Re: Pilzkulturen
Verfasst: Sa 1. Sep 2012, 19:40
Hallo Ragna,
hab die Anleitung aus dem Thread der SV-Projekte "Urbane Selbstversorgung von Kaufnix" von seiner Seite 1 kopiert,
mit dem Zitieren und sonstigen Kenntnissen, um z.B. ein Foto reinzustellen, hat meine Tochter aufgegeben.
Krieg wohl leichter Pilze zum Wachsen, als diese Pixel und Bytes in den Griff.
Hier die Anleitung von Kaufnix.
Generell findest du auf kulturpilz.de extrem gute Anleitungen und threads, vor allem in der Rubrik "unsterile Pilzzucht". Aber ich würde das Vorgehen gerne nochmal persönlich zusammenfassen:
Du nimmst ein sauberes, trockenes Schraubdeckelglas, schneidest ein Stück dicke Pappe aus z. B. einem Umzugskarton und befeuchtest sie. Wichtig: zur Feuchtigkeit schreibe ich gleich noch was. Dann ziehst du die oberste Lage der Pappe ab und legst sie auf einen sauberen Teller. Dann nimmst du einen möglichst frischen Austern- oder Kräuterseitling her und reißt ihn in der Mitte durch. Mit möglichst sauberem Messer schneidest du ein würfelförmiges auch ruhig Esslöffelkellengroßes Stück heraus, besser aus dem Stiel als aus den Lamellen. Du legst die unteren zwei Pappschichten in das Glas, legst das Pilzstück drauf und dann die obere Schicht obendrauf. Dann den Deckel draufschrauben und in den Karton neben die Heizung. Mach am besten 3-5 solche Ansätze. Nach drei Tagen fangen die Pilzstücke an flaig zu werden, ein paar Tage später haben einige schon die obere Pappe besiedelt und du kannst vorsichtig mit gequollenen Strohpellets oder Räucherspänen füttern. Grundlegend kann sich selbst Gewebe vom Fruchtkörper zu einem neuen Mycelium zurückdifferenzieren, wenn die Bedingungen stimmen. Was bedeutet, dass die kommerziellen Pilzzuchtbetriebe ihre Hochleistungsstämme an uns abtreten müssen, wenn wir es schaffen, sie zu kultivieren.
Zur Feuchtigkeit: Substrate müssen in der Pilzzucht immer gerade so feucht sein, dass man keinen Tropfen herausquetschen könnte, würde man sie auswringen. Das ist der m.m.n. kritischste Punkt, ist das Substrat zu feucht verklumpt nämlich das flauschige Luftmycel das sich optimalerweise bildet und der Schimmel kommt bzw. Bakterien. Ist es zu trocken stagniert das Wachstum. Aber die Zuchtaustern sind eh kaum totzukriegen.
hab die Anleitung aus dem Thread der SV-Projekte "Urbane Selbstversorgung von Kaufnix" von seiner Seite 1 kopiert,
mit dem Zitieren und sonstigen Kenntnissen, um z.B. ein Foto reinzustellen, hat meine Tochter aufgegeben.
Krieg wohl leichter Pilze zum Wachsen, als diese Pixel und Bytes in den Griff.
Hier die Anleitung von Kaufnix.
Generell findest du auf kulturpilz.de extrem gute Anleitungen und threads, vor allem in der Rubrik "unsterile Pilzzucht". Aber ich würde das Vorgehen gerne nochmal persönlich zusammenfassen:
Du nimmst ein sauberes, trockenes Schraubdeckelglas, schneidest ein Stück dicke Pappe aus z. B. einem Umzugskarton und befeuchtest sie. Wichtig: zur Feuchtigkeit schreibe ich gleich noch was. Dann ziehst du die oberste Lage der Pappe ab und legst sie auf einen sauberen Teller. Dann nimmst du einen möglichst frischen Austern- oder Kräuterseitling her und reißt ihn in der Mitte durch. Mit möglichst sauberem Messer schneidest du ein würfelförmiges auch ruhig Esslöffelkellengroßes Stück heraus, besser aus dem Stiel als aus den Lamellen. Du legst die unteren zwei Pappschichten in das Glas, legst das Pilzstück drauf und dann die obere Schicht obendrauf. Dann den Deckel draufschrauben und in den Karton neben die Heizung. Mach am besten 3-5 solche Ansätze. Nach drei Tagen fangen die Pilzstücke an flaig zu werden, ein paar Tage später haben einige schon die obere Pappe besiedelt und du kannst vorsichtig mit gequollenen Strohpellets oder Räucherspänen füttern. Grundlegend kann sich selbst Gewebe vom Fruchtkörper zu einem neuen Mycelium zurückdifferenzieren, wenn die Bedingungen stimmen. Was bedeutet, dass die kommerziellen Pilzzuchtbetriebe ihre Hochleistungsstämme an uns abtreten müssen, wenn wir es schaffen, sie zu kultivieren.
Zur Feuchtigkeit: Substrate müssen in der Pilzzucht immer gerade so feucht sein, dass man keinen Tropfen herausquetschen könnte, würde man sie auswringen. Das ist der m.m.n. kritischste Punkt, ist das Substrat zu feucht verklumpt nämlich das flauschige Luftmycel das sich optimalerweise bildet und der Schimmel kommt bzw. Bakterien. Ist es zu trocken stagniert das Wachstum. Aber die Zuchtaustern sind eh kaum totzukriegen.