein Bericht wie es auch gehen kann.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 31. Dez 2024, 08:43
von Tscharlie
Geht doch:

Von den rund 3.1 Mio Hektar landwirtschaflicher Fläche in Bayern wurden in 2023 423.000 Hektar im Ökolandbau bewirtschaftet.

2013 waren das noch 213.000 Hektar.

In 10 Jahren fast verdoppelt, wenn so weiter ginge, dann sind das in 30 Jahren 100 %.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 31. Dez 2024, 09:49
von Rohana
Es reicht ja nicht die Produktion umzustellen, das Produkt muss auch gekauft werden. Der Biomarkt ist ziemlich gesättigt. Wo soll denn das ganze Bio-Zeug hin? Es muss ja auch einen kostendeckenden Preis bringen und von irgendwas wollen die Biobauern auch leben. Das, was einfach umzustellen ist - z.B. Heumilchproduktion im Allgäu oder ähnliche Produktion in Gunstlagen - ist schon als erstes umgestellt worden. Jetzt ist eher noch "kompliziertes" da, Grenzertragswirtschaft auf Grenzertragsstandorten. Die funktionieren ohne Chemie nur sehr schwierig bzw. teuer. Bei den Preisen für Bioware kannst dir denken wie hoch da die Anreize sind...

In Landwirtschaft steckt nicht nur Land, sondern auch Wirtschaft.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 31. Dez 2024, 14:59
von Tscharlie
Das Bioprodukte viel teuerer sind, dafür ist ja nur der Handel verantwortlich.

Denn ein Brot das vielleicht 1 kg Getreide benötigt kostet heute ca. 5 €.

Wenn sich nun der Getreidepreis verdreifacht, was kostet das Brot dann?

Der Handel sagt: Klar 1 Kg kostet dann eben 15 €.

Ob das richtig ist? Kann man nicht anders denken?

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 31. Dez 2024, 16:01
von Elli1
Gutes Beispiel Tscharlie.
Ich zahle bei der SoLaWi 5,50 € für ein 1 kg Vollkornbrot. Der Landwirt, die Mühle und der Bäcker verdienen daran. Sollen sie auch.
Aber was wenn das Getreide/Mehl/Brot in den Handel kommt und durch die ganze Republik oder sogar aus dem Ausland hergefahren wurde? Das muss auch bezahlt werden und der Handel will auch verdienen. Dann bekommen weder der Landwirt noch die Mühle noch der Bäckerer ihren Preis oder das Brot kostet wirklich 15 €.
Was gibt es da anders zu denken? Alle wollen ihr Einkommen.

Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion

Verfasst: Di 31. Dez 2024, 16:17
von Tscharlie
Natürlich, aber ob eine Tonne Biogetreide oder eine Tonne konventionelles reisen ist letztlich egal.
Auch braucht es nicht mehr Energie es zu backen.
Vielleicht ein wenig mehr Aufwand in der Zubereitung, weil Biogetreide nicht so "einheitlich" ist.

Uns ist aufgefallen, dass die Preissteigerungen bei Bioprodukten eher moderat sind im Vergleich mit konvetioneller Ware. Der Biohandel mußte schon immer anders rechnen.

Und ja jeder soll für seine Arbeit bezahlt werden, ob die Albrechts ihr Vermögen "erarbeitet" haben?