Re: Droht uns das Ende der Natur?
Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 11:30
Sehr erfreulich, die letzten Beiträge, der zarte Ansatz eines Diskurses, statt eines Disputes. 
Das Forum für Selbstversorgung und Permakultur
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nicht wirklich Wildmohn.Wildmohn hat geschrieben:...Aber ich behaupte mal, dass in der vorindustriellen Zeit und noch viele Zeit davor der Mensch mehr im Einklang mit der Natur lebte. .
ist der einzige Unterschied.Wildmohn hat geschrieben:...Er hatte halt einfach noch nicht die Möglichkeiten, so einschneidend gegen die Natur zu agieren…und somit so massiv auf sie einzuwirken, bzw. sie so radikal zu zerstören
Da habt ihr ja schon einiges geleistet und umgesetzt. Finde ich ganz toll.hobbygaertnerin hat geschrieben: Aber- mein Mann hat bei der Behandlung der Gülle mitgemacht- das Risiko mit der EM Anwendung im Betrieb mitgetragen-
auch die Versuch und Irrtumphasen. Mehrfruchtanbau, Maisuntersaat, Luzerneanbau mit einem nicht dafür absolut geeigneten Boden, weniger Schnitte im Jahr beim Grünland, gab noch viele kleine oder grössere Puzzlesteine.
Belächeln wird man mich ehr weniger. Aber vielen wäre das alles zu umständlich oder kompliziert. Wenn ich davon erzähle, interessiert sich keiner wirklich dafür. Viel zu arbeitsintensiv.hobbygaertnerin hat geschrieben: Am Anfang wurden wir wirklich von allen Seiten belächelt- aber wir haben beide durchgehalten und diesen Weg über die Brücke von EM gegangen.
Ohja...das würde ich auch gerne. Das alles mal angucken. Allerdings glaube ich auch, dass er mir als Mensch zu extrem ist.hobbygaertnerin hat geschrieben: Den Sepp Holzer hab ich in einem Film im Fernsehen gesehen und als die Möglichkeit bestand, diesen Krameterhof zu besichtigen, haben wir es gemacht.
Hat mich nicht gereut, aber ich hätte mit dem Herrn Holzer jetzt nicht unbedingt betrieblich zusammenarbeiten mögen.
Glaube ich dir sofort. Ich bin noch nicht dazugekommen, aber ich wollte mal ausrechnen, was ich investieren müsste, wenn ich unseren Garten perfekt, mit allem was dazu gehört...Em-Produkte etc...nach der Anleitung von EM-CHIEMGAU bearbeiten würde. Billig ist das mit Sicherheit nicht - und ist für mich im Ganzen von heute auf morgen so finanziell nicht machbar, sondern nur Peu a Peu möglich.hobbygaertnerin hat geschrieben: Terra Preta ist im Garten eine wundervolle Sache- für die landw. Flächen ist es unrentabel, nicht praktikabel- und auch in diesem Ausmaß viel zu kostspielig.
Mit Sicherheit.hobbygaertnerin hat geschrieben: ich hab das Geheimnis der Natur noch nicht verstanden-
ich versuche eine Win-Win-Situation für uns und alles rundherum kreuchende und fleuchende Leben zu schaffen-
aber wer da wirklich der Dirigent des Orchester ist-
der muss ein wesentlich tieferes Wissen für alles haben.
Ja...viele haben Null Ahnung von irgendwas. Ich bin schon erschrocken, was ich alles nicht weiß, obwohl ich jetzt doch Jahr um Jahr im Garten gearbeitet habe.hobbygaertnerin hat geschrieben: Ich glaube nicht, dass wir am Ende der Natur stehen- sondern viele haben eine gewaltige Naturferne- und es wird auf der einen Seite alles idealisiert und auf der anderen Seite wenig wertgeschätzt.
Arthur Schopenhauer. Den Spruch gab es eine zeitlang mal als Autoaufkleber und ich fand ihn so cool. Mal googeln, ob es das noch gibt.hobbygaertnerin hat geschrieben: Jeder Depp kann einen Käfer zertreten, aber wer kann ihn wieder zum Leben bringen?
Hm...ich habe in unserem Dorf noch nie einen jammern gehört, wegen zuviel Arbeit oder keinen Urlaub.Dyrsian hat geschrieben:Ich habe auch Verständnis für die Landwirte, es ist nicht einfach in dieser Welt wo Lebensmittel so gut wie nichts kosten und mit Farmen in Brasilien und USA konkuriert wird, die unter ganz anderen Bedingungen produzieren.
Was mich nervt ist dieses Gejammer von wegen Schufterei, kein Urlaub usw. Die allermeisten Landwirte haben noch immer ein riesiges Kapital in Form von Land und Gebäuden. Niemand zwingt sie diese Arbeit zu tun. Sie können verkaufen, den wohl nicht geringen Eurobetrag einstecken und arbeiten gehen, wie wir anderen auch.
Ja, ist manchmal scheiße. Nix mehr mit selbstbestimmt und so. Nur haben 95% der Bevölkerung noch nicht mal die Wahl. Geschweige denn was zu verkaufen. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.
Zu deinem Beitrag wollte ich eigentlich zuerst gar nichts schreiben, weil es dann als Jammerei abgetan würde-Dyrsian hat geschrieben:Ich habe auch Verständnis für die Landwirte, es ist nicht einfach in dieser Welt wo Lebensmittel so gut wie nichts kosten und mit Farmen in Brasilien und USA konkuriert wird, die unter ganz anderen Bedingungen produzieren.
Was mich nervt ist dieses Gejammer von wegen Schufterei, kein Urlaub usw. Die allermeisten Landwirte haben noch immer ein riesiges Kapital in Form von Land und Gebäuden. Niemand zwingt sie diese Arbeit zu tun. Sie können verkaufen, den wohl nicht geringen Eurobetrag einstecken und arbeiten gehen, wie wir anderen auch.
Ja, ist manchmal scheiße. Nix mehr mit selbstbestimmt und so. Nur haben 95% der Bevölkerung noch nicht mal die Wahl. Geschweige denn was zu verkaufen. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.
Das sollte natürlich Gemeinwohl heißen...Sonne hat geschrieben: Da war sicher auch noch sowas wie Geweinwohl dabei.
Oh ja, ich stimme dir zu.Dyrsian hat geschrieben: Langfristig sehe ich nur eine Lösung über ein Umdenken in der Gesellschaft
Allein wo sind die Lehrer?Um überhaupt etwas zu erreichen, müsste man in der Gesellschaft die Liebe zur Natur lehren.