Hier mal ein Beispiel für einen sinnvollen Einsatz von effektiven Mikroorganismen:
Jim Elizondo hat eine Fläche übernommen, die vorher als Baumschule genutzt wurde.
Die Fläche war streifenweise mit dicker Plastikfolie belegt. Auf der Folie standen die Töpfe mit den Pflanzen. Beregnet wurde über Kopf.
Die Streifen zwischen den Plastikplanen wurden x-mal im Jahr mit Roundup behandelt, um jeglichen Bewuchs abzutöten.
Als er die Fläche übernommen hat, war sie biologisch praktisch tot und hatte einen Humusgehalt gegen Null.
Die Fläche wird jetzt 6 Monate im Jahr beregnet und als Weide genutzt.
Bei der ersten Beweidung nach Entfernen der Plastikplanen standen dort nur einzelne Grasbüschel auf sonst nacktem Boden. Die Rinder mussten von Grasbüschel zu Grasbüschel laufen um ein paar Maul voll Futter zu finden.
Es wurde dann flächig Gras ausgesät. Dieses ist jedoch nur auf den Teilflächen aufgegangen, die vorher mit Folie abgedeckt waren. Auf den Roundup-Streifen versagt das Gras total. Nur einige Unkräuter konnten sich dort etablieren.
Um den Boden wieder zu beleben, wird über die Beregnung 1 x jeden Monat eine Mischung aus Komposttee, Flüssigfisch (2,5 l / 4000 m2) und Melasse (2,5 l / 4000 m2) ausgebracht.
Das Wasser für den Komposttee wird vorher belüftet, um es mit Sauerstoff zu sättigen. Dann wird es durch einen Korb voll Kompost geleitet, um die Mikroorganismen und Nährstoffe auszuspülen. Danach werden der Flüssigfisch und die Melasse als Futter für die Mikroorganismen zugesetzt. Nach einigen Minuten Rühren wird die Mischung über die Beregnungsanlage auf die Flächen ausgebracht.
Außerdem hat er verschiedene Leguminosen (u.A. Indigofera hirsuta) ausgesät, zur Stickstoffixierung und Bodenbelebung.
https://www.youtube.com/watch?v=vOC-hnChhNw
Wenn der Humusgehalt der Fläche über die Jahre besser und das Bodenleben aktiver wird, lässt die Wirkung dieser Mischung natürlich deutlich nach. Aber zum beleben einer toten Fläche und zur Ertragssteigerung in den ersten Jahren ist diese Methode sehr effektiv.
Die EM werden aus dem selbst vor Ort hergestellten Kompost gewonnen. So erhält man eine optimale, Standortangepasste Artenzusammensetzung.