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Re: Vegane Permakultur und Essbare Wildfplanzen Enthusiast

Verfasst: So 29. Mär 2026, 18:01
von Kirschkernchen
Warum sind wir heute so am B12-Mangel fremder Kinder interessiert, während wir zu feige sind, uns eine Meinung zu den fremden Gazakindern oder den fremden Thererankinder zu machen und den in Duisburg durch eine Überzahl "neuer Kinder" gemobbten fremden, blonden Kindern beizustehen. In der Psychotherapie sagen wir, ein Problem im außen zu lösen, ist uns einfach vertrauter, als bei uns selbst. Wir haben damit mehr Erfahrung. Aber der Elefant hat den Raum betreten, auch wenn es uns unangenehm ist.

Re: Vegane Permakultur und Essbare Wildfplanzen Enthusiast

Verfasst: So 29. Mär 2026, 18:30
von Zacharias
Kirschkernchen, für mich sprichst du fast immer in Rätseln. Ich glaube für viele andere auch.

Re: Vegane Permakultur und Essbare Wildfplanzen Enthusiast

Verfasst: So 29. Mär 2026, 19:28
von unkrautaufesserin
Oh, ich weiß schon, wovon sie spricht.

Kirschkernchen, ich kann die Probleme dieser Welt nicht alle und auch nicht alleine lösen. Ich kann nur hier an meinem Platz versuchen, für ein paar Menschen die Welt besser zu machen. Und wenn Du das an Deinem Platz auch tust, dann wird sie an zwei Stellen besser. Vielleicht macht ja noch jemand mit, dann sind wir schon zu dritt.

Das hilft den Kindern in Gaza immer noch nicht, denen in der Ukraine auch nicht, und denen im Südsudan erst recht nicht. Aber wenigstens ein paar Menschen hier. Das muß leider reichen.

Re: Vegane Permakultur und Essbare Wildfplanzen Enthusiast

Verfasst: So 29. Mär 2026, 20:46
von Jan65
Kirschkernchen hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 18:01 Warum sind wir heute so am B12-Mangel fremder Kinder interessiert, während wir zu feige sind, uns eine Meinung zu den fremden Gazakindern oder den fremden Thererankinder zu machen und den in Duisburg durch eine Überzahl "neuer Kinder" gemobbten fremden, blonden Kindern beizustehen. In der Psychotherapie sagen wir, ein Problem im außen zu lösen, ist uns einfach vertrauter, als bei uns selbst. Wir haben damit mehr Erfahrung. Aber der Elefant hat den Raum betreten, auch wenn es uns unangenehm ist.
Also, mein Sohn hat unter der Geburt Sauerstoffmangel gehabt, durch eine Nabelschnurhalsumschlingung. Mit nicht ganz 2 Jahren konnte er ganze Sätze der Sprache und gezeigte Aufforderungen nicht verstehen. Er hatte Angst vor Federn und Spinnweben, und in ein mit kaltem Wasser gefülltes Planschbecken gestellt, ließ ihn Minuten lang erstarren. Es drohte also Behinderung, das war mir klar und ich ging mit ihm zum Kinderarzt und redete Tacheles. Unser Sohn war daraufhin vom 2.-3. Lebensjahr in Therapie bei einem auf pädiatrische Behandlungen spezialisierten Physiotherapeuten.
Er hat später das Gymnasium besucht, studiert, seien Bachelor und Master gemacht und verdient heute ein vielfaches dessen, was ich je verdienen könnte.
Und all das nur, weil ich erkannt habe, das was mit dem Kind nicht stimmt. Somit bin ich meiner Aufgabe sehr wohl gerecht geworden.

Und was Mobbing unter Kindern angeht, so ist es Aufgabe jedes Erwachsenen, das zu unterbinden, wenn er das bemerkt!!! Und das hat nichts mit der Hautfarbe zutun!!!

Und was das aktuelle Leid der Kinder und Familien in Nahost angeht, so dürfen wir uns alle dafür bei Trump bedanken!!!

Re: Vegane Permakultur und Essbare Wildfplanzen Enthusiast

Verfasst: So 29. Mär 2026, 21:14
von Rohana
Jan65 hat geschrieben: So 29. Mär 2026, 20:46 Und was das aktuelle Leid der Kinder und Familien in Nahost angeht, so dürfen wir uns alle dafür bei Trump bedanken!!!
Auch ohne Trumps neueste Errungenschaften gab und gibt es davon reichlich, und jedes ist zu viel. Nur können wir an dem nicht viel tun und da hat die Unkrautaufesserin einfach recht, es sollte jede/r zusehen, die Welt dort ein Stück besser zu machen, wo er/sie es kann.

Und damit bitte wieder zum Thema des Fadens zurück, das eine Vorstellung war... :ua:

Re: Vegane Permakultur und Essbare Wildfplanzen Enthusiast

Verfasst: Mo 30. Mär 2026, 07:39
von emil17
Warum erinnert mich die Vegan exzess Diskussion an religiösen Fundamentalismus ... etwa die Zeugen Jehovas die lieber sterben oder ihr Kind sterben lassen, als eine Bluttransfusion zuzulassen. Ein Blick in die jüngere europäische Geschichte in die Epoche der Religionskriege hilft auch.
Deprimierend, wie leicht der gesunde Verstand sich ausklinkt, wenn man sich in seine Scheinwelt vergräbt.
Ebenfalls Hinweise liefert die Tatsache, dass in der traditionellen Selbstversorgergesellschaft, das ist die Landwirtschaft bis zur industriellen Revolution (in abgelegenen Gebieten bis nach dem Ersten Weltkrieg), Veganismus völlig unbekannt war und aus Sicht der Leute von damals sicher völlig absurd gewesen wäre.

Was das mit den GazaKindern usw. von KK soll - ich interpretiere das anders. Tut hier aber nichts zur Sache.

Zurück zum Wildpflanzen-Thema: Als Bereicherung des Speisezettels sind Wildpflanzen wervoll, als Grundnahrungsmittel eher weniger. Dafür spricht schon, dass die Bevölkerung bis zum Beginn der Landwirtschaft (das war in Mitteleuropa vor so etwa 3000 Jahren, regional sehr unterschiedlich) sich vor allem von der Jagd ernährt hat. Dies kann durch moderne Methoden der Archäologie zweifelsfrei nachgewiesen werden. Ebenfalls dafür spricht, dass die einheimische Flora kaum Nahrungspflanzen hat, die Kalorien in Menge liefert. Unserer Nutzpflanzen sind bestenfalls Archäophyten - darunter versteht die Botanik Pflanzen, die seit der Beginn der Landwirtschaft hier in Kultur sind oder seit dann als "Beikräuter" vorkommen, aber aus anderen Regionen stammen (Weizen, Kartoffeln, Walnuss etc.) oder hier erst ertragbringende Kulturformen gezüchtet worden sind (Karotte, Kohl, Apfel usw.). Bohnen, Kartoffeln, Tomaten, Mais stammen aus der Neuen Welt, waren also noch im Mittelalter unbekannt.
Wenn dann noch Fell, Leder und Wolle für Winterkleidung verboten sind, wird es echt schwer. Darf man auch keine Haus- und Nutztiere zum Ziehen und Tragen halten, wird die traditionelle Selbstversorgerlandwirtschaft unmöglich.
Die Idee der "Veredelung" pflanzlicher Nahrungsmittel durch Tiere ist so alt wie der aufrechte Gang; daran ändern Exzesse der modernen Nahrungsmittelproduktion nichts.

Re: Vegane Permakultur und Essbare Wildfplanzen Enthusiast

Verfasst: Mo 30. Mär 2026, 08:45
von Eule
oder anders gefragt: genügt eine engere, genetische Verwandtschaft als Begründung, um tierisches Leben als höherwertig zu betrachten als pflanzliches? Der ursprüngliche "Lebens-Sinn" ist weder bei Tieren noch bei Pflanzen, gefressen zu werden!

Re: Vegane Permakultur und Essbare Wildfplanzen Enthusiast

Verfasst: Mo 30. Mär 2026, 09:09
von Amigo
oder auch , wie wichtig wäre es , daß die Buxx sauber aus der Wish wish wish in the water raus geschlissen wird ?

Re: Vegane Permakultur und Essbare Wildfplanzen Enthusiast

Verfasst: Mo 30. Mär 2026, 11:41
von emil17
Eule hat geschrieben: Mo 30. Mär 2026, 08:45 oder anders gefragt: genügt eine engere, genetische Verwandtschaft als Begründung, um tierisches Leben als höherwertig zu betrachten als pflanzliches? Der ursprüngliche "Lebens-Sinn" ist weder bei Tieren noch bei Pflanzen, gefressen zu werden!
Die theoretische Biologie hat darauf eine Antwort, aber die ist unschön: Der Lebens-Sinn ist es, möglichst viele Nachkommen zu haben. Weil die anderen das auch wollen und es deshalb bald ein Platz-Problem gibt, läuft es darauf hinaus, nicht auszusterben.

Ohne Abbau würde die Welt nicht lange funktionieren. Das dürfte soweit klar sein.

Irgendwann vor vermutlich mehreren Milliarden Jahren wurde das Fressen von Lebewesen durch andere Lebewesen erfunden. Man muss ja nicht warten, bis der andere von selbst tot ist. Seither gibt es Organismen, die Photosynthese machen, Organismen, die totes organisches Material abbauen, und Organismen, die andere Organismen fressen (also nicht warten, bis sie tot sind). Das kann durch Töten und dann Fressen geschehen (Räuber) oder durch Parasitismus.

Seit es räuberische Lebewesen gibt (Lebewesen das anderes Lebewesen frisst) gibt es Anpassungen der Beute: Immunsystem, Regenerationsfähigkeit (sonst würde eine Kuhweide nicht funktionieren), Wehrhaftigkeit, Fluchtverhalten, Ungeniessbarkeit, sehr viele Nachkommen.

Der ursprüngliche "Lebens-Sinn" ist weder bei Tieren noch bei Pflanzen, gefressen zu werden, aber die Welt ist nun mal nicht so. Auch wir bewerten deshalb Pflanzen anders als Tiere und dort Milben anders als Tiger. Selbst wenn wir Samen essen, bewirken wir damit die Nichtexistenz zahlreicher Pflanzen, die wohl alle lieber eine Weizenpflanze statt Teil des Frühstücksbrötchens geworden wären.

Auch die Haltung von Lebewesen zum Zweck, später als Futter zu dienen, ist weder neu noch nur auf den Menschen beschränkt. Flechtenpilze machen das mit Algen, Ameisen mit Blattläusen, und viele Insekten züchten Pilze auf totem oder lebendem Substrat, um diese dann zu verspeisen (Blattschneiderameisen sind Beispiele dafür). Auch unsere Darmbakterien sind eigentlich nicht anderes.

Wenn manche Menschen eine definierte Grenze ziehen zwischen Lebewesen, die (oder deren Teile) man essen oder verwenden darf oder nicht, dann ist das also immer eine willkürliche Abtrennung. Die Genetik ist auf Stufe genetischer Code immer gleich. Die Abtrennung kann man dort machen, wo man will (Veganer, Vegetarier, Leute die Sushi nicht mögen) oder weil die Obrigkeit oder Religion es so will (Du sollst kein Schweinefleisch essen) oder weil die Obrigkeit es so will und man es zu umgehen versucht (Du sollst in der Fastenzeit kein Fleisch essen, aber Fisch ist kein Fleisch im Sinne dieser Bestimmung).

Der langen Rede kurzer Sinn: es gibt keinen biologischen Grund, prinzipiell kein Fleisch zu essen.

Re: Vegane Permakultur und Essbare Wildfplanzen Enthusiast

Verfasst: Mo 30. Mär 2026, 12:21
von unkrautaufesserin
Wie ich schon schrieb, möchte ich, daß meine Lebensentscheidungen von meiner Familie respektiert werden. Als ich vir 14 Jahren ins Sächsische Nichts gezogen bin, hatte das natürlich auch ernste Auswirkungen auf das Leben meiner Kinder.

Wenn diese jetzt umgekehrt beschließen, keine toten Tiere bzw überhaupt keine tierischen Produkte mehr zu essen, hat das natürlich auch Auswirkungen auf mein Leben. Aber aus Gründen der Gleichbehandlung respektiere ich das.

Die Veganer ( Sohn, Schwiegertochter und inzwischen Enkel von 5 Monaten) haben sich vor Beginn der Lebensumstellung gründlich informiert. Sie essen genug Eiweiß und nehmen zusätzlich Vitamine und Mikronährstoffe. Die Blutwerte der Schwiegertochter während der Schwangerschaft waren besser, als meine jemals gewesen sind. Und der Enkelsohn ist groß und propper, aufgeweckt und aktiv. Ein gut entwickrltes Kind, das sehr nach seinem Vater kommt. Und weil wir als Familie den gegenseitigen Respekt beschlossen haben, wird der Kleine bei den Großeltern auch Ei und Fleisch kosten dürfen, wenn er das will.

Die Vegetarier ( zwei Töchter) sind da eher unvorbereitet reingestolpert. Da habe ich nach 14 Tagen ein Machtwort gesprochen, weshalb sie jetzt brav Ei und Käse essen, wenn ich das für sie koche. Und sie nehmen auch mehr oder minder regelmäßig ihre Vegetariertabletten. Das Fleisch weglassen reicht eben nicht.

Ich bin mir nahezu sicher, daß sie alle irgendwann wieder Fleisch essen werden. Aber so, wie ich von ihnen nicht missioniert werden möchte, missioniere ich selbst auch nicht. Wir sprechen Rezepte ab, und auf der ansonsten veganen Geburtstagsfeier durfte ich mir ein Stück Butter fürs Abendbuffet mitbringen... mit Warnhinweis, weil ich kein Kokosfett vertrage und Hummus schwer verdaulich finde.

Ich denke, wenn wir alle für unsere Mitmenschen und ihre Eigenarten so viel Toleranz aufbringen, wie wir sie für uns selbst einfordern, wären nicht nur dieses Forum, sondern auch die restliche Welt da draußen sehr viel friedlichere Orte.

Und ob man von Wildpflanzen allein leben kann? Wahrscheinlich bräuchte man einen großen Radius unberührte Natur und gute Schuhe. Die ersten Menschen waren Nomaden. Und wahrscheinlich wird das Eiweiß der Knackpunkt sein.